Eine Bildmontage zeigt Caro Wißing, links von ihr sind Flüchtlinge zu sehen

KOLUMNE

Die deutsche Flüchtlingspolitik ist vollkommen naiv!

Stand: 26.03.2022, 07:36 Uhr

"2015 darf sich nicht wiederholen." So viele Politiker haben diesen Satz gesagt. Warum hat sich Deutschland dann nicht vorbereitet? Caro Wißing meint, die deutsche Flüchtlingspolitik verschließt die Augen vor der Realität.

Von Caro Wißing

Sie stehen an, warten, dass ihre Nummer aufgerufen wird. Zwischendurch kommen Ehrenamtliche und reichen ihnen Wasser, ein geschmiertes Brot. Eine kurze Geste des Dankes. Dann gehen die Blicke wieder ins Leere. Menschen, die geflüchtet sind, wollen sich registrieren lassen und endlich ankommen in Deutschland. Szenen, die ich damals im Sommer 2015 am Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin mitbekommen habe. Und jetzt gibt es sie wieder, die Schlangen vor den Registrierungsstellen in Berlin genauso wie in Köln oder Dortmund. Einziger Unterschied: Es sind deutlich mehr Frauen und Kinder, die anstehen.

Viele Menschen warten in einer Schlange vor dem Dortmunder Sozialamt.

Menschen aus der Ukraine vor dem Dortmunder Sozialamt

Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung war damals riesig - sie ist jetzt riesig. Doch alles freiwillige Engagement kann die Menschen aus der Ukraine nicht auf Dauer auffangen. Der Bund, die Länder, die Kommunen sind gefragt. Und sie sind denkbar schlecht vorbereitet, ist mein Eindruck.

Um das mal vorwegzuschicken: Es ist gerade eine krasse Ausnahmesituation. Und ich bin davon überzeugt, dass unheimlich viele Menschen - von Privatleuten über Behördenmitarbeiterinnen bis hin zu Bundespolitikern - sehr ackern, damit die Menschen aus der Ukraine hier bestmöglich versorgt werden. Aber ich bin genauso davon überzeugt, dass viele Probleme vermeidbar gewesen wären.

Registrierung? Vielleicht in drei Monaten

Wie kann es zum Beispiel sein, dass in der Millionenstadt Köln gerade einmal ein einziges Gerät - eine sogenannte PIK-Station - zur Verfügung steht, das für die Registrierung nötig ist? Fingerabdrücke nehmen, Daten eingeben, Ankunftsnachweis ausstellen - der Prozess dauert rund 30 Minuten pro Person.

Jetzt kann sich jeder ausrechnen, was das bedeutet, wenn täglich hunderte Menschen in Köln ankommen. Neue Geräte kann die Bundesdruckerei erst in Monaten zur Verfügung stellen. Caro Wißing

Weil die Registrierung gerade nicht klappt und weil sich die Menschen aus der Ukraine sowieso erst einmal 90 Tage ohne Visum frei im Land bewegen dürfen, heißt es jetzt: Kommt bitte dann erst wieder, erzählt WDRforYou-Redakteurin Isabel Schayani, die mit vielen Geflüchteten gesprochen hat. Das verschiebe nur das Problem. Dann haben wir Schlangen vor den Ämtern im Juni. "Wenn diese Registrierung nicht läuft, gibt es keine Arbeitsgenehmigung, keinen Aufenthaltstitel, ist es auch schwierig mit Sozialleistungen."

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Es braucht da pragmatischere, unkomplizierte Lösungen. Viele Ukrainerinnen und Ukrainer haben einen biometrischen Pass. Warum reicht es nicht, den zu scannen wie am Flughafen? Erstmal einen pro Familie. Warum keine Online-Registrierung mit Identitätscheck per Videochat, also im Video-Ident-Verfahren? Geht doch auch, wenn ich ein Konto eröffnen will. Da vermisse ich Kreativität.

Ein Bett macht noch kein Zuhause

Noch viel größer ist das Problem, wenn wir auf die Unterbringung der Menschen aus der Ukraine schauen. Jetzt werden wieder Turnhallen zu Bettenlagern, Messehallen zu Massenunterkünften. Und das, obwohl man solche Zustände nicht mehr haben wollte: Kaum Privatsphäre, keine Ruhe für Mütter und Kinder, wenig Sicherheitsgefühl, weil es teilweise keine abschließbaren Wohneinheiten gibt.

