Ab wann gibt es Hitzefrei für Schüler in NRW?

Schule oder Hitzefrei?

Ab wann gibt es Hitzefrei für Schüler in NRW?

Von Andreas Sträter

  • Hitze-Woche steht bevor
  • Temperatur von 27 Grad ist entscheidend
  • Kein Hitzefrei für Oberstufenschüler

Ab wann gibt es für wen Hitzefrei in NRW?

In Nordrhein-Westfalen entscheidet jede Schule nach Eigenverantwortung, ab wann es Hitzefrei gibt. Nach Angaben des NRW-Schulministeriums ist eine Raumtemperatur von mehr als 27 Grad entscheidend. Ab dieser Temperatur können die Schulleiter aktiv werden, müssen es aber nicht. Es gilt aber auch: Beträgt die Temperatur in den Räumen weniger als 25 Grad, "(...) darf Hitzefrei nicht erteilt werden", so die Vorschriften. Hitzefrei gilt grundsätzlich nur für Grundschüler und die Sekundarstufe I, also für die Jahrgangsstufen 5 bis 9.

Die Oberstufenschüler der Sekundarstufe II bekommen kein Hitzefrei, weil diese Schüler mit Gleichaltrigen verglichen werden, die sich in einem Ausbildungsverhältnis befinden.

Dürfen Schüler einfach nach Hause geschickt werden?

Hitzefrei bedeutet zunächst Unterrichtsfrei. Die Schule kann also durchaus ein Alternativprogramm zum regulären Unterricht anbieten. Grundschüler, Fünftklässler und Sechtsklässler dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsschluss nach Hause geschickt werden.

Hitzefrei

Hitzefrei bedeutet nicht unbedingt Schulfrei.

Bei Hitzefrei gilt generell, dass die Schule Rücksicht nehmen muss auf den Busfahrplan. Es gibt auch die Möglichkeit, die Schüler früher in den offenen Ganztag, die OGS, zu übergeben. Viele Schulen in NRW haben in den vergangenen Jahr individuelle Strategien entwickelt.

Was können die Eltern bei Hitzefrei tun?

Die jüngeren Schüler dürfen nicht ohne Absprache früher nach Hause geschickt werden. In manchen Schulen gibt es auch Ausweichräume, die weniger heiß sind. Arbeitende Eltern müssen also nicht ihren Job abbrechen und zur Schule oder nach Hause eilen, zumal Arbeitnehmer ohnehin kein Recht auf Hitzefrei haben.

Rechtlich dürfen nur Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis neun ohne Absprache früher entlassen werden – bei diesen Schülern wird auf Eigenverantwortung gesetzt. Manche Kommunen entwickeln wie die Stadt Düsseldorf bereits Strategien, damit weniger Unterricht ausfallen muss.

Stand: 24.06.2019, 09:57

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