Energiewende: Das Atom spaltet

Thumbnail der Kolumne "Energiewende: Das Atom spaltet" von Ralph Sina (rechts im Bild). Links im Bild ein Atomkraftwerk und eine CO2-Rauchwolke und ein "Atomkraft? Nein Danke!"-Symbol.

KOLUMNE

Energiewende: Das Atom spaltet

Von Ralph Sina

Mehr Klimaschutz und eine möglichst schnelle, erfolgreiche Energiewende. Das Ziel ist klar! Der Weg dahin aber keineswegs. Vor allem beim Thema Atomkraft sind die Gemüter gespalten.

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Manchmal stockt einem beim Recherchieren der Atem. So ging es mir beim Schreiben dieser Kolumne. Ich bin auf einen Artikel in meiner britischen Lieblingszeitung "The Guardian" gestoßen. Die Botschaft darin: Letztes Jahr haben die Ozeane jede Sekunde so viel Hitze absorbiert, wie sieben Hiroshima-Bomben bei ihrer Explosion theoretisch abgeben würden.

Das Meer als permanentes Hiroshima

Obwohl der Vergleich konkret ist, bleibt er wegen seiner monströsen Dimensionen fast abstrakt. Mir wurde noch einmal sinnlich klar: Wir haben unseren Planeten aus der Balance geworfen. "Wir haben sozusagen die Temperatur der Erde gemessen - und ihr Fieber wird schlimmer.", schreibt John Abraham, der Autor des Artikels.

John Abraham ist Professor für Thermische-Wissenschaft an der Universität von St. Thomas in Minnesota. Gemeinsam mit 23 anderen Forscherinnen und Forschern hat er in 2.000 Metern Wassertiefe die Erwärmung sämtlicher Ozeane erforscht. Denn Ozeane absorbieren die Erderwärmung. 90 Prozent der, durch Treibhausgase, global gestiegenen Temperaturen, landet sozusagen im Wasser.

Das Forscherteam um Prof. Abraham wollte wissen, wie stark sich die Ozeane 2021 im Vergleich zum Vorjahr erwärmt haben. Die Antwort: um 14 Zettajoules.

Joules ist die Maßeinheit für Energie. 14 Zettajoules ist eine Zahl mit 21 Nullen! Selbst Mathematiker und Billonäre können über diese nicht enden wollende, Nullen-Reihe nur staunen.

An einer radikalen Energiewende führt kein Weg vorbei!

Die Frage ist nur: Wie soll sie konkret aussehen? Für Frankreich, die Niederlande und Finnland ist die Sache klar: Ohne die CO2-arme Kernenergie ist der Klimawandel nicht zu stoppen, dann steigt die Fieberkurve der Erde und ihrer Weltmeere weiter. Auch die von der Leyen-Kommission in Brüssel qualifiziert Atomkraftwerke unter bestimmten Voraussetzungen als nachhaltig. Zum Beispiel, wenn bis 2050 ein sicheres Endlager gefunden ist.

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Das Atom spaltet Europa

Die Ampel in Berlin hält das Atom-Nachhaltigkeits-Label der EU-Kommission für falsch und ebenso den Atomkurs der direkten Nachbarn Niederlande und Frankreich. Aus meiner Sicht zu Recht! Kernenergie ist zu riskant, zu teuer und ihr strahlendes Endlager-Erbe eine ökologische Zeitbombe für tausende von Generationen. Die Vorstellung die Klimakatastrophe mit tausenden, in Rekordzeit aus dem Boden gestampften, Kern-Reaktoren bekämpfen zu können, halte ich für beängstigend und illusorisch.

Luftballon mit der Aufschrift 'Atomkraft: Nein danke'

„Atomkraft? Nein Danke!“ reicht nicht

Die Hoffung, dass es schon bald genügend Erneuerbare Energien und Energiespeicher geben wird, um ohne die Klimakiller Kohle, Öl und Erdgas den rasant steigenden Energie-Hunger der Bundesrepublik zu befriedigen, halte ich für hochgradig naiv.

