"Kohle" für den Kohleausstieg: Die ersten Reaktionen

Kohlekraftwerk am Tagebau Inden

"Kohle" für den Kohleausstieg: Die ersten Reaktionen

  • Reaktionen auf Milliardenhilfen für Kohleregionen
  • Laschet lobt und sieht weiteren Handlungsbedarf
  • Umwelthilfe verlangt Gesetz zum Kohleausstieg

Die Bundesregierung hat kurz vor den Landtagswahlen im Osten Milliardenhilfen für die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen beschlossen. Doch die ersten Reaktionen zeigen: Vieles ist nach dem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch (28.08.2019) noch offen.

Altmaier: Hoffnung geben

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sprach von einem Paket, das den Menschen Hoffnung gebe. Man wolle mit dem Geld Energie- und Technologie-Regionen der Zukunft entwickeln. "Wir setzen damit ein Signal, dass der Staat bereit ist, die Menschen zu unterstützen, sie nicht allein lässt."

Laschet: Nachhaltiges Wachstum

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bezeichnete das Paket als "Meilenstein": "Entscheidend für einen erfolgreichen Strukturwandel ist nicht allein der Umfang der bereitgestellten Mittel. Es kommt nun darauf an, dass die Mittel für Projekte eingesetzt werden, mit denen gezielte Impulse für nachhaltiges Wachstum in den betroffenen Regionen und eine erfolgreiche Energiewende gesetzt werden."

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Pinkwart mahnt schnelle Umsetzung an

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) äußerte sich zufrieden, mahnte aber zugleich eine schnelle Umsetzung an. Entscheidend sei, dass das Geld so schnell und so wirksam wie möglich eingesetzt werde, sagte er dem WDR. "Uns ist wichtig, dass neue Strukturen entstehen können, bevor alte verloren gehen."

Umwelthilfe fordert Kohleausstiegsgesetz

Die Deutsche Umwelthilfe fordert mehr Tempo beim Kohleausstieg. Der Leiter Energie und Klimaschutz bei der Umwelthilfe, Constantin Zerger, twitterte: "Geld darf von Anfang an nur fließen, wenn tatsächlich Kraftwerke abgeschaltet werden."

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Stand: 28.08.2019, 15:25

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