Liz Shoo im Vordergrund, hinter ihr die Aufschrift 'ImPuls' und 'KITA', daneben ein Antigen-Test und ein Teststäbchen

KOLUMNE

Corona: Und täglich droht die Kita-Quarantäne

Stand: 22.01.2022, 06:00 Uhr

Jeder Pool-Test in der Kita ein Treffer! Die Kinderbetreuung muss ständig neu organisiert werden. Liz Shoo findet: Das kann so nicht weitergehen! Sie fordert ein anderes Test-Prozedere für Kita-Gruppen.

Von Liz Shoo

Was für Lottospieler der Mittwoch und der Samstag ist, ist für meinen Mann und mich der Dienstag und der Donnerstag. Mit Spannung erwarten wir vorm Schlafengehen die E-Mail der Kita. Denn an diesen beiden Tagen werden die Kinder getestet.

Bei den Pool-Tests in der Kita lutschen die Kinder an den Teststäbchen wie an einem Lolli. Danach kommen die Proben alle in ein Röhrchen und werden dabei vermischt.

Fast jeder Pool-Test ein Treffer!

Und seit Anfang des Jahres war bei dem Pool-Test fast immer ein positives Corona-Ergebnis dabei. Bedeutet für uns Eltern: Am Mittwoch und am Freitag müssen die Kinder zu Hause bleiben, weil sie auf ein PCR-Test-Ergebnis warten. Denn zu dem Zeitpunkt weiß eben keiner, welches Kind positiv getestet wurde. Deshalb geht es erstmal für alle wieder heim. Sprich, einer von uns muss auf unsere Tochter aufpassen.

Laut NRW-Familienministerium waren an einem Wochentag im Januar durchschnittlich rund 46 Kitas teilweise und rund zwölf komplett wegen Infektionsschutzmaßnahmen geschlossen. Die hochansteckende Omikron-Variante breitet sich im Moment weiter aus. Es wird wahrscheinlich also noch mehr Schließungen geben. Für zig Eltern bedeutet das jeden Tag Stress, weil sie kurzfristig umdisponieren müssen.

Mir dauert das Pool-Test-Prozedere zu lange. Wäre es nicht sinnvoller, Schnelltests direkt mit dem jeweiligen Namen des Kindes zu versehen und dann auch nur die nach Hause zu schicken, deren Test positiv ausfällt?

Oder wir machen es wie in den Schulen, wo direkt zwei Proben entnommen werden. Ist ein Pool-Test positiv, können zeitnah die zweiten Proben einzeln getestet und somit die infizierte Person identifiziert werden. Diese Lösung könnte man auch für Kitas einführen.

Endlich Impfangebote für Kinder und Jugendliche

Kinder sind im Vergleich zu Erwachsenen bei dem ganzen Test-Schlamassel echt benachteiligt: Im Gegensatz zu uns können sie ihre Quarantäne nicht verkürzen, weil die meisten noch nicht vollständig geimpft sind. Aber glücklicherweise geht die Immunisierung zügig voran. Seit August 2021 ist der Impfstoff für 12- bis 17-Jährige in Deutschland zugelassen. Seitdem sind schon rund 57 Prozent dieser Altersgruppe vollständig geimpft. Ende November 2021 kam die Zulassung für den Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige. Die STIKO-Empfehlung gab es allerdings erst im Dezember und zwar nur für Kinder mit Vorerkrankungen. Daher überrascht es nicht, dass die Impfquote in dieser Altersgruppe lediglich bei sechs Prozent liegt. Und die vier Millionen Kinder unter fünf Jahren müssen weiterhin auf einen geeigneten Impfstoff warten.

Dass es zwei Jahre nach Beginn der Pandemie einen Impfstoff für fast alle gibt, finde ich bemerkenswert. Man mag sich aber fragen, warum ein passender Wirkstoff für Kinder erst knapp ein Jahr später als der für Erwachsene auf den Markt gekommen ist. Laut Experten hat das aus zwei Gründen länger gedauert: Erstens haben Kinder ein anderes Immunsystem als Erwachsene und die Dosis kann nicht einfach reduziert oder halbiert werden. Zweitens ist es schwieriger, Kinder als Probanden für eine klinische Studie für Impfstoffe zu bekommen.