"Deshalb sollten beide Seiten von ihrem Welterlösungs-Ross herunterkommen: Kernkraftbefürworter, wie auch Kernkraftgegner! Niemand hat einen Grund, sich dem anderen moralisch überlegen zu fühlen." Ralph Sina

Niemand hat ein Recht auf dem hohen Ross zu sitzen! Denn niemand hat ein ökologisch perfektes Patentrezept: Weder Frankreichs Präsident Macron mit seinem Atomkurs, noch Vizekanzler und Klimaschutzminister Robert Habeck mit seinem Übergangs-Mix aus Erdgas, Wind und Sonne.

Letztes Jahr wurden deutschlandweit nur 460 neue Windräder an Land gebaut. Keins davon vor der Küste auf offener See, wo der Wind stärker weht.

Habeck will, dass die Bundesländer in Zukunft zwei Prozent ihrer Fläche mit Windrädern bebauen. Zur Not gegen den Willen der Bürger und Bundesländer. Auf den Ausgang des Machtkampfes mit Bayerns Ministerpräsident Söder dürfen wir schon jetzt gespannt sein.

Fest steht momentan nur eines: Niemand kann für Deutschland in der Nach-Kohle- und Nach-Atomkraft-Ära Stromausfälle wegen sogenannter "Dunkelflauten" (keine Sonne, kein Wind) ausschließen. Mit erheblichen Folgen für Industrie und Privathaushalte.

Vor- und Nachteile der Brückentechnologien

Für den Übergang könnten wir auch zusätzliche klimaschädliche Erdgas-Kraftwerke bauen. Die hätten aber den Nachteil, dass wir uns noch abhängiger vom russischen Erdgas machen und damit dem Präsidenten Putin einen stärkeren, politischen Hebel in die Hand geben.

Die Alternative dazu wäre: Die Ampel findet über Nacht den Mut, in diesem Jahr die drei letzten noch verbliebenen AKW nicht abzuschalten, die umgerechnet den Strom von 1.000 Windrädern produzieren. Und zwar so lange nicht, bis die Energieversorgung durch Wind und Sonne sicher ist.

Verlässlicher Strom aus Erneuerbaren Energien kann Jahre dauern

Schauen wir uns einmal die Situation im ersten Halbjahr 2021 an: Mit einem Anteil von 47,9 Prozent an der Stromerzeugung lagen die erneuerbaren Energien deutlich unter dem Vorjahr (55,8 Prozent). Dies lag vor allem am starken Rückgäng der Windkraft, um 20,5 Prozent, während gleichzeitig die Stromproduktion aus Braunkohle (+37,6 Prozent) und Steinkohle (38,9 Prozent) stark anstieg.

Obwohl ich Kernkraftgegner bin, hilft aus meiner Sicht jetzt nur eins:

"Es muss ein internationaler Verbund für klimaneutralen Strom geschaffen werden - und zwar von Skandinavien bis zum Mittelmeer. Die Ampel muss jetzt dafür die Weichen stellen, Lieferverträge aushandeln und Leitungsnetze bauen." Ralph Sina

Sonst kommen wir nach dem Komplett-Ausstieg aus der Kernenergie nicht raus, aus der Abhängigkeit vom Klimakiller Kohle und vom Treibhausgas-Emittenten Erdgas.

Ein Scheitern der Energiewende - nein danke! Das können wir uns einfach nicht leisten. Der Hiroshima-Vergleich der Meeresforscher sollte uns keine Ruhe lassen.

Was denkt ihr? Sollte Deutschland sofort aus der Atomenergie aussteigen und alle AKW abschalten? Oder brauchen wir Atomkraftwerke als Übergang zu den Erneuerbaren Energien? Lasst uns gerne darüber diskutieren - hier in den Kommentaren oder auf Social Media.