Nach 2016, als nicht mehr so viele geflüchtete Menschen nach Deutschland kamen, haben das Land NRW und auch die Kommunen ihre Kapazitäten in den Aufnahmeeinrichtungen runtergefahren, Plätze abgebaut. Verständlich. Unterkünfte, Betten, Versorgungsinfrastruktur - all das kostet viel Geld. Die Sache ist nur: Es wurden zu viele Plätze abgebaut und kaum Puffer für neue Notsituationen wie jetzt gelassen.

Laut einer Erhebung des Flüchtlingsrats NRW, hatte beispielsweise die Stadt Essen mal mehr als 3.500 Unterbringungsplätze. Letztes Frühjahr waren es nur noch 850.

Es herrschte einfach die naive Annahme: Na, so schlimm wie 2015 wird's schon nicht mehr werden. Wirklich naiv. Migrationsforschende wiederholen mantraartig, dass jedes Jahr mehr Menschen weltweit auf der Flucht sind. Die Fluchtursachen nehmen zu. Auch wenn die meisten Flüchtenden im eigenen Land oder in der Region Schutz suchen, bleiben Europa - und selbstverständlich auch Deutschland - Ziel für Menschen, die wegen Konflikten, Vertreibung und Hunger ihre Heimat verlassen. Zumal wenn ein Krieg wie jetzt in unserer Nachbarschaft losbricht.

Flucht ist ein Dauerthema, keine Eintagsfliege

Aber auch schon die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan oder auch neue Unruhen im Irak haben es geschafft, Ende letzten Jahres unsere Aufnahmekapazitäten in NRW an die Grenzen zu bringen. Im November waren die zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes zu 98 Prozent ausgelastet. Auch in den Kommunen wurde es eng. Das heißt: Selbst kleinere Fluchtbewegungen überfordern das System. Der Flüchtlingsrat warnte vor dieser Entwicklung.

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Doch noch am 1. März hat NRW-Flüchtlingsminister Joachim Stamp ernsthaft geglaubt, dass dieses System auch die Ukrainer noch fassen könnte. Die meisten würden ja schließlich privat unterkommen. Stamp musste einsehen, dass das eine Fehleinschätzung war und kündigt jetzt an, zehntausende neue Unterbringungsplätze schaffen zu wollen. Blöd nur, dass wegen der hohen Nachfrage gerade Betten, Matratzen, Dusch-Container das x-fache kosten.

Denkbar schlecht läuft es auch mit der Verteilung zwischen den Ländern und Kommunen. Ich erinnere mich an Busse, die das Bundesinnenministerium vor den Hauptbahnhof in Berlin gestellt hatte, um Ukrainerinnen und Ukrainer in andere Städte zu fahren. Die Busse aber blieben leer. Die Menschen, die gerade in Berlin angekommen waren, hatten verständlicherweise keine Kraft noch weiter zu fahren. Oder wussten nicht, was sie denn in Orten wie Heidelberg sollen, geschweige denn wo sie liegen. Die Geflüchteten steuern Städte an, in denen sie vielleicht Bekannte haben, die sie zumindest vom Namen her kennen - und sei es nur, weil der Fußballverein Borussia Dortmund ihnen was sagt.

Ene Mene Mu, den Flüchtling versorgst du!

Klar ist aber auch, dass dadurch Städte wie Berlin oder Köln deutlich mehr Zulauf erfahren. Die Umverteilung aber gleicht einem Schwarze-Peter-Spiel. Der Bund sagt, das sei Ländersache. Die Länder wiederum sehen die Kommunen in der Pflicht. Und die Kommunen schreien: Lasst uns damit bloß nicht allein! Und dann gibt es ja auch noch die europäische Ebene. Zuerst wurde gefeiert, wie sehr man doch in der EU gerade zusammenstehe und dass die Länder einstimmig den besonderen Schutz der ukrainischen Kriegsflüchtlinge beschlossen haben. Doch jetzt geht das Geschacher schon wieder los. Welches Land erbarmt sich, wie viele Menschen aufzunehmen? Unwürdig ist das.