Impflücke schließen

Ein Jahr lang hatten Erwachsene in Deutschland bereits Zeit, sich gegen das Coronavirus zu schützen. Mittlerweile reden wir schon von der zweiten Auffrischimpfung, also der insgesamt vierten Impfung. Genug Angebot ist also da. Deswegen finde ich es egoistisch von Erwachsenen, sich nicht impfen zu lassen und stattdessen darauf zu hoffen, dass alle anderen vorsichtig sind und permanent Rücksicht nehmen, damit die Gefährdeten bloß nicht angesteckt werden. Bundesfamilienministerin Anne Spiegel fordert eine Impfpflicht für Erwachsene, sieht alle anderen Mittel ausgeschöpft.

Kinderärztechef Thomas Fischbach sagt in der Neuen Osnabrücker Zeitung:

"Kinder dürfen nicht länger dafür herhalten müssen, die wirklich Gefährdeten, also ungeimpfte Erwachsene, zu schützen" Kinderärztechef Thomas Fischbach

Ob eine Impflicht zielführend ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Jedoch dass das Impfen sinnvoll ist, davon bin ich überzeugt. Mit einer höheren Impfquote rückt der Weg "zurück zur Normalität" hoffentlich etwas näher. Virologe Christian Drosten erklärt, dass Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch solch strenge Maßnahmen hat, weil bei uns im Land eine riesige Impflücke bei den Älteren klafft. Mehr als drei Millionen Menschen über 60 Jahre sind hierzulande noch nicht geimpft. Und solange die Gefahr besteht, dass diese sich das Virus einfangen und die Intensivstationen füllen, ist Deutschland weiterhin Team Vorsicht.

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Keinen Bock auf einen weiteren Pandemieherbst

Doch Kinder sollten sich nicht ewig einschränken müssen. Zu lange schon nehmen wir Eltern Rücksicht und setzen das Leben der Jüngeren immer wieder auf Halt. Seit zwei Jahren nehmen wir Kita- und Schulschließungen in Kauf. Verzichten regelmäßig auf Schulunterricht, Geburtstagsfeiern, Praktika, Turnverein oder zeitweise sogar das Toben auf dem Spielplatz. Einige Kinder haben körperliche und psychische Schäden davongetragen.

Ich kann mir nur wünschen, dass sich mehr Erwachsene impfen lassen. Aber darauf setze ich meine Hoffnung nicht. Stattdessen warte ich sehnlichst auf einen Impfstoff für Kinder unter fünf Jahren. Die Hersteller BioNTech und Moderna könnten bereits im ersten Halbjahr 2022 eine Notfallzulassung für Kleinkinder bekommen. Sobald ein Impfstoff verfügbar ist, werde ich für meine Tochter einen Termin machen. Damit das Leben in der Kita und für uns Eltern wieder so normal wie möglich weitergehen kann.

Habt ihr als Eltern auch schon Erfahrungen mit Pool-Tests gemacht? Wenn ja, wie läuft das bei euch in der Kita und wie schafft ihr das, euch jedes Mal neu zu organisieren? Müssen sich Ältere aus Solidarität mit den Kleinen impfen lassen? Diskutiert gerne mit - hier in den Kommentaren oder auf Social Media.

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Kommentare zum Thema

63 Kommentare

  • 63 Anonym 26.01.2022, 17:42 Uhr

    Das von mir erwähnte Testgerät in meiner Antwort zu Beitrag #19 hat mich beschäftigt. Ergebnis meiner Kurzrecherche: Das Gerät (ca. 3.000 EUR) hat den rechtl. geschützten Namen "ID NOW", sein Hersteller ist die Fa. Abbott. Es wertet in ca. 13 Minuten Point-of-Care (PoC)-EINZELtestungen aus. Es wirft KEINEN CT-Wert aus. Deshalb wertet es auch Testergebnisse mit einem CT-Wert von unter 30 als Positiv-Ergebnis (mit einem CT-Wert von 30 bis ca. 35 ist eine Person zwar "positiv", aber nicht mehr od. noch nicht ansteckend). Ein Testkit für eine Testung mit dem Gerät kostet (ca.) 30 EUR. --- Das Gerät ist seit ca. April 2021 sowohl wg. falsch-negativer als auch falsch-positiver Ergebnisse in Kritik geraten. Abbott arbeitet (seit dem?) mit Institutionen zusammen und verbessert(e) das Gerät. --- Wie viele Kinder+Personal sind in NRW in Kitas+Grundschulen? NRW (!) finanziert ihre Testungen. Wären spezielle (vorübergehende) (PoC)-Kita-Grundschul-Testzentren möglich, finanzierbar + wünschenswert?