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Stand: 15.01.2022, 06:34

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36 Kommentare

  • 36 Jörg Grünauer 19.01.2022, 14:01 Uhr

    Guten Tag, natürlich ist die Betrachtung auf das "Feld" der Energiewende nicht eindimensional; sie geht/sollte einhergehen mit dem Energiesparen (privat, im Industriesektor undsoweiter...), dem konsequenten Ausbau WIRKLICH erneuerbaren Energieträgern und weiteren nachhaltigen Massnahmen. Jedoch dieser Ausbau wurde in den vergangenen Jahren unter Schwarz/Rot massiv ausgebremst. Vor diesem Ausbaudefizit steht nun Habeck und weiss dies auch. Gut, es hilft kein Jammern über vergossene Milch; kann meinen, dass in den vergangenen Jahren die politischen Entscheidungsträger mesit Verhinderungen voran gebracht hatten. Jedoch ein Jammern, mehr noch ein Empören darüber, dass auf EU-Ebene nun Nuclear-Power als Green zertifiziert werden soll ist mehr als angebracht. Es scheint, dass die Diskussion darüber soweit rückwärts erscheint, dass wieder behauptet werden kann, die Erde sei ein Scheibe; denn wir sehen ja gar nicht die Erdkrümmung, wo ist die denn? Und wo ist denn auch ein Atomendlager???

  • 35 Jörg Buttgereit 16.01.2022, 12:08 Uhr

    Guten Tag, aus meiner Sicht konzentriert sich die Diskussion zu sehr darauf, dass wir immer mehr Energie benötigen und unser Energiehunger ansteigt. Warum wird das Thema Energieeinsparung nicht stärker in den Focus gerückt. Gerade im privaten Bereich wäre viel möglich. Wir müssen uns gegenseitig ermutigen Verzicht üben zu können, anstatt immer nur darauf hinzuweisen, dass es Lücken in der Energieversorgung geben kann, wenn Wärme- und Atomkraftwerke keinen Strom mehr produzieren. Die CO2-Emissionen müssen sinken und zwar noch schneller! Nicht umzukehren sein darf der Beschluss aus der Kernenergie auszusteigen, denn sichere Endlager wird es nie geben, wohl aber den nächsten Super-Gau! Am forcierten Ausbau der Erneuerbaren führt kein Weg vorbei. Damit verbunden ist eine zügige Umsetzung der Energieversorgung mit grünem Wasserstoff. Hierdurch könnte die Energieversorgung in wind- und sonnenarmen Phasen gerade für die Wirtschaft gewährleistet bleiben.

    • HJ 16.01.2022, 17:03 Uhr

      Sehr geehrter Herr Butgereit, Sie sprechen mir aus dem "Herzen": privat Energie einsparen. Habe den Eindruck, dass dieses Thema in unserer Gesellschaft verpönt ist ! Konsum ist angesagt, ist wohl auch Freizeitbeschäftigung !? Vor einigen Wochen die Sendung WDR-Quarks gesehen: Energieeinsparung privat ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, gefragt ist der Umbau des Verkehrs und der Bauwirtschaft (Z.Bsp: Zementherstellung) und der übrigen Wirtschaft (z.Bsp: Chemie). LG HJ

  • 34 Unerschrocken 16.01.2022, 11:08 Uhr

    Mein Alter befreit mich glücklicherweise von der Klima-Angst. Ja, wir haben viele Jahrzehnte gepennt, und ja, Atomkraft ist nicht ungefährlich. Aber: Der kleinstaatliche Aktionismus Deutschlands rettet nicht die Welt sondern führt das Land in den Ruin. Und die Mär von der technischen Vorherrschaft könnt Ihr Euch mal ganz schnell von den Fahnen löschen. Wenn Wirtschaft und Bevölkerung weiterhin unter dem wissenschaftlichen Idealismus leiden, gibt es zwei Resultate: Pleite und Krieg. Gut wenn ich dann bereits raus aus der Nummer bin.

    • d.-debilo 16.01.2022, 22:25 Uhr

      "Deutschland wird ruiniert", "die Lichter gehen in Deutschland aus", das Ausland profitiert von unserem Umweltaktionismus" usw. usw. usw.. Merkt eigentlich niemand, dass die immergleichen, an den Haaren herbeigezogenen und längst widerlegten Argumentlein völlig an Relevanz verlieren angesichts der Katastrophen, die wir unseren Kindenr hinterlassen? Es muss lediglich für die Unternehmen und Verbraucher klare, verlässliche Rahmenbedingungen geben. Energiesparen kann durchaus ohne Verzicht auf Irgendwas passieren, Mobilität geht nicht nur mit dem Fahrrad und mit Öffis, Und essen kann auch Tiere schützen, ohne dass Mensch verhuingert und Landwirt eingeht. Es ist nicht die Frage: "Geht denn das?" Vielmehr ist die Frage: "Wollen wir das?" WIr Älteren (bin selbst 63 Jahre alt) haben doch unser Leben mit Ressourcenverbrauch noch und nöcher gelebt. Jetzt sind unsere Nachkommen dran, damit sie und ihre Nachkommen auch gut und sicher leben können.

