Kohle-Proteste im Rheinischen Revier enden friedlich

Das Polizeiaufgebot am Skywalk verringert sich

Kohle-Proteste im Rheinischen Revier enden friedlich

  • Proteste gegen Kohleausstieg kleiner als erwartet
  • Mahnwachen und Sitzblockaden verlaufen friedlich
  • RWE stellt Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs

Früher als erwartet sind im Rheinischen Revier die Proteste für einen früheren Kohleausstieg zuende gegangen. Eigentlich wollten die Umweltaktivisten bis Sonntagmittag (25.08.2019) den Betriebsablauf von RWE mit Blockaden und Besetzungen stören. Die Polizei war deshalb auch noch am frühen Sonntagmorgen mit zahlreichen Kräften am Tagebau Garzweiler im Einsatz. Doch es blieb ruhig, die Beamten zogen ab.

Am Samstag (24.08.2019) hatte die Polizei Sitzblockaden an fünf verschiedenen Stellen aufgelöst, etwa 150 Demonstranten wurden weggetragen. "Insgesamt verhielten sich alle Blockierer friedlich", bilanzierte die Polizei am Sonntag.

20 Aktivisten kamen in Gewahrsam

Weil zwei Blockaden auf dem Betriebsgelände eingerichtet wurden, stellte RWE Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs. Ein Konzernsprecher sagte, die Blockadeaktionen hätten keinen Einfluss auf den laufenden Betrieb gehabt. Von allen Demonstranten wurden die Personalien aufgenommen. 20 von ihnen, die sich weigerten, ihre Identität preiszugeben, wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Das Bündnis "Klima Ersetzen" hatte zu einem gewaltfreien und bunten Protest aufgerufen. Die Aktivisten pochten auf einen früheren Kohleausstieg, den Erhalt des Hambacher Waldes und der umliegenden Dörfer, die der Kohlegewinnung weichen sollen.

Stand: 25.08.2019, 13:00

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