Das war der Hitze-Tag in NRW

Das war der Hitze-Tag in NRW

  • Dienstag (25.06.2019) war der bislang heißeste Tag des Jahres in NRW
  • Marl mit 37,4 Grad der wärmste Ort im Land
  • Hitzerekord von 1947 bislang nicht gebrochen
  • Der Ticker zum Nachlesen

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20.50 Uhr: Hier gibt es einen Überblick über den heutigen Hitze-Tag in NRW:

19.49 Uhr: Nach der heutigen Hitze stellt sich natürlich die Frage, wie es mit dem Wetter weitergeht. In der Nacht bleibt der Himmel leicht bewölkt oder klar. Die Werte gehen auf 22 bis 17 Grad zurück. Am Mittwoch meist sonnig, höchstens kurzzeitig wolkiger und trocken. Höchstwerte 30 Grad im nördlichen Münsterland und bis 36 Grad im Raum Köln/Bonn.

18.56 Uhr: Viele Schulen in NRW knicken vor der Hitze ein. An manchen Gymnasien gab es heute Hitzefrei. Einige Grundschulen mit Ganztagsbetreuung verkürzten die Unterrichtsstunden.

18.45 Uhr: In der Nähe des Düsseldorfer Flughafens ist eine Bahn stehengeblieben. Der Zug muss nach Angaben der Bundespolizei evakuiert werden. Aufgrund großer Hitze und eines Ausfalls der Klimaanlagen müssten die Reisenden aus den Waggons geholt werden. Ein Großeinsatz von Rettungskräften sei angelaufen.

18.40 Uhr: Hier sind die fünf Orte in NRW mit den höchsten Temperaturen heute:

An diesen fünf Orten war es heute am wärmsten

18.33 Uhr: Der Naturschutzbund Nordrhein-Westfalen ruft dazu auf, Vogeltränken aufzustellen. Gerade in den Städten fehlten für viele Tiere Möglichkeiten, ihren Durst zu stillen. Die Wasserstellen müssten allerdings täglich gereinigt und das Wasser gewechselt werden, da die Vögel auch gerne darin badeten.

Hitzeopfer Tiere - Tränken aufstellen!

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 25.06.2019 03:36 Min. Verfügbar bis 24.06.2024 WDR 5

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18.25 Uhr: Ein Bahnsprecher berichtet von kleineren hitzebedingten Störungen im Nahverkehr, vor allem an Dieselfahrzeugen. Betroffen seien "ein paar Linien" der DB Regio. Einige Züge seien in Bahnhöfen stehen geblieben, aber nicht auf freier Strecke.

18.12 Uhr: Wer im Freibad heute ein einsames Plätzchen gesucht hat, wird wohl Probleme gehabt haben. Die Bäder waren für eine Abkühlung heiß begehrt. So wie in diesem Essener Schwimmbad sah es wohl vielerorts in NRW aus.

Freibad von oben (Symbolbild)

Freibad von oben (Symbolbild)

17.53 Uhr: Auf den Straßen von NRW sind Probleme wie teils ins Ostdeutschland nicht zu befürchten. Das ist die Einschätzung von Straßen NRW. Der Landesbetrieb sieht die Lage im Moment entspannt. Bisher seien keine Hitzeschäden registriert worden. Der Grund: Anders als etwa in ostdeutschen Bundesländern gebe es hier nicht so viele Autobahnen aus Beton. In Sachsen-Anhalt gelten wegen der Hitze auf Teilen der A9 und der A38 Tempolimits.

16.55 Uhr: Gute Nachrichten für viele Dortmunder: Das Freibad Stockheide, das heute wegen des Eichenprozessionsspinners geschlossen blieb, soll morgen wieder öffnen. Das Waldbad in Hilden ist auch von den Raupen befallen, blieb aber geöffnet - zum Unmut vieler Gäste.

16.30 Uhr: Neuer Hitze-Spitzenwert in NRW: Um 16 Uhr wurde in Marl mit 37,4 Grad die bislang höchste Temperatur heute gemessen. Ein neuer Juni-Rekord wäre das aber nicht. Der liegt bei 37,9 Grad und wurde am 27. Juni 1947 in Köln und Bonn aufgestellt.

16.10 Uhr: Nicht nur die hohen Temperaturen sind heute eine Belastung. Das Landesumweltamt in Essen rät Ozon-empfindlichen Menschen, Anstrengungen im Freien zu meiden. In Krefeld wurde mit 184 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft bereits die Meldegrenze von 180 Mikrogramm überschritten. Alle anderen 26 Messstellen wiesen mit mindestens 120 Mikrogramm ebenfalls erhöhte Werte auf.

15.58 Uhr: Die extreme Hitze ist eine Gefahr für die Gesundheit. Je nachdem wo man sich erfrischt, kann aber auch die Abkühlung zur Gefahr werden. Die DLRG Bonn warnt dringend davor, im Rhein zu schwimmen.