  • 33 kevin schwager 16.01.2022, 09:42 Uhr

    Moderne Kernkraft ist der Weg aus der Klimakrise. AKW neuester Generation sind inhärent sicher. Wer dieses Detail immer weglässt ist Fanatiker oder Ideologe und meint es mit der Klimakrise nicht so ernst und frönt lieber seinem grünen Urdünkel. Der atomare Abfall, der aus diesen Reaktoren entsteht, ist nicht zu vergleichen mit dem Abfall alter AKW, weil er um Potenzen harmloser ist. Aber sicher, alle Staaten auf der Welt verkennen die Situation, außer und Deutschen, die es besser wissen. Selbst die Japaner mit ihrem Fukushima Unfall bauen kräftig AKW, finde den Fehler......

    • Dieter Buchholz 16.01.2022, 17:36 Uhr

      Klingt gut, ist aber zu spät. Es gibt von den Phase IV AKW's bisher noch nicht mal einen funktionsfähigen Prototypen, geschweige denn ist die Technik innerhalb der nächsten geschätzt 20-30 Jahre überhaupt einsetzbar. Das ist mein Informationsstand. Falls ich da einen veralteten Kenntnisstand habe wäre ich über eine Rückantwort dankbar!

  • 32 Sven 15.01.2022, 23:29 Uhr

    Ja jetzt ist sie da die Ampel und die Energiewende. Ja jetzt ist sie da die Angst vor den Windrädern bei den ländlichen Bewohnern. Ja jetzt ist sie da die Angst, daß das Eigentum vielleicht nichts mehr wert ist, denn wer kauft ein Haus/ Wohnung mit angrenzendem Windrad. Ja jetzt ist sie da die anstehende Landzersiedelung. Ja jetzt sind sie da, die Lärm machenden und krank machenden Windräder. Ich bin gespannt, ob bei den anstehenden Landtagswahlen die Leute vor Angst CDU wählen und hoffen, daß es doch nicht so schlimm kommen möge. Leute es kommt schlimm, weil wir nicht schon vor 30 Jahren in Wasserstoff investiert und geforscht haben, weil das 2 l Auto nicht gekommen ist ( warum wohl ?! ), weil wir Merkel gewählt haben, damit sich nichts ändern möge ( ich auch leider ). Hätten wir vor 30 Jahren ernsthaft begonnen, wäre vieles mit weniger Aufwand gekommen. Es ist die Zeit, sich zu fürchten. Zu fürchten vor der Rache der Umwelt und zu fürchten,daß der kleine Mittelstand der Verlierer ist

  • 31 Karla Winter 15.01.2022, 19:43 Uhr

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  • 30 gesamtbetrachtung 15.01.2022, 18:38 Uhr

    Atomenergie ist in der Gesamtbetrachtung einfach nur TEUER. Bauzeit >10Jahre. Baukosten in 2stelliger Milliardenhöhe. Risiko für GAU enorm. Wirtschaftlich nur durch staatliche Subventionen - beim Bau und beim Atommüll. Es entstehen gigantische Ewigkeitskosten, kein Endlager vorhanden. Und niemand will das Endlager in seiner Nähe. Was ist schon sicher für 100.000 strahlende Jahre? Bitte erst die gut-bekannten Probleme lösen und erst danach über tolle neue Atomkraftwerke fabulieren.

  • 29 Frank 15.01.2022, 18:13 Uhr

    Ich hab mir heute ein Notstromaggregat, das mit LPG oder Benzin läuft zugelegt. Dann können mir die Stromausfälle der letzten Zeit, die natürlich alle Betriebsstörungen waren, egal sein. Lasst uns dem grünen Pfad der erneuerbaren Energien folgen. Wir sind dann total umweltbewußt, beziehen im Zweifel Kohlestrom aus Polen oder Atomstrom aus Tihange, fühlen uns total toll als Weltenretter, denn am grünen Wesen wird die Welt genesen. Und am Ende verbrennt jeder mit seinem Notstromaggregat 1l Super pro Stunde!

