NRW startet Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut

Ein kleines Mädchen sitzt allein mit seiner Babypuppe im Innenhof eines Wohngebietes

NRW startet Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut

  • Jährlich stehen bis acht Millionen Euro bereit
  • Fast 600.000 minderjährige Sozialleistungsbezieher
  • Förderung von Schul- und Sportprojekten

Die nordrhein-westfälische Landesregierung startet ein neues Programm zur Bekämpfung von Kinderarmut. Jährlich stehen bis zum Jahr 2020 acht Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung, wie Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag (11.06.2018) ankündigte.

Förderung aus dem Aktionsprogramm "Zusammen im Quartier - Kinder stärken - Zukunft sichern" können Kommunen, Träger der Freien Wohlfahrtspflege, Sozialverbände, Kirchengemeinden, Selbsthilfegruppen, Sport und Kulturvereine oder Integrationszentren beantragen.

Fast 600.000 minderjährige Sozialleistungsbezieher in NRW

Allein in NRW wachsen rund 600.000 Minderjährige in Familien auf, die Sozialleistungen bekommen. In den vergangenen fünf Jahren sei dieser Anteil mehr als doppelt so stark gestiegen wie bei der Bevölkerung insgesamt, sagte der Minister.

Das Geld soll gezielt in Stadtviertel fließen, wo viele ärmere Minderjährige leben. Auch Projekte, die etwa durch Sport oder ausgewogene Ernährung zu einem gesunden Heranwachsen beitragen, können gefördert werden.

Kinderarmut in NRW

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 18.12.2017 | 20:31 Min.

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Stand: 11.06.2018, 14:46

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