Air-Berlin-Piloten: Kündigung unwirksam

Air-Berlin-Piloten: Kündigung unwirksam

  • Air-Berlin-Piloten unwirksam gekündigt
  • Grund ist ein Formfehler
  • Urteil des Bundesarbeitsgerichts

Die Kündigung von Piloten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin ist wegen eines Formfehlers unwirksam. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am Donnerstag (13.02.2020).

Geklagt hatte ein Pilot mit Einsatzort Düsseldorf. Die Vorinstanzen in NRW hatten seine Kündigungsschutzklage abgewiesen.

Die Erfurter Richter urteilten nun, die bei Massenentlassungen vorgeschriebene Anzeige bei der Agentur für Arbeit sei fehlerhaft gewesen und zudem bei der falschen Arbeitsagentur abgegeben worden (Az. 6 AZR 146/19).

Viele Piloten wechselten zu anderen Fluggesellschaften

Zum Zeitpunkt der Insolvenz im August 2017 soll Air Berlin etwa 8.600 Mitarbeiter beschäftigt haben, darunter rund 3.500 Flugbegleiter. Etwa 1.200 Piloten sollen ebenfalls betroffen gewesen sein - viele wurden jedoch nicht arbeitslos, sondern wechselten zu anderen Fluggesellschaften.

Viel Hoffnung auf Geld können sich die Piloten aber nicht machen. Denn der Insolvenzverwalter gab bereits zwei sogenannte Masseunzulänglichkeitsanzeigen ab. Dies bedeutet, dass das bislang verfügbare Geld nicht einmal ausreicht, um die Kosten des Insolvenzverfahrens zu decken. Für Arbeitnehmer und andere Gläubiger bliebe dann erst recht nichts übrig.

Air Berlin – Insolvenz mit Ansage: Die Zeche zahlen die Mitarbeiter Monitor 01.02.2018 06:22 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste

Air Berlin-Deal: Abgekartetes Spiel zulasten der Mitarbeiter? Monitor 02.11.2017 08:14 Min. Verfügbar bis 30.12.2099 Das Erste

Stand: 13.02.2020, 17:53

Aktuelle TV-Sendungen