Anklage gegen Iserlohner Ex-Bürgermeister

Anklage gegen ehemaligen Iserlohner Bürgermeister 00:28 Min. Verfügbar bis 06.12.2020

Anklage gegen Iserlohner Ex-Bürgermeister

  • Untreue in besonders schwerem Fall
  • Auch Ex-Personaldezernet angeklagt
  • Grund: Eine 250.000-Euro-Abfindung

Dem zum 30.09.2019 zurückgetretenen Bürgermeister Peter-Paul Ahrens und dem ehemaligen Personaldezernenten der Stadt Iserlohn wirft die Staasanwaltschaft Hagen "gemeinschaftliche Untreue in einem besonders schweren Fall" vor. Sie hätten ihre "Pflichten als Amtsträger missbraucht" und "gegen ihre Amtspflicht verstoßen, mit den öffentlichen Mitteln der Stadt wirtschaftlich, effizient und sparsam umzugehen."

Bei dem Strafverfahren geht es um die Abfindung für einen früheren Mitarbeiter des Ordnungsamtes, Ugur Ü., der ebenfalls angeklagt ist. Die Stadt hatte ihm für sein Ausscheiden 250.000 Euro gezahlt, "ohne dass die Motivation hierfür durch die Ermittlungen erkennbar geworden" sei, so die Staatsanwaltschaft.

Angemessen wäre "gemessen am Gehalt und der Beschäftigungsdauer des Mitarbeiters" allenfalls eine Abfindung von circa 20.000 Euro gewesen, finden die Ankläger.

Bis zu zehn Jahre Haft möglich

Der Strafrahmen für Ahrens und den Ex-Personaldezernenten liegt "im Regelfall" zwischen sechs Monaten und zehn Jahren Haft, so das Landgericht Hagen. Gegen den wegen Beihilfe angeklagten Ugur Ü. könnte eine Freiheitsstrafe zwischen einem Monat und siebeneinhalb Jahren verhängt werden.

Stand: 06.12.2019, 14:38

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