Warnstreiks in der Metallbranche

Warnstreiks in der Metallbranche

  • Weiter Warnstreiks in NRW
  • Über 170 Metall-Betriebe betroffen
  • Am 18. Januar wird weiter verhandelt.

Vor der dritten Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall die Warnstreiks kräftig ausgeweitet. Seit Mittwochfrüh (10.01.2018) gab es den dritten Tag in Folge Warnstreiks. In NRW waren mehr als 170 Betriebe betroffen - in Wuppertal zum Beispiel Vorwerk, in Duisburg Siemens, in Paderborn der Autozulieferer Benteler.

Laut IG Metall beteiligten sich am Mittwoch (10.01.2018) fast 26.000 Metaller. Auch am Donnerstag (11.01.2018) soll es Arbeitsniederlegungen bei Metallbetrieben in NRW geben.

Metaller-Warnstreiks in ganz NRW

Von Köln bis Bocholt, von Düren bis Bielefeld: An über 140 Standorten der Metallindustrie finden und fanden am Dienstag (09.01.2018) Warnstreiks statt.

Warnstreik IG Metall in Neuss

Schon um 4 Uhr am Dienstagmorgen (09.01.2018) gingen rund 300 Beschäftigte bei Alu-Norf in Neuss auf die Straße. Für ihre Proteste brachen die Arbeiter die Nachtschicht ab und zogen mit Fackeln über das Firmengelände und angrenzende Straßen.

Schon um 4 Uhr am Dienstagmorgen (09.01.2018) gingen rund 300 Beschäftigte bei Alu-Norf in Neuss auf die Straße. Für ihre Proteste brachen die Arbeiter die Nachtschicht ab und zogen mit Fackeln über das Firmengelände und angrenzende Straßen.

In Bielefeld legten Nachtschichtarbeiter des Autozulieferers Gestamp die Arbeit nieder und protestierten vor dem Werkstor.

In Düren waren 800 Beschäftigte aus sieben Betrieben aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Viele von ihnen kamen in die Festhalle nach Birkesdorf für ein "Warnstreikfrühstück".

In Bocholt kamen 650 Arbeiter aus verschiedenen Betrieben des Maschinenbauers Flender zusammen. Flender ist Teil der Siemens-Gruppe.

Auch bei Ford in Köln-Merkenich gab es einen Warnstreik. Mehrere hundert Beschäftigte des Autobauers nahmen an einer Kundgebung teil.

In Duisburg legten 300 Arbeiter der Grillo-Werke die Arbeit nieder.

Die dritte Verhandlungsrunde für die 3,9 Millionen Metaller in Deutschland beginnt am Donnerstag (11.01.2018) in Böblingen bei Stuttgart. In Nordrhein-Westfalen wird am 18. Januar weiter verhandelt. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und das Recht für jeden Beschäftigten, seine Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen, mit teilweisem Lohnausgleich. Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung und zwei Prozent mehr Lohn angeboten. Außerdem wollen sie die Arbeitszeit verlängern können.

Stand: 10.01.2018, 15:52

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