Klimastreik statt Arbeiten: Stadtverwaltungen machen mit

Bei einer Klimademo wird eine aufblasbare Weltkugel über den Köpfen hin und her geworfen

Klimastreik statt Arbeiten: Stadtverwaltungen machen mit

  • "Fridays for Future" will Arbeitnehmer für Klimastreik gewinnen
  • Manche Arbeitgeber ermöglichen private Teilnahme
  • Arbeitnehmer sollten vorsichtig sein

Wie reagieren Arbeitgeber auf den Klimastreik?

Das ist ganz unterschiedlich. Gut 200 Mitgliedsfirmen des ökologisch orientierten Verbands Unternehmensgrün wollen sich am Freitag (20.09.2019) aktiv am bundesweiten Klimastreik beteiligen. Sie schließen ihre Geschäfte und rufen ihre Mitarbeiter zur Demonstration auf.

Dazu gehören die Bochumer GLS Bank mit 500 Beschäftigten und das Düsseldorfer Unternehmen Naturstrom mit 400 Mitarbeitern sowie viele weitere kleine und mittelständische Arbeitgeber. Der Axel Springer Konzern ermöglicht Mitarbeitern ebenfalls die private Teilnahme, ohne extra Urlaub nehmen zu müssen.

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Auch Mitarbeiter der Stadtverwaltungen in Bonn, Köln und Düsseldorf dürfen während ihrer Arbeitszeit auf die Straße gehen. Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) schrieb auf Twitter, er unterstütze Fridays for Future aktiv und wünsche den Beteiligten viel Resonanz. Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sagte, sie hoffe auf eine hohe Beteiligung.

Wie sieht es bei den DAX-Konzernen aus?

Die DAX-Konzerne stehen hingegen nicht hinter den Demonstrationen. Daimler hat laut "Süddeutscher Zeitung" angekündigt, im Fall eines unentschuldigten Fernbleibens von der Arbeit, "disziplinarische Maßnahmen" zu prüfen. Auch die Deutsche Bank spricht von einem normalen Arbeitstag. Die Allianz wolle mit ihren Mitarbeitern statt zu den Demonstrationen zu gehen Müll sammeln, heißt es in dem Bericht.

Was müssen Arbeitnehmer beachten?

Hier ist Vorsicht geboten. Wer für das Klima die Arbeit niederlegt, verstößt grundsätzlich gegen seinen Arbeitsvertrag. Denn Arbeitnehmer dürfen nur streiken, wenn die anerkannte Gewerkschaft aus tariflichen Gründen dazu aufgerufen hat. Wer der Arbeit fernbleibt, riskiert eine Abmahnung.

Stand: 18.09.2019, 07:58

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