Fiese Hinterlassenschaften: Kampf gegen Hundekot

Kackhaufen eines Hundes auf dem Gehweg

Fiese Hinterlassenschaften: Kampf gegen Hundekot

Im Kampf gegen Hundekot setzten NRW-Städte in der Regel auf Bußgelder oder Gratistüten. Die Idee einer DNA-Hundekot-Datenbank wurde aber mittlerweile verworfen.

Tretminen am Straßenrand, in Parks oder auf Kinderspielplätzen - Kommunen in NRW kämpfen gegen den Hundekot.

Mehrere Millionen Gratis-Beutel

Einige Städte haben ihre Lage mit zusätzlichen Gratis-Kotbeuteln verbessert. So sind in Köln mittlerweile fast 800 Tütenspender aufgestellt. In Münster und Aachen seien 2018 mehr als eine Million Beutel angeboten worden. Duisburg füllt die rund 100 "Wuffi-Bags" im Stadtgebiet inzwischen mindestens einmal pro Woche auf. In Düsseldorf stehen gut 300 Beutelspender bereit.

Nur wenige Halter werden erwischt

Ertappten Hundehaltern droht eigentlich ein Bußgeld - zwischen 35 und 500 Euro werden je nach Stadt fällig. Das Problem: Die Hundebesitzer müssen "in flagranti" erwischt werden.

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WDR 5 Tagesgespräch | 03.01.2019 | 45:34 Min.

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Überführung per Speichelprobe

In Leichlingen wurde sogar über eine Hundekot-DNA-Datenbank nachgedacht. Über Hundespeichel-Abstriche sollte sie aufgebaut werden und mittels Haufenprobe hätte sich dann der Besitzer überführen lassen. "Im Rat ist das aber leider abgeschmettert worden, weil die grüne Kleinstadt Leichlingen viele Besucher von auswärts mit ihrem Hunden zum Spaziergehen anlockt", sagt Lokalpolitiker Franz-Josef Jung.

Kritik an Hundesteuer

Doch auch von Hundehaltern gibt es Kritik. "Bei einer Hundesteuer von jährlich 96 Euro frage ich mich schon, was mit dem Geld eigentlich passiert", sagt ein Hundebesitzer aus Düsseldorf. In vielen NRW-Städten werden aber jährlich weit über 100 Euro fällig. Gut 300 Millionen Euro Hundesteuer fließen jährlich in die Kassen der deutschen Kommunen.

Stand: 12.01.2019, 12:00

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