Es war naiv zu glauben, dass nie wieder so viele Menschen hier Schutz suchen würden. Es war naiv zu hoffen, dass die europäische Solidarität anhalten würde. Und es war naiv zu denken, dass sich Bund, Länder und Kommunen nicht wieder in die Haare kriegen würden. Wir müssen uns endlich ehrlich machen: Die Welt wird kein besserer Ort. Das Thema Flucht wird nicht vorübergehen. Es wird immer größer werden. Und Deutschland braucht einen Plan dafür.

Sehen Sie auch Versäumnisse der Politik bei der Versorgung von Menschen, die aus der Ukraine geflohen sind? Oder meinen Sie, dass keiner diese dramatische Entwicklung hätte voraussehen können? Lassen Sie uns diskutieren. In den Kommentaren oder auf Social Media.

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Kommentare zum Thema

50 Kommentare

  • 50 Manuela 29.03.2022, 21:37 Uhr

    Wenn alle Ehrenamtlichen nur einmal 24 Stunden ihren Dienst verweigern würden, würde das ganze System zusammenbrechen. Bei uns in der Region Hannover sind bisher ca. 6100 ukrainische Flüchtlinge registriert, davon lediglich 500 vom Land vermittelt. Alle anderen wurden privat vermittelt. Die Hilfsbereitschsft ist wieder einmal riesengroß, und darauf ruhen sich Bund, Länder und Kommunen aus. Man fragt sich manchmal, wo die Verantwortlichen in den letzten 4 Wochen waren. Ehrenamtliche organisieren sich schnell, handeln schnell und kreativ, und die Politiker? Sagen wieder einmal schnelle unbürokratische Hilfe zu, aber das hat noch nie funktioniert. Deutschland kann Bürokratie und TÜV, aber "schnell und unbürokratisch" auf keinen Fall.

  • 49 Peter 28.03.2022, 11:14 Uhr

    Vieles richtig dargestellt. Auch, dass viele Flüchtlinge in der Region bleiben. Macht Sinn, denn dort ist die Integration wegen kultureller Gemeinsamkeiten am leichtesten. Bei nahen Kriegsgebieten wie der Ukraine müssen wir natürlich auch hier mit einigen Flüchtlingen rechnen. Hier sehe eine plausible Fluchtursache, weswegen entsprechende Asylanträge zügig bearbeitet werden sollten und die Flüchtlinge zeitnah eine klare Aussage zu Bleibeperspektive, Sozialleistungen und Arbeitserlaubnis bekommen sollten, die gesellschaftlich diskutiert werden sollte. Sehr schade, wenn sich in der Bearbeitungskapazität nichts getan hat. Zum Gejammer der Kommunen: Erst schreit jedes Dorf, dass es solidarisch mit der Welt sein möchte und dann wird gejammert, man hätte gar nicht die Mittel dazu. Profilierung auf Kosten anderer, würde ich sagen. Übrigens: Warum heißt es im Text: "keine Ruhe für Mütter und Kinder"? Hier gibt es mal einen geschlechterneutralen etablierten Begriff, der nennt sich "Eltern"!

    Antworten (1)
    • Ylander 02.04.2022, 07:08 Uhr

      Welche Bleibeperspektive denn? Die Voraussetzungen für Asyl sind doch gar nicht gegeben, oder werden die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aus persönlichen Gründen politisch verfolgt? Also: Erst kundig machen, dann schreiben.

  • 48 Jack 28.03.2022, 00:06 Uhr

    Der Artikel erwähnt nicht, dass in NRW die Erstregistrierung von Flüchtlingen seit 2017 in Bochum stattfindet. Dort habe auch ich die Prüfung, Registrierung und Verteilung bearbeitet. Das hiess eben, die Verwaltung und Geräte zu verlagern. Hier wurden die nötigen Strukturen aufgebaut, mit genug Reserven für solche Fälle, um Probleme wie 2014 zu vermeiden. Den Meldungen nach wurden dort in den letzten 14 Tagen ca. 18.000 Menschen registriert. Natürlich wurden dafür die Kapazitäten woanders abgebaut. Flüchtlinge, die in Köln ankamen und Asyl beantragen wollten, wurden 2018 nach Bochum geschickt. Es ist also durchaus erklärbar, warum Köln in kaum PIK-Stationen stehen, wofür auch? Zudem eben nur in der LEA Bochum auch eine Verteilung stattfindet. Im Sinne der Rechtssicherheit der Flüchtlinge wäre es absolut sinnvoll, einen gesicherten Status zu erlangen. Als Nicht-EU-Bürger ist das einer der wenigen Wege, soziale und rechtliche Sicherheit sowie eine Unterkunft zu bekommen.

