Der Internationale Karlspreis zu Aachen

Büste von Karl dem Großen - Männergesicht in Silber, lockige Bart- und Kopfhaare in Gold

Der Internationale Karlspreis zu Aachen

  • Ehrung für Verdienste um europäische Einigung
  • Karlspreis 2020 wird am 21. Mai verliehen
  • Auszeichnung gibt es seit 1950

Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Er geht auf eine Initiative Aachener Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kirche, Hochschule und Stadtverwaltung zurück.

Traditionell wird der Internationale Karlspreis an Christi Himmelfahrt übergeben. Sie ist nach Karl dem Großen benannt. Sein Geburtsjahr ist unklar - er wurde entweder 747 oder 748 n. Chr. geboren und starb 814 n. Chr. Karl der Große hatte Aachen zum Zentrum seines fränkischen Imperiums gemacht. Sein Reich erstreckte sich über einen Großteil Westeuropas. Der Frankenherrscher führte einheitliche Gesetze und Währung ein und wird oft als Vordenker des geeinten Europas verstanden.

Preis als Ermutigung für Iohannis

Im kommenden Jahr bekommt der rumänische Präsident Klaus Iohannis den Aachener Karlspreis. Das Karlspreis-Direktorium zeichne Iohannis als einen herausragenden Streiter für die europäischen Werte, für Freiheit und Demokratie, für den Schutz von Minderheiten sowie für kulturelle Vielfalt aus, teilte die Stadt Aachen am Samstag (14.12.2019) mit. Der Festakt zur Preisverleihung findet am 21. Mai 2020 im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.

Iohannis habe ein Land, das eine brutale Diktatur überwinden konnte, Schritt für Schritt zum europäischsten in Südosteuropa gemacht, heißt es in der Begründung des Karlspreisdirektoriums. Die Europäische Union sei heute in vielen wesentlichen Fragen zerstritten und gespalten. Angesichts der großen globalen Herausforderungen brauche es aber Einigkeit, gegenseitige Anerkennung und Versöhnung. Die Preisverleihung sei eine Ermutigung für Iohannis, seinen europäischen Weg entschlossen weiterzugehen.

Merkel und Clinton ehemalige Preisträger

Zu den früheren Karlspreisträgern gehören der französische Präsident Emmanuel Macron, Papst Franziskus, der damalige Präsident des europäischen Parlaments Martin Schulz (SPD), sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der damalige US-Präsident Bill Clinton. In diesem Jahr erhielt UN-Generalsekretär António Guterres die Auszeichnung.

Stand: 14.12.2019, 15:00

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