Hochwasser am Höhepunkt

Hochwasser am Höhepunkt

Vollgelaufene Auen, Uferwege und Parkplätze: Das erste Rhein-Hochwasser des Jahres ist bislang recht glimpflich abgelaufen. Ganz im Gegensatz zu früheren Jahren..

Achtung Hochwasser auf der Rheinpromenade

8,75 Meter hoch war der Rheinpegel am Montagmittag (08.01.2017) in Köln. Zu viel für den Schiffsverkehr.

8,75 Meter hoch war der Rheinpegel am Montagmittag (08.01.2017) in Köln. Zu viel für den Schiffsverkehr.

Der Schiffsverkehr wurde schon am Sonntag in Köln eingestellt. Die Schiffe passen einfach nicht mehr unter den Rheinbrücken durch.

Bis die Rheinschiffer Köln wieder passieren können, muss der Pegel auf 8,30 Meter sinken. Das dürfte spätestens bis Ende der Woche geschafft sein. Meteorologen haben keine weiteren Niederschläge vorhergesagt.

Der Kölner Ortsteil Kasselberg wurde durch die Wassermassen fast zu einer Insel gemacht. Wer Kasselberg verlassen oder dort hin wollte, konnte das nur mit einem Spezialfahrzeug.

Viele Menschen ließen sich von dem Hochwasser nicht abschrecken. Damit die Füße trocken blieben, sprangen die einen aufs Pferd ...

... die anderen auf den Rücken eines netten Mitmenschen.

Als Fahrradfahrer hatte man da schon schlechtere Karten - zumindest, wenn man zu nahe am Ufer geparkt hatte.

Normalerweise findet man auf den Bänken direkt am Flussufer keine freien Plätze..

Bislang konnte das Hochwasser in den Innenstädten keine größeren Schäden anrichten. Im Gegenteil: Die Kneipen, Läden und Kioske in den ufernahen Vierteln von Köln, Bonn oder Düsseldorf konnten bestimmt vom erhöhten Besucherandrang profitieren.

Das lag auch daran, dass sich die Städte gut vorbereitet zeigten und schnell und effizient die nötigen Schutzmaßnahmen ergreifen konnten. Offenbar hat man aus den Hochwassern der Vergangenheit gelernt.

Die letzten Hochwasser liefen nämlich nicht immer so glimpflich ab. So stieg der Rheinpegelstand in Köln an Heiligabend 1993 auf 10,24 Meter; in Bonn wurde der höchste Pegelstand des 20. Jahrhundert gemessen. Allein in Köln waren von dem Jahrhunderthochwasser über 100.000 Menschen betroffen.

Ein gutes Jahr später sah es am Rhein ähnlich aus: Auch Ende Januar 1995 gab es Rekordpegelstände, geflutete Hochwasserwände und überschwemmte Stadtviertel.

Auch der Schiffsverkehr so wie hier in Duisburg wurde damals gestoppt.

Die Schäden der damaligen Hochwasser erreichten Milliardenhöhen. Als Folge rief NRW zusammen mit den Nachbarländern am Rhein ein Hochwasserschutzprogramm ins Leben, das u.a. mit Hochwasserschutzgebieten und Rückhaltebecken das Schlimmste verhindern soll.

Stand: 08.01.2018, 13:26 Uhr