Wegen Dürre: Kohlköpfe zu klein

Verschiedene Kohlsorten: Wirsing, Rotkohl und Weißkohl

Wegen Dürre: Kohlköpfe zu klein

  • Bauernverbände beklagen schwache Kohlernte
  • Kohlköpfe nur halb so groß wie normal
  • Europaweites Problem, kaum Zukäufe aus Nachbarländern

Gemessen am langjährigen Durchschnitt liege der Ausfall bei Weißkohl in einigen Regionen bei bis zu 40 Prozent, beim Rotkohl sind es bis zu 50 Prozent. Beim Grünkohl fehle etwa die Hälfte, teilte der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) am Donnerstag (4.10.2018) dem WDR mit. Auch bei Möhren, Roter Bete und Sellerie erwartet die Branche mindestens zehn Prozent geringere Erträge.

Bauern aus NRW-Kohlanbaugebieten beklagen trockenere und deutlich kleinere Köpfe. Teilweise seien die Rotkohlköpfe nur halb so groß wie normalerweise, melden Landwirte aus dem Rheinland.

Keine Zukäufe aus Nachbarländern möglich

Laut BOGK ist die Herbstgemüse-Ernte in ganz Europa gleichermaßen betroffen. Deshalb seien Zukäufe aus Nachbarländern kaum möglich. Transporte aus weiter entfernteren Ländern wie etwa Russland kämen hingegen aus Kostengründen nicht infrage. Verbraucher müssten sich darauf einstellen, dass manche Gemüsesorten seltener oder gar nicht im Handel erhältlich seien. Auch Preisanstiege seien möglich.

Stand: 04.10.2018, 09:37

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