  • 47 Lisa 27.03.2022, 23:25 Uhr

    Das Deutschland will immer die Welt retten. Solange jeder der gekommen ist, ohne irgendwas zu leisten, gute Versorgung und Verpflegung bekommt, wird es nie ein Ende geben. In Afrika, China und Asien warten Millionen auf die Möglichkeit ins Paradies zu kommen. Kein Zaun, kein Meer und Hindernis wird die aufhalten. Es ist schon längst zu spät aber die Politik hat das leider immer noch nicht kapiert.

  • 46 m.e. 27.03.2022, 23:06 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

  • 45 Michael 27.03.2022, 21:32 Uhr

    @Heisenberg: gut analysiert und Sie Haben absolut recht!

  • 44 Carmen Velich 27.03.2022, 20:21 Uhr

    TOLLER Beitrag, genauso sehe ich es auch. Der knall wird wieder kommen.

  • 43 Loreley11 27.03.2022, 17:09 Uhr

    Ich möchte wieder sagen: Guten Morgen, Deutschland! Du bist wieder nicht zu jegliche Krise bereit. Damals war es Corona, jetzt- die Flüchtlinge. Individualismus, Föderalismus, niedrige Digitalisierung=immer wieder Krise. Es gibt die feste Zahlen, wie viel die kommunale Versorgung einer Flüchtling für das Budget kostet. Wäre es schwer zu sagen: "Deutschland nimmt diese Zahl der Flüchtlingen und keine mehr!". Weil die Bedingungen sollen auch menschlich aussehen, und nichts als eine humanitäre Katastrophe. Jetzt sind diese arme Menschen wochenlang in der Sporthallen gestrandet und können auch nicht Weg (weil sie sind jetzt durch die Sozialleistungen am Ort/Land gebunden). Viel gnädiger wäre es sie von Anfang weiter in Dänemark, Skandinavien oder Portugal zu steuern.

    Antworten (1)
    • Ylander 27.03.2022, 19:51 Uhr

      Wieso Sozialleistungen? Haben die Menschen kein eigenes Geld? Die Ukraine ist kein armes Land, ist reich an Bodenschätzen, ssit die Kornkammer Europas. Und warum machen Sie unser Land so schlecht?

  • 42 Heisenberg 27.03.2022, 16:17 Uhr

    Aus der Ukraine sehen wir gerade tatsächlich Kriegsflüchtlinge, denen sollten wir natürlich helfen, aber es handelt sich um eine außerordentliche Situation, mit der man nicht zu rechnen hatte. Ich finde diesen Artikel indes ausgesprochen unehrlich. "2015 darf sich nicht wiederholen" – dieser Satz meint, dass Masseneinwanderung zukünftig restriktiv gehandhabt werden soll, das wissen alle ganz genau, auch in der Redaktion. Gleichwohl versucht es die Autorin, ihn in das kontroverse öffentlich-rechtliche Narrativ der letzten sieben hineinzupressen, dass nämlich die Aufnahme von Geflüchteten im allgemeinen alternativlos ist. Kann das überhaupt noch als seriös gelten?

  • 41 Ich 27.03.2022, 15:37 Uhr

    ..ich bin immer beeindruckt, wenn schlaue Menschen alles schon immer vorher gewusst haben.... Oder so ähnlich... Ich befürchte dass die gleichen sehr laut eine Steuerverschwendung kritisieren würden, wenn die Kommunen Tausende Wohnungen für Geflüchtete für Notfälle bereit halten würden. Es gibt sie noch nicht mal für Normalos. Sicher hätte auch jetzt Manches besser laufen können ( z.B. die Registrierung in den Ausländerämtern, und die Absprachen zwischen Kommunen, Ländern und Bund). Aber auch das wird sich zurecht ruckeln. Entscheidend für mich ist, dass unsere Ellbogengesellschaft in Krisen solidarisch sein kann. Und mit einer gehörigen Portion Engagement von Haupt- und Ehrenamt ( und das sehe ich) schaffen wir das.

