So erkennt man Wilke-Wurst

Kühlregal mit Wurst Angebot im Supermarkt

So erkennt man Wilke-Wurst

  • Keim-Verdacht bei Wilke-Wurst bereits seit August bekannt
  • Noch immer Wilke-Produkte im Umlauf
  • Wie Verbraucher die Produkte erkennen können

Nach Angaben der Organisation Foodwatch waren die hessischen Behörden über den Keim-Verdacht bei Wilke-Wurst bereits am 12. August informiert.

Bis zur Stilllegung der Produktion und zum Rückruf der Produkte vergingen demnach mehr als sieben Wochen. Zuvor hatte es zwei Todesfälle in Hessen gegeben.

Ist noch Wilke-Wurst im Umlauf?

Zum Stand der Rückrufaktion und den betroffenen Firmen haben Behörden bisher keine Angaben gemacht. Dennoch dürfte ein Großteil der Wilke-Waren in Deutschland aus dem Verkehr gezogen sein: Nachdem der Fall am Mittwoch (02.10.2019) bekannt wurde, nahmen viele Unternehmen die Produkte aus den Regalen.

Großhändler haben reagiert und ihre Kunden informiert. Auch die Namen der Fremdmarken mit Wilke-Fleisch sind seit Montag (07.10.2019) bekannt. Die Verbraucherorganisation Foodwatch hält es aber für wahrscheinlich, dass noch Wilke-Produkte in Umlauf sind.

Woran erkennen Verbraucher betroffene Produkte?

Laut Unternehmen befindet sich auf den Verpackungen das ovale Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG". Betroffene Produkte können im Einzelhandel zurückgegeben werden.

An der Wursttheke oder in Kantinenessen sind Wilke-Produkte nicht zu erkennen, hier müssen sich Verbraucher auf den Betreiber verlassen. Das Land Hessen empfiehlt Kunden, bei Zweifeln gezielt nachzufragen.

Was passiert, wenn man Wilke-Wurst isst?

In Wilke-Wurst wurden Listerien (Listeria monocytogenes) nachgewiesen. Das sind in der Natur vorkommende Bakterien. Nur wenige Menschen erkranken an der sogenannten Listeriose. Bei gesunden Erwachsenen verläuft die Infektionskrankheit meist unauffällig oder nimmt einen harmlosen Verlauf mit grippeähnlichen Symptomen.

Gefährlich ist die Infektion für abwehrgeschwächte Menschen und Schwangere. Die Zahl der Erkrankungen schwankt pro Jahr zwischen 300 und 600 Fällen in Deutschland. Im Durchschnitt enden sieben Prozent tödlich. Die Listeriose gehört zu den meldepflichtigen Erkrankungen mit der höchsten Sterberate. Allerdings enthält nicht jedes Wilke-Produkt zwangsläufig Keime.

Stand: 08.10.2019, 09:10

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