    Antworten (2)
    • Micha 27.01.2022, 13:44 Uhr

      Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er gegen unsere Netiquette verstößt. (die Redaktion)

    • Micha 27.01.2022, 14:00 Uhr

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  • 62 Micha 25.01.2022, 23:20 Uhr

    Frau Gebauer gibt die Umsetzung des jüngsten MPK-Beschlusses bekannt. Betroffen sind die Lollitests an SCHULEN, ausgenommen Förderschulen. - Die entsprechende Pressemitteilung gibt es zum Nachlesen hier: www.land.nrw/pressemitteilung/lolli-pcr-testverfahren-grundschulen-wird-veraendert

  • 61 Marianna 25.01.2022, 13:01 Uhr

    Ich verstehe alle diejenigen nicht, die sich nicht impfen lassen. Was für ein Stress mit denen! Impflicht soll her und zwar schnell...

    Antworten (2)
    • Micha 25.01.2022, 18:52 Uhr

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    • Micha 26.01.2022, 16:50 Uhr

      Ich möchte meinen gesperrten Beitrag sinngemäß um seinen letzten Satz kürzen. --- Ich denke, einige der bis heute nicht gegen "Corona" Geimpften haben großen Stress mit der Entscheidung für eine Anti-"Corona"-Impfung. Das liegt mMn am selten unglücklichen Berichten der (Bundes-) Regierung und der Medien ab Ende 2020 über die entwickelten Impfstoffe. In der langen Zeit seit Ende 2020 hat sich jede/r eine Meinung über die Impfung gebildet und Bestärker seiner Meinung gefunden. Viele befinden sich in einem Tunnel "für" oder "gegen" die Impfung. Die Bürger JETZT zu veranlassen, sich Argumenten außerhalb ihres persönlichen Tunnels zu öffnen, ist schwierig. --- Die mRNA-Impfstoffe sind NICHT urplötzlich "erfunden" worden. An ihren Grundlagen wurde seit ca. 30 Jahren geforscht. --- In dem Zusammenhang halte ich den roten Faden der anfänglichen "Wundermittel"-ähnlichen Berichterstattung für einen Riesenfehler. Das soll jetzt eine Impfpflicht "ausbügeln" können? Das ist eher unwahrscheinlich.

  • 60 Sonja 24.01.2022, 21:36 Uhr

    Ich finde es arrogant, die Ungeimpften als egoistisch zu bezeichnen. Schließlich kann und steckt sich jeder an. Zur Zeit sind sehr viele geimpfte Personen positiv trotz der dritten Impfung. Aber das Narrativ muss bestehen bleiben und einen Buhmann muss es geben.

    Antworten (1)
    • Paul voss 25.01.2022, 14:35 Uhr

      Danke.. Ich bin zwar ein sogenannter geboosterter aber es stoesst mich ab wie mit kritischen und andersdenken Menschen von Politik und mainstream ungegangen wird.. Diejenigen die bei andern Themen immer Toleranz predigen sind in Wahrheit die autoritären und intoleranten..

  • 59 Miriam S. 24.01.2022, 11:01 Uhr

    Pooltests im Kindergarten wären ein Traum. Wir können uns freiwillig zwei Schnellteste (qualitativ angeblich eher minderwertig) abholen. Ob wir die anwenden oder nicht ist uns überlassen. Nach einem positiven Fall mussten wir jetzt plötzlich dreimal in der Woche testen und mit ausgefülltem Zettel zur Kita rennen um zu bestätigen dass der Test negativ war. Jetzt wo es einen größeren Corona Ausbruch gab, dauerte es eine Woche bis es eine PCR Massentestung gab und angeblich müssen wir mindestens eine Woche auf die Ergebnisse warten. Eher anderthalb. Nachdem der Kindergarten letzte Woche drei Tage geschlossen war und diese Woche auch nochmal drei Tage können die Kinder am Donnerstag vermutlich wieder normal hingehen. Ohne das die Ergebnisse vorliegen. Wie herrlich wären hier die PCR Poolstests die in der Grundschule zweimal die Woche durchgeführt werden und deren Ergebnisse bereits am gleichen Tag vorliegen. Und man positive Kinder rausfischt bevor alle anderen sich angesteckt haben

  • 58 Anonym 24.01.2022, 10:13 Uhr

    Wir schreien nach PCR-Tests, weil die Gesundheit unserer Kinder an erster Stelle steht... Kein Mensch kann die Spätfolgen nach einer Infektion absehen. Dass Corona nicht "nur" die Lunge schädigen kann ist ja inzwischen sicher

    Antworten (2)
    • Sonja 24.01.2022, 21:24 Uhr

      Und kein Mensch kann erst recht die Langzeitfolgen einer unerforschten Impfung absehen.

