In NRW sind kleine Wohnungen Mangelware

Wohnsiedlung, Mehrfamilienhäuser, Köln

In NRW sind kleine Wohnungen Mangelware

  • Zu wenig kleine Wohnungen
  • Alleinlebende häufigster Haushaltstyp
  • NRW braucht jährlich 80.000 neue Wohnungen

In Nordrhein-Westfalen fehlen vor allem kleine Wohnungen. Zu diesem Ergebnis kommt der am Donnerstag (11.04.2019) veröffentlichte Wohnungsmarktbericht 2018 der NRW.Bank.

Wohnen: Konzerne enteignen?

WDR 5 Morgenecho - Interview 08.04.2019 04:47 Min. Verfügbar bis 07.04.2020 WDR 5

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Preise steigen überdurchschnittlich

Die Mieten von Ein-Zimmer-Wohnungen und Apartments seien zuletzt überdurchschnittlich gestiegen. Im vergangenen Jahr hätten sie im Landesmittel bei 9,14 Euro je Quadratmeter gelegen und damit um fast 1,90 Euro über dem Durchschnitt aller Wohnungen. Alleinlebende sind mit 41 Prozent der häufigste Haushaltstyp in NRW.

Fehlendes Bauland ein Problem

Trotz steigender Zahlen reicht der Neubau an Wohnungen in NRW nicht aus, um den Bedarf zu decken. Dem Bericht zufolge wurden 2017 48.300 Wohnungen fertiggestellt worden. Zahlen für 2018 lagen noch nicht vor. Die im vergangenen Jahr erteilten rund 55.500 Baugenehmigungen ließen aber einen weiteren Anstieg erwarten.

"Die Entwicklung geht in die richtige Richtung", sagte Dietrich Suhlrie, Vorstandsmitglied der NRW.Bank. Die Baulandknappheit sowie die hohe Auslastung von Bauwirtschaft und kommunalen Bauverwaltungen schränkten aber die Bautätigkeit nach wie vor ein. Um den aktuellen Bedarf zu decken, müssten in Nordrhein-Westfalen jährlich 80.000 neue Wohnungen gebaut werden.

Stand: 11.04.2019, 08:24

Kommentare zum Thema

4 Kommentare

  • 4 Download des Berichts 11.04.2019, 17:32 Uhr

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  • 3 JM 11.04.2019, 13:07 Uhr

    Das Phänomen kann man vor allem in Universitätsstädten nebst Einzugsgebiet beobachten. Heute wird es wohl vor allem bei jungen Menschen geschätzt, alleine und privat zu bleiben und nicht in WG oder Wohnheim - selbst Paare halten nach meiner Erfahrung länger jeweils eigene Wohnungen als Rückzugsraum und Sicherheit. Aber insgesamt sind auch größere Wohnungen (>4-Zimmer bzw. >80 qm) extreme Mangelware. Als Familie mit drei Kindern ist praktisch kein Wohnraum zu organisieren und da hilft auch ein gutes Einkommen nicht. Zusätzlich bestehen dann "strukturelle" Probleme, z. B., dass Vermieter keine Kinder in ihren Häusern/Wohnungen haben wollen (Lärm, "Schmutz", Schäden, ...) - es wird eben in diesem Segment mehr das Doppel-Einkommen-Paar ohne Kinder geschätzt, das eher wenig zu Hause ist (wg. Arbeit/Freizeit/Urlaub). Man müsste aber den Wohnungsmangel insgesamt quantifizieren, ohne sich allein auf die überdurchschnittliche Preissteigerung bei 1-Zimmer-Wohnungen zu stützen.

  • 2 Frank 11.04.2019, 13:07 Uhr

    In Wuppertal wird überall auf den Höhen neu gebaut. Dafür werden sogar Naturschutzgebiete zu Baugebieten gemacht, während im Tal ganze Häuser leerstehen und verfallen. Die sollte man erst mal renovieren und vermieten. Außerdem steht so viel Gewerbe- und Verkaufsfläche leer. Auch die könnte man prima in Wohnraum umwandeln. Wenn die Besitzer das nicht wollen, weil sie mehr an der Abschreibung von Leerständen verdienen, muss man sie halt verpflichten, zu vermieten. Statt Zwangenteignung also lieber Zwangsvermietung einführen.

  • 1 Rüblinghauser 11.04.2019, 12:03 Uhr

    Man liest immer nur etwas vom Neubau .. nie von Sanierung. Was ist mit bestehenden Bauten? Eine unterschätzte Möglichkeit, Wohnraum umzugestalten?

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