Corona: Die Maskenpflicht hat sich geändert - aber nicht überall

Corona: Die Maskenpflicht hat sich geändert - aber nicht überall

Ab Montag fallen die Masken in NRW. Wegen der niedrigen Infektionszahlen hat die Landesregierung die Maskenpflicht gelockert, zum Beispiel auf Schulhöfen. Eine Übersicht.

Über ein Jahr lang haben Millionen Junge und Alte sie klaglos getragen - die Coronaschutzmaske. Bei den hochsommerlichen Temperaturen kann es unter der Gesichtsbedeckung allerdings ganz schön heiß werden. Die Diskussion darüber, wo Masken noch nötig sind, nimmt Fahrt auf.

Schulpause ohne Maske

Da ist es eine gute Nachricht für Kinder und Jugendliche, dass seit heute zumindest auf dem Schulhof keine Maskenpflicht mehr gilt. Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte dem WDR erklärt: "Die bisherigen strengen Masken-Regelungen im Schulbereich werden ab dem kommenden Montag gelockert. Draußen auf dem Schulhof wird die Maskenpflicht aufgehoben."

Im Schulgebäude gilt dagegen weiter die Maskenpflicht. Wie bislang schon müssen Schüler auch am Platz im Klassenraum eine Maske tragen. Wie es nach den Sommerferien weitergeht, ist noch unklar.

Geschlossene Räume: Maskenpflicht bleibt

Die Aufhebung der Maskenpflicht hat aber Grenzen. In geschlossenen Räumen zum Beispiel müssen Masken weiterhin getragen werden, auch wenn die Inzidenz in der Stadt oder im Kreis sehr niedrig sind, zum Beispiel

  • in Bussen und Bahnen
  • beim Friseur und anderen körpernahen Dienstleistungen. Das hängt allerdings auch von den Vorgaben der jeweiligen Ordnungsämtern ab
  • beim Arzt
  • in Banken, Theatern und Gottesdiensten in der Kirche

Ausnahme: Bei größeren Veranstaltungen darf man die Maske abnehmen, sobald man seinen Platz eingenommen hat. Voraussetzung: Es gibt Möglichkeiten zur Lüftung oder Luftfilterung und weitere Schutzmaßnahmen, zum Beispiel mit Testnachweisen.

Im Freien: Kein Mindestabstand? Maskenpflicht bleibt

Ab Montag wurde auch im Freien die Maskenpflicht weitgehend aufgehoben. Dann müsse unter freiem Himmel "in der Regel keine Maske getragen werden, es sei denn, man kann die Abstände nicht einhalten", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Die weiterhin stark sinkenden Inzidenzen erlaubten es, diesen Schritt zu gehen.

Maskenpflicht in NRW: "Draußen in der Regel nicht"

WDR 5 Morgenecho - Interview 17.06.2021 07:39 Min. Verfügbar bis 17.06.2022 WDR 5


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Aber: "Da wo viele Menschen zusammenkommen, ist die Maskenpflicht aber weiterhin das Gebot der Stunde", so Laumann. Dabei reicht aber eine medizinische Maske , eine FFP2-Maske müsse nicht mehr getragen werden, heißt es aus dem Ministerium.

Getragen werden muss die Maske auch im Freien

  • in Warteschlangen sowie an Ständen, Kassen und Schaltern
  • bei Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern außerhalb des Sitz- oder Stehplatzes
  • beim Gottesdienst unter freiem Himmel
  • beim Fahrunterricht und ähnlichen Angeboten
  • dort, wo Kommunen im Einzelfall zur Bekämpfung von Missständen eine Maskenpflicht anordnen
  • An weiteren Orten, für die die lokalen Behörden eigene Anordnungen getroffen haben, weil hier Mindestabstände nicht sichergestellt werden können

Ein Beispiel für den letzten Punkt ist die Stadt Köln, wo auf zahlreichen, genau benannten Straßen und Plätzen der Innenstadt Maskenpflicht gilt. Auch die Anweisung zum Maske-Tragen im Umkreis von 150 Metern rund um Schulen ist eine spezielle Kölner Regel. Kommunen können, wenn das notwendig erscheint, über die Coronaschutzverordnung des Landes hinaus eigene Verschärfungen beschließen. Diese sind in der Regel auf der Homepage der Kommune zu finden.

Stand: 21.06.2021, 14:47

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