Karneval-Auftakt am 11.11.: Diese Corona-Regeln gelten zur Sessionseröffnung

Žena sa maskom i crvenim klovnovskim nosem ispred katedrale u Kelnu

Karneval-Auftakt am 11.11.: Diese Corona-Regeln gelten zur Sessionseröffnung

Die Vorfreude ist bei vielen Karnevalisten in NRW nach dem Corona-bedingten Ausfall im Vorjahr groß. Mit strengeren Regeln und Kontrollen wollen sie ihre Feiern zum Sessionsauftakt am 11.11. möglichst sicher machen.

In einigen Karnevalshochburgen gelten am 11.11. verschärfte Corona-Regeln. Grundsätzlich gilt mit der neuen Corona-Schutzverordnung seit Mittwoch (10.11.2021) die landesweite Regel: Wer an "Karnevalsveranstaltungen und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen mit Mitsingen, Schunkeln oder Tanzen in Innenräumen" teilnehmen will und nicht geimpft oder genesen ist, muss einen höchstens 24 Stunden alten PCR-Test oder maximal sechs Stunden alten, offiziell bestätigten Schnelltest nachweisen können.

NRW-Innenministert Herbert Reul (CDU) richtete einen Tag vor dem Start in die Karnevalszeit einen Appell an die Feiernden, sich an die Regeln zu halten. "Auch ich freue mich, dass wir dieses Jahr wieder ein bisschen feiern dürfen, aber wir müssen noch immer halblang machen", sagte Reul. "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, im Gegenteil - die Infektionszahlen sind so hoch wie nie. Daher gilt der dringende Appell: Halten Sie sich an die Regeln, lassen Sie sich testen, bleiben Sie auf Abstand!"

Die Polizei werde kontrollieren, ob die 2G-Regeln bei offiziellen Feierlichkeiten, in Kneipen und Sälen eingehalten werden. "Abstand und Anstand gehören dieses Jahr mehr denn je zur Kostümierung", so Reul.

Das gilt in den Hochburgen am Rhein

In Köln hat der städtische Krisenstab die Corona-Regeln am Montag nochmal verschärft: Jetzt gilt die 2G-Regel. In die Altstadt und die Feierviertel soll am Donnerstag nur kommen, wer geimpft oder genesen ist. Zuvor hätte auch ein maximal sechs Stunden alter Schnelltest ausgereicht.

Absperrgitter für den Sessionsauftakt 2021 am Kölner Heumarkt

Absperrgitter für den Sessionsauftakt 2021 am Kölner Heumarkt

Für den traditionellen Sessionsauftakt auf dem Heumarkt gab es nur personalisierte Tickets. Dort wird der Zugang an Gitterschleusen kontrolliert, ebenso der 2G-Nachweis. Auch viele Kneipenwirte wollen unter 2G-Bedingungen öffnen, einige lassen ihre Läden angesichts der steigenden Zahlen aber sogar ganz zu.

In Düsseldorf hatte sich das Komitee schon frühzeitig entschieden, zum Hoppeditzerwachen vor dem Rathaus nur Geimpfte und Genesene zuzulassen. An mehreren Zugängen zum Marktplatz werden die Nachweise kontrolliert, alle Zugelassenen bekommen Einlassbändchen. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre müssen einen tagesaktuellen bzw. Schultest vorlegen können. Viele Altstadtkneipen wollen ebenfalls nach der 2G-Regel ihre Feiern organisieren, einige Läden haben ihre Gästezahl begrenzt.

In Bonn erwartet der Festausschuss mehrere hundert Jecken auf dem Marktplatz. Dort gilt die 3G+-Regel mit tagesaktuellem PCR-Test, die stichprobenartig von einem Sicherheitsdienst und dem Ordnungsamt der Stadt kontrolliert werden. Absperrungen gibt es mit Rücksicht auf die Ladengeschäfte nicht. Viele Kneipen planen nach Aussage des Festausschusses mit der 2G-Regel.