    Antworten (1)
    • Anno Nühm 27.03.2022, 19:19 Uhr

      Wollen wir das überhaupt schaffen, Frau Merkel? Und wo ist die Solidarität mit den eigenen Landsleuten?

  • 40 Klaus Adrian 27.03.2022, 15:32 Uhr

    ..ich bin immer beeindruckt, wenn schlaue Menschen alles schon immer vorher gewusst haben.... Oder so ähnlich... Ich befürchte dass die gleichen sehr laut eine Steuerverschwendung kritisieren würden, wenn die Kommunen Tausende Wohnungen für Geflüchtete für Notfälle bereit halten würden. Es gibt sie noch nicht mal für Normalos. Sicher hätte auch jetzt Manches besser laufen können ( z.B. die Registrierung in den Ausländerämtern, und die Absprachen zwischen Kommunen, Ländern und Bund). Aber auch das wird sich zurecht ruckeln. Entscheidend für mich ist, dass unsere Ellbogengesellschaft in Krisen solidarisch sein kann. Und mit einer gehörigen Portion Engagement von Haupt- und Ehrenamt ( und das sehe ich) schaffen wir das. Klaus Adrian Sprecher AK Politik der Kölner Willkommensinitiativen

  • 39 Michael 27.03.2022, 12:13 Uhr

    Kriegsflüchtlinge sind sicher froh nach ihrer Flucht vor dem Tod in einer Massenunterkunft mit notwendigster medizinischer Versorgung, der Möglichkeit zur Körperhygiene, einem Platz zum Schlafen und Verköstigung untergebracht zu werden. Nach Ende der Kriegshandlungen will man ja sicher wieder in die Heimat. Ich wäre in dem Fall für eine solche Unterbringung sehr dankbar. Ein Anspruch auf eine Wohnung, einen Arbeitsplatz etc. erübrigt sich.

  • 38 Lars 27.03.2022, 04:44 Uhr

    Wo sollen all die Flüchtlinge in Zukunft wohnen wenn nicht mal jetzt für alle Menschen in Deutschland genug bezahlbaren Wohnraum übrig ist. Dann herrscht eine noch höhere Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum und die Mieten steigen und steigen.

  • 37 Beobachter 27.03.2022, 00:47 Uhr

    Ich finde eher, daß Frau Wißing oder zum Beispiel der WDR naiv ist. Aber das gilt ebenso für viele andere aktuelle Themen.

  • 36 George 26.03.2022, 21:37 Uhr

    Und schon spricht wieder jeder von Integration. Warum? Diese Menschen sind Flüchtlinge denen man helfen muss. Unterkunft, Sicherheit und Verpflegung sind das Gebot der Stunde. Einige wenige werden hier bleiben, der größte Teil wird aber zurückkehren sobald diese unsägliche Krieg zu Ende ist und ihr Land wieder aufbauen. Dann ist Hilfe angesagt. Dann die Sache mit den Kindern. Einge wenige in deutschen Klassen unterbringen. Toll. Stellt euch vor wir müssten fliehen und unserer Kinder sind in ukrainischen Klassen. Was würden wir machen. Deutsche Klassen bilden. Ukrainische Klassen mit ukrainischen Lehrern (Quereinsteiger) in ukrainischer Sprache damit diese Kinder in ihrem System nahtlos weiterlernen können. Das ist nur ein Beispiel was hier alles falsch läuft. Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

