Mutter und Kind in Frankfurt vor ICE gestoßen - Achtjähriger stirbt

Mutter und Kind in Frankfurt vor ICE gestoßen - Achtjähriger stirbt

  • Tödlicher Angriff am Frankfurter Hauptbahnhof
  • Kind vor fahrenden Zug gestoßen
  • Tatverdächtiger festgenommen

Gut eine Woche, nachdem ein 28-Jähriger eine Frau im niederrheinischen Voerde vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet haben soll, ist es zu einem ähnlichen Angriff am Frankfurter Hauptbahnhof gekommen. Ein achtjähriger Junge wurde dort am Montagvormittag (29.07.2019) von einem Mann vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Das Kind starb noch am Tatort.

Auch die Mutter des Jungen wurde ins Gleisbett gestoßen

Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest. Der Mann aus Eritrea soll auch die Mutter des Jungen ins Gleisbett gestoßen und es bei einer weiteren Person versucht haben. Die 40-jährige Mutter habe sich auf einen Fußweg zwischen zwei Gleisen gerettet. Die dritte Person konnte sich in Sicherheit bringen, ohne in die Gleise zu stürzen.

Hintergründe noch unklar

Die Polizei ermittelt wegen eines Tötungsdelikts und wertet jetzt Videoaufnahmen aus. Die Hintergründe des Vorfalls sind noch vollkommen unklar. Bundesinnenminister Seehofer (CSU) hat davor gewarnt, vorschnelle Schlussfolgerungen zu ziehen.

Tatverdächtiger in Voerde möglicherweise unter Drogeneinfluss

Im Fall Voerde schweigt der 28-jährige Tatverdächtige weiter über das Tatmotiv. Der Mann sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Zeugen hatten geschildert, dass sich der Mann der ihm unbekannten 34-Jährigen von hinten genähert und sie wortlos ins Gleisbett gestoßen habe. Inzwischen gibt es Hinweise, dass der 28-Jährige zum Tatzeitpunkt Kokain konsumiert haben könnte.

Stand: 29.07.2019, 20:31

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