Fridays for Future rüstet sich für weltweiten Streik

Jugendliche demonstrieren mit Plakaten.

Fridays for Future rüstet sich für weltweiten Streik

  • Globaler Klimastreik am 20. September
  • Hunderte Aktionen unter der Führung von "Fridays for Future"
  • Schulministerium besteht auf Teilnahme am Unterricht

Am kommenden Freitag (20.09.2019) wird wieder für den Klimaschutz gestreikt - diesmal weltweit. Der globale Streik wird von den jungen Aktivisten von Fridays for Future (FFF) organisiert, auch in Deutschland. Wenn sie aber selbst in den nordrhein-westfälischen Städten auf die Straße gehen, verletzen sie das Gesetz. Denn das zuständige Ministerium bleibt dabei: Schüler und Schülerinnen sind verpflichtet, am Unterricht teilzunehmen. Eine Ausnahmeregelung wird es deswegen nicht geben.

Die Begründung des Ministeriums ist bekannt: Zivilgesellschaftliches Engagement sei zwar zu begrüßen. Schülerinnen und Schüler seien aber gesetzlich verpflichtet, regelmäßig am Unterricht teilzunehmen. Wer das nicht tut, muss mit erzieherischen Maßnahmen und Einträgen auf dem Zeugnis rechnen.

New Yorker Behörden geben ihren Segen

In New York, wo FFF-Begründerin Greta Thunberg seit Wochen für den Klimaschutz wirbt und einer der wichtigsten UN-Gipfel vorbereitet wird, ist das anders. Da dürfen die jungen Leute mit der Billigung der Schulbehörde und dem Segen des Bürgermeisters schwänzen.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Ein Klima-Streik, der eigentlich keiner ist

In Deutschland ist die Lage unübersichtlich, auch für Erwachsene, die bei dieser besonderen Freitags-Demo mit auf die Straße gehen wollen. Es gibt viele große und auch kleine Unternehmen, die ihren Mitarbeitern freigeben, um für die Einhaltung des Pariser Abkommens und gegen die Klimazerstörung zu protestieren. Alle anderen müssen einen Urlaubstag opfern oder sich "außerhalb der Arbeitszeit" beteiligen, wie die Gewerkschaft Verdi betont.

#AlleFürsKlima

Ein Ehepaar mit grünen Hüten steht vor einer Masse von Demonstranten

Auch Parents for Future machen mit

Die Gewerkschaft ist nicht die einzige Organisation, die unter dem Hashtag #AlleFürsKlima für den globalen Klimastreik wirbt. In Köln zum Beispiel ziehen ab 11 Uhr mehr als 20 Gruppen los, darunter auch die Braunkohle-Gegner "Ende Gelände" und "Scientists for Future".

Mit dabei auch die Evangelische Kirche von Westfalen, die die Kirchengemeinden auffordert, am 20. September dabei zu sein - und "um Weisheit und Mut für die Entscheiderinnen und Entscheiderinnen in Politik und Wirtschaft" zu beten. Denn an diesem Freitag wird in Berlin das "Klimakabinett" zusammenkommen, um über Klimaschutzmaßnahmen zu beraten.

Ziviler Ungehorsam fürs Klima

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 06.09.2019 10:57 Min. Verfügbar bis 05.09.2020 WDR 5

Download

Stand: 13.09.2019, 18:48

Aktuelle TV-Sendungen