    Antworten (1)
    • Peter 28.03.2022, 11:26 Uhr

      Integration, weil manche Kriege leider nicht so schnell zu Ende sind. Syrische Kriegs-Flüchtlinge sind seit 2011 hier. Da macht es Sinn, die Landessprache zu lernen, ein Arbeit auszuüben, und sich zu integrieren. Zum Verständnis hier nochmal erklärt. Integrieren heißt: Keine Tauben und Möwen füttern, gegenseitige Rücksichtnahme z.B. in der Lautstärke, Müllentsorgung in vorgesehenen Behältern, Höflichkeit und Pünktlichkeit, ortsübliche Bekleidung, Achtung der geltenden Gesetze, Dankbarkeit für Sozialleistungen und fleißiges Bemühen um einen eigenen Beitrag (Arbeitsstelle suchen, Steuern zahlen, anderen Menschen helfen). Was bedeutet es nicht: Jeden Tag Schweinshaxe mit Sauerkraut essen, Herkunft verschweigen, eigene Religion verleugnen.

  • 35 Colonius 26.03.2022, 21:31 Uhr

    Das anfängliche Zögern von (H)ampelkanzler Scholz sagt eigentlich alles. Hätte er, wenn er von Putin das Gazpromangebot bekommen hätte wohl nein gesagt? Ich bin mir da nicht so sicher. Sicher ist jedoch für mich jedoch, das es unter den SPD Genossen noch weitere kleine Schröders gibt.

    Antworten (1)
    • Melli 26.03.2022, 22:09 Uhr

      Was hat das mit dem Thema zu tun? Überflüssiger Kommentar

  • 34 Framing 26.03.2022, 21:00 Uhr

    Wir haben demnächst unsere Wahl und jeder ist registriert. Man Stelle sich vor, es ginge ohne Registrierung und jeder kann so oft und überall im Land wählen, wie es in den Wahlstunden ginge, ob das die Politiker noch schön reden könnten??

  • 33 Hartmann 26.03.2022, 20:27 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

    Antworten (3)
    • Fassungslos 26.03.2022, 21:41 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

    • Melli 26.03.2022, 22:15 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

    • nrw-bürger 26.03.2022, 22:29 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 32 marc 26.03.2022, 19:25 Uhr

    Ich habe 2015 mehrere Notunterkünfte mit aufgebaut und betrieben und tue das jetzt wieder. Wir haben 2022 die größte Flüchtlingswelle seit dem 2. Weltkrieg. Si viele Menschen wie plötzlich aus der Ukraine zu den anderen Flüchtlingen kommen kann kein System einfach auffangen. Es ist schlicht falsch, dass Behörden naiv an die Sache gegangen sind. Wie immer brauchen deutsche Verwaltungsstrukturen eine Anlaufzeit. Diese wird toll von Privaten, Wohlfahrtsverbänden und Hilfsorganisationen aufgefangen. Aber auch hier ist nicht alles möglich, was wünschenswert ist. Mit der Registrierung stimme ich zu. Das ist wie fast alle behördlichen Digitalisierungsversuche ein Flop. Aber überall läuft die "Maschine " an. Das nicht genügend Wohnungen da sind hat mit dieser Welle nun nichts zu tun. Seien wir realistisch: Zu den höchsten Standards werden wir das nicht schaffen. Leider!

  • 31 Paul voss 26.03.2022, 17:50 Uhr

    Es gibt auch ukrainerinnen die nach schlimmen Erlebnissen mit anderen Gruppen in hiesigen Einrichtungen nach Polen geflüchtet sind.. Weils dort fuer Frauen sicherer ist.. Auch darüber sollte der WDR mal berichten.. Aber ok.. Ist ja nicht politisch korrekt..

  • 30 Stephanie 26.03.2022, 17:45 Uhr

    Ich vermisse in diesem Artikel einige Zahlen. Wie viel wurde eingespart durch das Herabsetzen der Plätze in den Flüchtlingslagern? Wie lange halten Container-Toiletten, wenn man sie in günstigen Zeiten auf Vorrat kauft und diese dann einlagert? Und natürlich auch wie viel kostet es oder spart es ein. Genauso steht nicht wie viel diese PIK Geräte kostet. Ohne diese Angaben ist der Artikel für mich nur unwissendes Gelaber. So gerne ich die Flüchtlinge auch in Deutschland habe, ich finde es okay wenn nicht alles sofort läuft. Wir brauchen immerhin noch zig tausende von Euro pro Person an Sozialleistungen, da ist das Geld besser aufgehoben als in Toiletten.

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