    • WDR.de 25.01.2022, 08:25 Uhr

      Gefährliche Folgen, die erst viele Monate oder Jahre nach dem Impfen auftreten, gibt es nicht - das erklären wir in diesem Artikel und verlinken natürlich auch die Quellen: https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/impfen-langzeitfolgen-corona-100.html

  • 57 Sarah 24.01.2022, 01:53 Uhr

    Einen gesunden Kinderkörper mit Impfstoffen vollzupumpen und vermutlich auch so erfolglos wie die der Erwachsenen (zu kurz wirksame Impfstoffe) grenzt an Wahnsinn. So etwas sollte man selbst entscheiden können. Das kann ein Kind nicht! Unsere Kinder kommen da fast alle gut durch. Ihr Immunsystem muss man nicht extra angreifen. Die meisten Familienmitglieder die sich nun anstecken können an den Kindern, sind doch nun so langsam alle durch die Impferei „geschützt“! Zumindest gegen einen schweren Verlauf. Also warum muss man nun noch Kinder mit noch mehr Impfungen belästigen. Ich bin dankbar dass es noch keinen Impfstoff für sie gibt!!!

    Antworten (3)
    • Micha 24.01.2022, 17:13 Uhr

      @ Sarah: Ich finde Ihre Bewertung etwas naiv. Die bei uns verwendeten Impfstoffe tasten das menschliche Erbgut nicht an. Die argwöhnisch beäugten Nanopartikel in ihnen sind "normale Fettpartikel" in Minigröße. Bei einer "Corona"-Infektion ist das Virus fähig, Teile von sich in das menschliche Erbgut einzubauen. OB diese "kleine DNA-Veränderung" für Menschen Folgen hat, und ob diese Folgen eher etwas Gutes oder Schlechtes sind, ist (noch) unklar. Meine Quelle gibt einen Artikel vom 07.05.2021 wieder und könnte veraltet sein: scinexx.de/news/medizin/coronavirus-dna-auch-in-unserem-erbgut --- wenn Sie aktuellere Infos haben, dann gerne her damit! --- Schon wegen dieser "Erbgut-Einbau-Geschichte" halte ich das vorsätzliche Inkaufnehmen einer Ansteckung für bedenklich. Covid-19 ist eine Gefäßerkrankung, die auch das Gehirn angreifen kann - Langzeitfolgen (noch) unbekannt. Alles in allem: Ein durchaus MÖGLICHES Horrorszenario f. heutige Kinder+Jugendliche, die das Erwachsenenalter erreichen.

    • Sanja 24.01.2022, 21:25 Uhr

      Danke, das sehe ich genau so!

    • Micha 25.01.2022, 18:29 Uhr

      @ Sanja (Antwort 2) und Sarah: Was ist an einer - oder an speziell DER - Impfung so schrecklich für Sie?

  • 56 Manu 23.01.2022, 20:15 Uhr

    Ich bin Erzieherin und habe mich im Dezember 2020 bei der Arbeit in meiner Kita bei einem Kind angesteckt. Damals gab es noch keinen Impfstoff und einige Eltern schicken kranke Kinder in die Einrichtungen. Es geht mir Stand heute richtig schlecht, bin ständig erkältet, habe Schwindel und ständige Gelenkschmerzen. Ich bin das dritte Mal geimpft und trage 8 Stunden am Tag eine Maske. In unserer Einrichtung gibt es keine Pooltests und ich wünsche mir diese. Wir Erzieherinnen sind schutzlos allem ausgeliefert und ich weiss nicht, wie ich eine weitere Infektion überstehen werde. Meine Kolleginnen und ich haben Angst, testen uns selber regelmäßig, haben private Kontakte auf ein Minimum beschränkt, sind alle geimpft und tragen stets Maske. Von allen Eltern und Kindern, die zu uns kommen, wissen wir nichts. Das nenne ich verheizen.

