Leere Schaukel

Hohe Aufklärungsquote: In NRW gibt es aktuell 318 vermisste Kinder

Stand: 24.05.2022, 14:56 Uhr

Es sind Schicksale, die berühren: Kinder, die als vermisst gelten. Aktuell gibt es in NRW 318 solcher Fälle. Die Aufklärungsquote ist hoch.

In Nordrhein-Westfalen gelten derzeit 318 Kinder unter 14 Jahren als vermisst. Das teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in Wiesbaden mit. Zu den noch nicht geklärten Fällen zählten neben Dauerausreißern auch Kindesentziehungen und unbegleitete Flüchtlingskinder, die aus ihren Unterkünften verschwunden seien.

Insgesamt sei der Anteil der Kinderschicksale, die auch nach längerer Zeit nicht geklärt werden könnten, sehr gering, hieß es vom BKA. Bundesweit gibt es laut Statistik mehr als 1.600 vermisste Kinder. Das bevölkerungsreichste Bundesland NRW liegt bei der Anzahl der Vermissten auf Platz zwei hinter Bayern (348).

Mit einem Tag der vermissten Kinder soll an diesem Mittwoch über Möglichkeiten zur Vorsorge informiert werden. In Deutschland wird der Tag seit 2003 unter anderem von der "Initiative Vermisste Kinder" aufgegriffen.

Ältester Vermisstenfall stammt aus dem Jahr 1964

Nach BKA-Angaben wurden in den vergangenen Jahren durchschnittlich etwa 15.700 Kinder und Jugendliche im Jahresverlauf als vermisst gemeldet. Die Aufklärungsquote liege bei etwa 97 Prozent.

Wenn Kinder und Jugendliche verschwänden, gebe es dafür unterschiedliche Gründe wie etwa Probleme in der Schule oder mit den Eltern sowie Liebeskummer. Oder Eltern stritten sich um das Sorgerecht. Der älteste noch in der BKA-Datei enthaltene Vermisstenfall eines Kindes stammt aus dem Jahr 1964.

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