NRW-Wirtschaft wächst langsamer

Bauarbeiter auf einer Baustelle

NRW-Wirtschaft wächst langsamer

  • NRW-Wirtschaft wächst nur um 0,7 Prozent
  • Gründe: Stagnierender Welthandel und Brexitangst
  • Privater Konsum entwickelt sich hingegen positiv

Die Wirtschaft in NRW wird voraussichtlich langsamer wachsen als im Vorjahr. Nach 0,9 Prozent Wachstum in 2018 sollen es in diesem Jahr nur noch 0,7 Prozent sein. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie am Freitag (28.06.2019) mit.

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WDR 5 Morgenecho - Medienschau 10.05.2019 04:06 Min. Verfügbar bis 09.05.2020 WDR 5

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Grundlage für die Prognose ist der Konjunkturbericht des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, den das Wirtschaftsministerium in Auftrag gegeben hatte. Auch für den Bund gehen die Zahlen nach unten: Nach 1,4 Prozent Wachstum im Vorjahr rechnen die Wissenschaftler nun mit 0,8 Prozent.

Gründe seien "der stagnierende Welthandel, der Streit in der Europäischen Union über die Haushaltslage Italiens und die Gefahr eines ungeordneten Brexits". All das würde für Verunsicherung bei Unternehmern sorgen, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Dem gegenüber stünden "kräftige Zuwächse beim Bau, ein sich gut entwickelnder Arbeitsmarkt und der private Konsum".

120.000 neue Stellen im Land

"Das weltwirtschaftliche Umfeld ist zwar rauer geworden, die Signale aus den konsumnahen Dienstleistungen und der Bauwirtschaft bleiben aber positiv. Im Ergebnis entstehen in diesem Jahr rund 120.000 neue Stellen", wird Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart in der Mitteilung zitiert.

Professor Christoph M. Schmidt, Präsident des Leibniz-Instituts, sagte: „Die Konjunktur in Nordrhein-Westfalen wird sich auch weiterhin zweigeteilt zeigen. Zuwächsen in der Bauwirtschaft und im Dienstleistungssektor dürfte eine Schwäche in der Industrie gegenüberstehen.“

Stand: 28.06.2019, 15:41

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