    Antworten (1)
    • Sina Herben 24.01.2022, 09:45 Uhr

      Sie haben sich Ihren Job selbst ausgesucht und müssen schlicht und ergreifend mit diesem Risiko leben! Das ewige Gejammer insbesondere von Erzieherinnen und Lehrern ist unerträglich! Wenn Sie solche Angst haben, kündigen Sie und suchen sich einen Job mit weniger Sozialkontakten!

  • 55 Elma283 23.01.2022, 19:48 Uhr

    Unsere Kommune führt seid Mai 2020 Pooltestungen im Kindergarten durch. Wir als Eltern wurden massiv unter Druck gesetzt das Einverständnis dafür zu geben. Solange nur Infizierte Kinder in Quarantäne mussten, fande ich die Sache ok aber unter den jetzigen Bedingungen ist es eine Zumutung und ich kann die Eltern nicht verstehen, die jetzt noch nach Lollitests schreien. Ich kenne Kinder, die sitzen seid Wochen negativ als angebliche Kontaktperson in Endlosquarantäne, weil einfach mal alle bei einem positiven Pool 6 Tage zu Hause bleiben müssen. Wer Angst vor Corona hat soll sich 3mal impfen lassen und sich eine Offlabel Impfung fürs Kind besorgen und fertig. Ich werde jedenfalls das Einverständnis zur Lollitestung widerrufen, sollte dieser Quarantänewahnsinn so weiter gehen.

    Antworten (2)
    • Bonti 24.01.2022, 10:29 Uhr

      Aus welche Kommune sind sie denn? Meines Wissens wurde der Lolli-PCR-Test in den ersten Kommunen erst ab April 2021 eingeführt - mal abgesehen von der Pilotphase in Köln und Solingen. Die Coronabetreuungsverordnung NRW gibt andere Quarantäne-Regelungen vor, als die von Ihnen genannten. Da müsste also das Gesundheitsamt in Ihrer Region massiv von der Coronabetreuungsverordnung abweichen.

    • Elma283 24.01.2022, 20:26 Uhr

      Die Stadt Mönchengladbach führt seid Mai 2021 PCR Lollitests durch. In der Rheinischen Post stand vor 3 Tagen ein Artikel, dass 100 Kindergarten Gruppen in Quarantäne sind. Wenn ich das hochrechne im Schnitt 25 Kinder in der Gruppe, sind das 2500 Kitakinder. Das kann es doch nicht sein! Sollte der Pool wieder positiv sein, nach 6 Tagen geht das ganze Spiel wieder los. Wie gesagt, ich kenne einige die das betrifft. Auf der Homepage der Stadt kann man. Das auch alles so nachlesen. Wer jetzt also noch nach Lollitests schreit, sollte überlegen ob er sein Kind in einer Dauerschleife zu Hause betreuen kann. Kann er das, dann sollte er besser sein Kind zu Hause lassen und mit ihm schöne Dinge tun, bevor es ständig das Haus nicht verlassen darf.

  • 54 Carsten Lange 23.01.2022, 15:22 Uhr

    Leider ist man von Seiten der Labore völlig überfordert. Schlagartig alle mit dem 2-Proben-System zu testen war des Guten zuviel. Ein schrittweiser Probebetrieb hätte die Erschöpfung der Kapazitäten frühzeitig erkennen lassen und man hätte gegensteuern können. Das hat man, wie so viele andere Maßnahmen, leider unbeachtet gelassen und wir, Eltern und Erzieher*Innen, müssen es auf dem Rücken der Kinder ausbaden. Fehlende Infrastruktur und desolate Planung. Ein Garant für Chaos.

  • 53 Nadine 23.01.2022, 11:07 Uhr

    Warum werden in Kindergärten nicht auch endlich Masken getragen? Zum Schutz für Kinder und Erzieherinnen? Kinder haben sich (leider) schon lange an den Eindruck gewöhnt... bei uns gibt es nach wie vor ein offenes Konzept, keine der Erzieherinnen trägt Maske und getestet wird auch nicht. Muss ich mehr sagen? Monatelang waren die Kinder gut genug, um die vulnerablen Gruppen zu schützen. Und jetzt? Jetzt wird ihre Infektion billigend in Kauf genommen und sogar provoziert. Ich bin so sauer, aber gleichzeitig auch einfach nur müde. Was Familien in den letzten 21 Monaten mitmachen, organisieren, durchhalten mussten...

