Statistik: NRW will nicht auf das eigene Auto verzichten

Pendler – Was tun gegen Staus, Stress und verpasste Anschlüsse? Planet Wissen 15.01.2021 59:02 Min. UT Verfügbar bis 23.09.2025 SWR

Statistik: NRW will nicht auf das eigene Auto verzichten

Nur wenige Menschen in NRW haben in den vergangenen Jahren ihr eigenes Auto aufgegeben. Dreiviertel aller Haushalte besitzen einen Wagen. Auf dem Land ist die Zahl der Pkw sogar gestiegen.

Seit langem bemühen sich Teile von Politik und Wirtschaft darum, die Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn zu bewegen oder Angebote wie Carsharing zu nutzen. Das eigene Auto soll überflüssig werden, um die Innenstädte zu entlasten und das Klima zu schonen. Wie die Zahlen belegen, kommt man damit aber kaum voran.

Trotz Investitionen in den Ausbau des Nahverkehrs haben in den vergangenen Jahren nur wenige Menschen ihr eigenes Auto aufgegeben. Wie das Landestatistikamt am Freitag in Düsseldorf mitteilte, haben 76,6 Prozent der Haushalte in Nordrhein-Westfalen mindestens ein Auto.

Kaum Veränderung in einem Jahrzehnt

Das geht aus einer repräsentativen Erhebung aus dem Jahr 2018 hervor, an der 12.700 Haushalte in NRW teilnahmen. Solch eine Umfrage gab es bereits 2008. Da lag der Auto-Anteil nur 0,6 Prozentpunkte höher.

Auf dem Land ist das Auto deutlich wichtiger als in Metropolen. Dort ist Zahl der Pkw - trotz Klimawandel - in den vergangenen zehn Jahren sogar gestiegen.

  • In Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern oder in Dörfern hatten 86,4 Prozent der Haushalte mindestens ein Auto, das waren 1,3 Prozentpunkte mehr als zehn Jahre zuvor.
  • In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern sank der Anteil hingegen um 2,3 Punkte auf 67,5 Prozent. Hier beschlossen einige Menschen den Verzicht aufs Auto.

Stand: 06.11.2020, 16:11

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