Das gilt am Niederrhein

Auf dem Burgplatz in Duisburg gilt zum Hoppeditzerwachen die 2G-Regel. Die Karnevalisten wollen die Flächen ausschildern und planen stichprobenartige Kontrollen, vor allem an den Verzehrständen. Alle teilnehmenden Vereine haben im Vorfeld bereits Meldelisten ihrer Teilnehmer mit Impfstatus vorgelegt.

In Neuss plant der Karnevalsausschuss mit der 3G+-Regel zum Hoppeditzerwachen am 11.11. auf dem Markt. Neben Geimpften und Genesenen können Mitfeiernde einen aktuellen PCR-Test oder einen maximal sechs Stunden alten Schnelltest vorlegen. Für die Prinzenproklamation einen Tag später im Zeughaus gilt dann 2G mit entsprechenden Einlasskontrollen.

Für die Sessionseröffnung in Wesel im Saal Schepers hat der Carnevalsausschuss die Gästezahl auf maximal 100 begrenzt, um genügend Abstand sicherzustellen. Für das Saalevent gilt die 2G-Regel mit Einlasskontrollen, die Garden und Musikkapellen auf der Bühne werden in kleinerer Formation auftreten.

Das gilt im Bergischen

In Velbert sind zum Hoppeditzerwachen unter freiem Himmel keine Zugangskontrollen geplant, da nur rund 50 Karnevalisten erwarten werden. Zur Feier in der Wagenbauhalle verweisen die Organisatoren dann aber auf die Maskenpflicht und die 3G-Regel. Dies ist jedoch zunächst als Appell an die Narren gedacht, stärkere Auflagen habe es bisher von der Stadt nicht gegeben, heißt es.

Die Jecken in Solingen versammeln sich am 11.11. in der Festhalle. Erwartet werden mehrere hundert Menschen, die Gästezahl wurde für ausreichend Abstand reduziert. Für die Veranstaltung gilt die 3G+-Regel mit maximal sechs altem Schnelltest. Am Eingang sollen die Nachweise kontrolliert und Einlassbändchen verteilt werden.

Das gilt im Ruhrgebiet

Der Karnevals-Festausschuss in Essen veranstaltet seinen Sessionsauftakt wie gewohnt im Stadion am Uhlenkrug. Bis zu 1300 Zuschauer können dort mit einem 3G-Nachweis dabei sein, der an den Eingängen kontrolliert werden soll.

In Mülheim werden zur Prinzenproklamation am 11.11. rund 300 Gäste erwartet, dort gilt die 3G+-Regel, auch ein maximal sechs Stunden alter Antigen-Schnelltest kann vorgelegt werden. Mit zahlreichen Hygienespendern und nach eigenen Angaben "akribischen" Einlasskontrollen wollen die Karnevalisten für möglichst viel Sicherheit sorgen. Notfalls werde man Leute auch abweisen, heißt es weiter.

Das gilt in Westfalen

Zur Sessionseröffnung im sauerländischen Attendorn erwarten die Karnevalsgesellschaft je nach Wetter bis zu 1000 Menschen auf dem Rathausplatz. Die 3G-Regel soll dort stichprobenartig kontrolliert werden, vor allem an den Bier- und Essensständen.

In Rietberg in Ostwestfalen wird traditionell zum 11.11. der "Stein der Weisen" geputzt. Dorthin ist ein kleiner Umzug mit kleinen Musikkapellen und dem Prinzenpaar geplant. Da eine überschaubare Menge an Zuschauern erwartet wird, planen die Karnevalisten draußen keine Corona-Kontrollen. Für die anschließenden Feiern in den Kneipen gilt jedoch die 3G+-Regel.

Im münsterländischen Rheine zieht am Abend des 11.11. ein kleiner Umzug durch die Innenstadt, in diesem Jahr mit weniger Garden und Musikkapellen als sonst. Die so genannte Stadtwachtel soll dann ihre satirische Rede halten, beim Feiern in den Kneipen soll danach 3G gelten, das von der Stadtwache kontrolliert wird.

Stand: 10.11.2021, 11:18

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