  • 52 Nira 23.01.2022, 09:52 Uhr

    Wir waren jetzt 7 Tage in Quarantäne. Bei uns werden die Kinder 3 Mal die Woche getestet. Mach 5 Tage n können sich die Kinder frei Testen. Bei 30 Kindern + Personal liegt es nahe daß bald weitere Tests positiv sind.... Wie soll das also weiter gehen? Meine Kollegen (alle kinderlos oder mit Erwachsenen Kindern) haben kein Verständnis für unsere Situation. Sie können nicht nachvollziehen wie schwierig es ist in dieser Pandemie als Familie einen "richtigen" weg einzuschlagen. Für mich persönlich macht dieses Unverständnis die Situation noch schlimmer da ich immer das Gefühl habe nichts "wert" zu sein, weil ich mich um mein Kind kümmern muss und irgendwie die Betreuung Gewährleisten muss, ohne Großeltern etc. Es könnte schlimmer sein, wir sind zu zweit, wie machen das nur Alleinerziehende? Mein größter Respekt! Und ich werde wütend wenn mein Kind zu Hause sitzen muss, und die Erwachsenen sich in Kneipen Bars und Restaurants treffen, ohne Abstand oder Maske.

    Antworten (2)
    • Caroline Bauer 24.01.2022, 09:50 Uhr

      Wie wäre es, wenn Sie sich Ihrer Verantwortung als Mutter stellen, Ihren Job aufgeben und sich selbst der Erziehung Ihres Kindes widmen? Kinder unter 6 Jahren sind am besten in der Familie aufgehoben und nicht in der "Verwahranstalt" Kindergarten, weil Mütter meinen, sich selbst verwirklichen zu müssen!

    • Nira 24.01.2022, 18:07 Uhr

      Danke für die Aufklärung und das Sie keine Vorurteile haben!

  • 51 Mutter einer 3 jährigen 23.01.2022, 09:35 Uhr

    Als alleinerziehende Mutter und Studentin, gehe ich auf dem Zahnfleisch, doch zu sehen wie die Politik mit unseren Kindern umgeht, bringt das Fass für mich zum überlaufen. Während sich die Erwachsenen mit einer Impfung (auch die älteren Kinder) schützen können, geht dies bei den kleinsten nicht. Denen kommt aber hier in RLP der geringste Schutz zu Teil, denn hier wir nicht getestet. In Behörden stehen Luftfilter ect... In den Kita nichts... Ich habe keine Sorge, vor einem schweren Verlauf, aber das meine Tochter Langzeitfolgen zurückbehält. Die Toten interessiert es nicht mehr ob sie tot sind. Die die dauerhaft Einschränkungen zurück behalten, sind die eigentlich Betroffenen. Aus diesem Grund wünsche ich mir Schutz für unsere kleinsten. In den Schulen dauerhaft zu testen, vorallem bei den älteren ist Quatsch. Die können sich schützen und die die dies nicht wollen infizieren sich eh über kurz oder lang.

  • 50 Wer auch immer 23.01.2022, 06:55 Uhr

    In unserer Einrichtung testen Eltern selbst. Unsere tägliche Belegung ( anw. Kinder) liegt bei nahezu 100%. Infizierte Kinder im Schnitt 1-2 von 100. Kollegen, die 3 fach geimpft sind momentan 7 von 18. Diese 7 zumeist Vollzeitleute. Bei 3 weiteren steht das PCR Ergebnis noch aus. Vielleicht ist Eigenverantwortung der Eltern, der hilfreichere Weg. ( Ironie aus) Auch in diesem Bereich laufen die Mitarbeiter gerade weg. Verständlicherweise.

  • 49 Debbelie 22.01.2022, 21:11 Uhr

    Ja es geht mir ähnlich. Ich leite eine Kita. Wir waren mehrfach in unterschiedlichen Gruppen betroffenen mit Corona. Kinder sowie Kolleginnen. Meine Mitarbeiter sind geboostert und testen sich täglich. Die Kinder als Kontaktperson können sich in unserem Bundesland nach 5 Tagen frei testen. Die Erzieherinnen bleiben in Quarantäne! Die Betreuung wird teilweise mit dem Drittel an Personal und Überstunden täglich von 6.30 - 17.30 gestemmt. Ich verstehe auch die Situation der Eltern und besonders der Kinder... Deshalb muss sich im Interesse aller Beteiligten etwas zum Schutz der Kinder in der Kita auf politischer Ebene tun.

