Nach Überschwemmungen in NRW sinken Pegelstände wieder

Nach Überschwemmungen in NRW sinken Pegelstände wieder

  • "Entwarnung" nach Dauerregen
  • Pegelstände sinken zum Wochenende wieder
  • Hoch "Hannelore" sorgt für mildere Temperaturen

Große Regenmengen der vergangenen Tage haben vereinzelt zu Überschwemmungen geführt und auch die Pegelstände der Flüsse in NRW steigen lassen. Am Montag (18.03.2019) folgte dann die Entwarnung.

Zwar würden vereinzelte Pegelstände am Montag noch steigen, bis zum Wochenende werde sich die Lage aber deutlich entspannen, sagt WDR-Wetterexperte Andreas Wagner. Auch mit Starkregen müssen wir in den nächsten Tagen nicht mehr rechnen: "Heute gibt es noch örtliche Schauer mit Graupel. Am Dienstag bleibt es dann aber weitgehend trocken."

Die Temperaturen steigen auf zwölf Grad, zum Ende der Woche sind sogar bis zu 19 Grad möglich - vor allem im Ruhrgebiet und im Rheinland. Dann macht sich Hochdruckgebiet "Hannelore" breit.

Straßen überflutet

Überschwemmte Feldwege

Am Wochenende waren zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten, beispielsweise die Rur zwischen Wassenberg und Heinsberg. Straßen und Wege, Wiesen und Felder verschwanden dort in den Fluten.

Auch in Alsdorf waren Straßen und Wege stundenlang gesperrt, weil sie unter Wasser standen oder Bäume umgestürzt waren. Zahlreiche Keller in der Region liefen voll und mussten ausgepumpt werden. In Stolberg musste die Feuerwehr Autos von einem Parkplatz schleppen, weil die Inde über die Ufer getreten war.

Rhein und Nebenflüsse ebenfalls betroffen

Auch der Rhein und seine Nebenflüsse schwollen nach Angaben zuständigen Behörden an. Am Pegel Köln war die Hochwassermarke I am Sonntagmittag überschritten. Schiffe mussten langsamer und in der Flussmitte fahren.

Bis zu 40 Liter Wasser pro Quadratmeter waren mancherorts innerhalb von nur 24 Stunden in NRW herunter gekommen. Zum Vergleich: In Köln fallen im gesamten Monat März durchschnittlich 52 Liter.

B57 stundenlang gesperrt

Hochwasser in Altena - Eine überschwemmte Straße

Hochwasser in Altena

Bei Aachen drohte die Bundesstraße 57 unterspült zu werden, sie musste stundenlang gesperrt werden. Im sauerländischen Altena stellte die Feuerwehr vorsorglich rund 500 Sandsäcke auf. In Solingen musste wegen einer drohenden Überschwemmung ein Parkplatz an der Wupper mit 60 Autos geräumt werden.

Der Dauerregen hat auch dazu geführt, dass am Samstag das angesetzte Westduell zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FC Köln in der 2. Bundesliga abgesagt wurde: Der Grund: Der Platz war unbespielbar.

Klimawandel beeinflusst Hochwasser

WDR 5 Leonardo Top Themen | 11.08.2017 | 05:54 Min.

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Stand: 18.03.2019, 13:32

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