    • Dieter Buchholz 16.01.2022, 13:12 Uhr

      Also wie oft fällt denn bei Ihnen der Strom aus? Tun sie doch bitte nicht so als sei das Bundesweit die Regel. An meinem Wohnort kann ich mich an keinen Stromausfall in den letzten 10 Jahren erinnern, ausser es wurde wegen eines Reparaturfalles sogar noch vorher Bescheid gesagt. Und mit dem Bezug von Atomstrom aus Frankreich wurde doch jetzt wirklich genug drüber geschrieben. Zum letzte Mal: wir beziehen den Strom aus Frankreich oder auch aus Polen nicht weil wir darauf angewiesen sind! Wir beziehen diesen Strom weil in diesem Moment der Strom in Frankreich überflüssig ist, da die Franzosen ihre AKW's nicht beliebig hoch oder runterfahren können. Deutschland macht das genau so, da wir unsere Kohlekraftwerke auch nicht schnell hoch oder runterfahren können. Wir haben immer noch einen Exportüberschuss an Strom über das ganze Jahr gesehen. Das Märchen, dass wir auf Atomstrom aus Frankreich zwingend angewiesen sind, sollte doch wirklich so langsam mal der Vergangenheit angehören.

  • 28 P. Lock 15.01.2022, 18:00 Uhr

    Mit 65 Jahren musste ich schon einige Schrecken der Atomkraft erdulden und sehe ihre Gefahren! Aber solange die Erneuerbaren keine wirkliche Alternative darstellen sind wir auf Atomkraft angewiesen! Dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin, lese ich mehr und mehr! Nur, wer bringt unsere Politiker vom Rausch zurück in die Realität??

  • 27 waldmichel 15.01.2022, 16:15 Uhr

    Wenn jemand umweLtbewußt ist, dann sind es die Skandinavier. Die Schweden haben die Laufzeiten ihrer Kernkraftwerke verlängert, die Finnen haben sogar vor einigen Monaten einen der größten Kernkraftwerksblöcke Europas in betrieb genommen und dieses - man höre und staune - mit Zustimmung der Grünen. Solche Informationen werden uns, vor allem von unseren ROTGRÜN gefärbten Medien ( auch von unseren meinungsbildenen Öffentlichen Rundfunkanstalten) warum wohl, vorenthalten. Hier gleitet eine verklemmte Ideologie in Idiotie.

    • Meinolf 16.01.2022, 12:09 Uhr

      Mit einer ausgewogenen und ojektiven Berichterstattung, so wie es das Rund-funkgesetz vorschreibt, haben die Öffentlich-Rechtlichen offenbar Probleme. Eine absolut objektive Berichterstattung wird es wohl nie geben. Für mich ist entscheidend das Streben nach Objektivität, die ich leider oft bei den Vorgenannten vermisse. Wenn eine Umfrage stimmen sollte, nach der ca. 90% der Voluntäre der Öffentlich Rechtlichen Rundfunkanstalten dem politisch grünroten Lager zuzuorden sind, dann müssen wir uns in Zukunft wohl auf einiges hinsichtlich fairer und objektiver Berichterstattung gefasst machen.

  • 26 K. Hollender 15.01.2022, 16:10 Uhr

    Vor 10 Jahren waren wir in der Diskussion schon mal weiter: Energiesparen, d.h. weniger Energie verbrauchen, ist eine unverzichtbare "Energiequelle". In der Industrie wird das teilweise schon ziemlich gut umgesetzt. Energie ist dort ein Kostenfaktor, das macht was aus. Andere Bereiche (Wohnen, ...) hinken da eher hinterher. Die Entwicklung im Verkehr ist unterirdisch schlecht. --- Und zum Thema Endlager: Die Asse säuft ab. Das ist ein Salzbergwerk in Niedersachen, das bis 1978 als Endlager genutzt wurde. Da liegen Tausende Fässer mit radioaktivem Müll und rosten vor sich hin, so dass da irgendwann das Grundwasser radioaktiv wird. So lange das Problem nicht gelöst ist, braucht mir niemand von einem Endlager zu sprechen.

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