  • 48 Bambam1909 22.01.2022, 21:02 Uhr

    Das die Kinder am meisten unter der Pandemie leiden sehe ich genauso. Aber die Lösung ist ganz sicher nicht jetzt auch noch alle Kinder impfen zu wollen. Mit dem ganzen testen sollte sofort aufgehört werden. Wenn man nach Israel schaut da sieht man das selbst die 4. Impfung rein gar nichts bringt eher im Gegenteil die Menschen infizieren sich noch viel schneller mit dem Virus. Die einzig vernünftige Lösung kann nur sein das einstellen jeglicher Corona Maßnahmen ab sofort. Impfen sollte wieder freiwillig stattfinden und auch freiwillig bleiben wer sich nicht impfen möchte darf jedoch auch keinen Nachteil haben. Mit Zwang wird man nichts erreichen außer das die Proteste täglich mehr werden. Ich hoffe das unsere Politiker das endlich begreifen und wieder Entscheidungen treffen die einem freien demokratischen Land gerecht werden.

  • 47 Erzieherin 22.01.2022, 20:38 Uhr

    Danke, Danke ,wir sind auch Menschen mit Familie ,es denkt fast niemand an Erzieher und Lehrer wie die diese ganze Situation tragen müssen . In der Kita bei uns gibt es keine Test für die Kinder, keine Masken im Raum ,kein Abstand.

    Antworten (2)
    • Max 23.01.2022, 09:55 Uhr

      Aber die Coronabetreuungsverordnung und -schutzverordnung gilt auch für Sie, oder nicht?

    • Mutter-und-Erzieherin 23.01.2022, 20:50 Uhr

      Aber Sie können sich selber gute FFP2-Masken kaufen und im Kindergarten tragen! Ich empfehle die der Firma VOCK mit 5 Lagen, in Deutschland hergestellt und zertifiziert. Man bekommt sie sehr preisgünstig bei fackelmann.de

  • 46 Nathalie 22.01.2022, 19:26 Uhr

    Ziel ist halt eine Durchseuchung. Das sagt nur keiner laut. Bei uns in der Kita ist es so, dass wir nun regelmäßig Clusterausbrüche haben. Bedeutet dann nicht nur einen Tag Quarantäne, sondern fünf Tage obwohl das Kind möglicherweise komplett negativ ist. Bei rund 50 Kindern in der Kita und der Anweisung, ab drei erkrankten Kindern alle in Quarantäne zu schicken, kann man sich ausrechnen, Wie oft wir möglicherweise noch in eine fünf Tagesquarantäne gehen müssen mit unserem Sohn. Er ist viereinhalb Jahre, impfen kann ich ihn ja leider nicht. Bedeutet für uns, der einzige Ausweg aus dieser Misere ist eine Ansteckung.

  • 45 Anonym 22.01.2022, 18:57 Uhr

    In welchem Kindergarten tragen Erzieherinnen und Erzieher Masken? Wir sind keineswegs geschützt!

    Antworten (1)
    • Mutter-und-Erzieherin 23.01.2022, 20:54 Uhr

      Ich trage natürlich eine Maske, und zwar eine sehr gute FFP2-Maske. Ich habe nur diesen einen Körper und habe die Verantwortung, mich um den Schutz meiner Gesundheit zu kümmern. Ich trage eine FFP2-Maske, seitdem es welche in Deutschland zu kaufen gab. Anfangs war ich die einzige in unserer Kita, inzwischen machen das fast alle ErzieherInnen.

  • 44 Martin 22.01.2022, 18:53 Uhr

    Das Schulen und Kitas nicht flächendeckend mit Luftfiltern, UVC-Sterilisatoren oder Klimaanlagen ausgestattet werden halte ich für einen Skandal. Anstatt dessen werden Lüftungsmaßnahmen im Winter bei Minusgraden angeordnet. Kinder und Jugendliche haben in Deutschland offensichtlich keinen Wert.

    Antworten (5)
    • Anonym 23.01.2022, 09:37 Uhr

      Gerau so ist es....

    • Anonym 23.01.2022, 21:38 Uhr

      Die Luftfilter nützen rein gar nichts, wir haben ein angeblich qualitativ hochwertiges Gerät in unserer Kita Gruppe, schaltet die CO2 Ampel auf gelb passiert nach 30 min Höchststufe des Lüfters rein gar nichts, aber bei 5 min Tür nach draußen öffnen leuchtet die Ampel wieder grün. Und dazu sollen wieder Gelder verschleudert werden?

    • Anonym 24.01.2022, 07:55 Uhr

      Der Luftfilter filtert Erreger raus. Das CO2 Messgerät misst den Gehalt an CO2 in der Luft. Der Luftfilter wandelt nicht CO2 in O2 um, es ist kein Luftaufbereiter. Er sorgt dafür, dass weniger Krankheitserreger in der Luft rumschwirren. Gelüftet werden muss trotzdem.

    • Micha 24.01.2022, 15:53 Uhr

      @ Anonym (Antwort 2): Welche Art Luftfilter wurde installiert? Die "Corona"-Luftfilter sollen meines Wissens nach kleine Schwebeteilchen, also Aerosole aus der Luft filtern. DIE Art Luftfilter, die CO2 sozusagen in O2 "waschen" kann, müsste anders funktionieren und wäre vermutlich auch wesentlich teurer in der Anschaffung. --- @ Martin, Teil 1: Ich denke, Klimaanlagen sind bei der "Corona"-Eindämmung nicht hilfreich, eher im Gegenteil: Sie verwirbeln Luft und verteilen so evtl. virustragende Aerosole im ganzen Raum - ohne sie als Nebeneffekt aus der Luft zu filtern. Genau wie Ventilatoren. Aber hier kann ich mich auch irren. Moderne Klimaanlagen haben vllt auch eine (Staub-) Allergiker-Filterfunktion. Fragt sich, ob diese ausreichend ist, um Aerosole im Bereich zwischen 0,2 µm bzw. 1 µm bis 2 Mikrometern auszufiltern. ("Corona"-Aerosolgröße: Siehe bei Interesse in "Teil 2")

    • Micha 24.01.2022, 15:54 Uhr

      @ Martin, Teil 2: Bei Interesse auf "fh-muenster.de/gesundheit/forschung/forschungsprojekte/moeglichkeiten-und-grenzen-der-eigenverantwortlichen-wiederverwendung-von-ffp2-masken-im-privatgebrauch/index.php" ganz unten "Untersuchung der Filterleistung" aufklappen und mit "Strg + F" nach "Madas et al. (2020) und Anand & Mayya (2020) sehen in Partikeln ab 1 bis 2 μm ein relevantes Infektionsrisiko." suchen. - Ebenso auf "zdf.de/nachrichten/panorama/corona-ffp2-masken-maengel-100.html" nach "Laut der DIN-Webseite werden Teilchengrößen zwischen 0,004 und 1,2 Mikrometer von der EN-149-Norm berücksichtigt." suchen. --- Verschiedene Partikelgrößen (auch "Pollen") in einem Bild: FH-Münster-Link öffnen, unter "FAQ" --> "Wie können FFP2-Masken SARS-CoV-2 filtern und wie wird dies getestet?" öffnen. --- Ich finde es bei "Corona"-Aerosol-Diskussionen wichtig zu wissen, über welche Mini-Größen überhaupt gesprochen wird!

  • 43 Päd.Fachkraft 22.01.2022, 17:14 Uhr

    Leider wird an die Erzieherinnen immer als Letztes gedacht

    Antworten (2)
    • Alexa 23.01.2022, 12:01 Uhr

      Bei uns hat die Stadt im Spätsommer/Herbst den Kitas angeboten, Frischluftventilatoren einzubauen. Fast alle Kitas, also die Leitungen und Erzieherinnen haben abgelehnt, zu laut und zuviel Platzverbrauch (unter der Decke!). Zu dem Zeitpunkt haben die ErzieherInnen vermutlich noch angenommen, dass sie selbst durch die Impfung ja super geschützt sind. War ihnen der Schutz der Kinder egal? Hier habe ich kein Mitleid mit den Erzieherinnen, nur mit den Kindern, die nicht mal geimpft werden können, aber vielleicht auch Risikofaktoren haben.

    • Micha 23.01.2022, 20:56 Uhr

      @ Alexa (Antwort 1): Ven-ti-la-tor ?!? Ein Schreibfehler Ihrerseits? --- Ventilatoren verteilen möglicherweise virentragende Aerosole gleichmäßig im Raum, so dass wirklich JEDER in ihren Genuss kommt. - Seit feststeht, dass Aerosole Viren tragen können, bin ich in Gemeinschaftsräumen strikt gegen Ventilaroren. Hier muss dann auch im Hochsommer eben mal Lüften reichen.

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