15.40 Uhr: Nicht nur Menschen und Tiere haben mit der Hitze zu kämpfen. Mittlerweile gilt für weite Teile NRWs die zweithöchste Warnstufe für Waldbrände. Zudem leiden viele Wälder noch unter der Dürre des vergangenen Jahres.

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15.29 Uhr: Noch kühler als in Winterberg ist es im Kölner Dom. Dort dürfen allerdings nur Besucher hinein, die entsprechend - also nicht zu luftig - gekleidet sind. Kurze Hosen sind okay. Wer schulter- oder bauchfrei trägt oder gar kein Oberteil an hat, muss sich mit einem Tuch bedecken. Die Tücher würden von den Domschweizern, den Ordnungshütern im Dom, ausgegeben, sagt Domsprecher Markus Frädrich.

15.00 Uhr: Mittlerweile hat Neuss die Spitzenposition in Sachen Temperatur in NRW übernommen. Dort sind es gerade 36,2 Grad. Die Nachbarstadt Düsseldorf belegt Platz 2 mit 36,1 Grad. Weiterhin der kühlste Ort in NRW ist Winterberg mit 25,9 Grad.

13.47 Uhr: Wo immer es geht, suchen die Menschen in NRW Abkühlung. Dieses Foto schickte uns Achim Otto vom Unterbacher See in Düsseldorf.

Ein Mann steckte seine nackten Füße in den Unterbacher See in Düsseldorf

13.30 Uhr: So, Mittagspause beendet. Glücklicherweise war es in der WDR-Kantine nicht so warm wie im Grillwagen von Heiner Berlemann in Emsdetten. Dort wurden heute Mittag schon sämtliche Hitzerekorde eingestellt.

Ein Thermometer vor einem Hähnchengrill zeigt 47 Grad an

13.05 Uhr: Glück für WDR-Reporter Oliver Köhler: Er durfte heute an den Lippesee bei Paderborn. Und traf Menschen, die sich für den Tag am See extra Urlaub genommen haben.

12.30 Uhr: Die Top-Werte vom Montag (24.06.2019) sind heute schon erreicht worden. Um 12.30 Uhr wurden nach Informationen der WDR-Wetterexperten in Marl und Castrop-Rauxel schon 34 Grad gemessen. Wesentlich kühler ist es in Winterberg. Dort sind es angenehme 25 Grad.

11.49 Uhr: Nach Informationen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte kommen derzeit vermehrt Familien in die Praxen der Ärzte, weil die Kinder Sonnenbrand oder einen Schwächeanfall erlitten haben. Der Verband gibt folgende Tipps, sobald Temperaturen auf mehr als 25 Grad steigen:

  • UV-A und -B Sonnenschutz mit einem Lichschutzfaktor von mindestens 20
  • Kinder unter 3 Jahren sollten sich nur im Schatten aufhalten
  • Luftige Kleidung und vor allem Kopfbedeckung
  • Viel und oft trinken
  • Leichte fettarme Kost
  • Keine anstrengenden körperlichen Arbeiten
  • Kinder nie allein im Auto lassen

11.41 Uhr: Und das passiert, wenn der Mensch vergisst zu trinken.

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11.35 Uhr: Trinken, trinken, trinken - das gilt auch für Tiere. Im Zoo in Münster bekommen die Elefanten die Erfrischung heute direkt aus dem Schlauch - Dusche inkusive.

Ein Tierpfleger spritzt einem Elefanten mit einem Schlauch Wasser in das Maul.

11.11 Uhr: Riesenpech für viele Dortmunder. Ausgerechnet am bislang heißesten Tagen des Jahres bleibt das Freibad Stockheide geschlossen. Der Grund: Im angrenzenden Hoeschpark sind zahlreiche Bäume mit den Nestern des Eichenprozessionsspinners befallen. Die Stadt befürchtet, dass die gefährlichen Brennhaare vom Wind in das Freibad getragen werden könnten.

10.45 Uhr: Laut WDR-Verkehrsstudio müssen Autofahrer auf der A40 Richtung Duisburg zwischen Dreieck Bochum-West und Essen Frillendorf 30 Minuten mehr einplanen. Dort laufen Bergungsarbeiten und die Autobahn muss im Bereich der sogenannten Buderuskurve repariert werden. Dort haben sich nach Informationen von Straßen.NRW Dellen im Belag gebildet.

10.23 Uhr: Alle, die in der Nähe von Bäumen wohnen, haben heute eindeutig bessere Karten.

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9.48 Uhr: Im bislang heißesten Juni in NRW kletterte das Quecksilber 1947 in Köln und Bonn auf 37,9 Grad. Ob am Dienstag (25.06.2019) oder Mittwoch (26.06.2019) diese historische Marke geknackt wird, ist laut WDR-Wetterexperten noch fraglich. Beste Chancen darauf gibt es Bereich zwischen Ruhrgebiet, Rheinland, Niederrhein, Bergischem Land und Kölner Bucht. Spitzenreiter am Montag war Marl mit gemessenen 34,1 Grad.

Kühlende Fotos gegen die Hitzewelle

Hoch Ulla heizt NRW ein. Dienstag und Mittwoch (25./26.06.2019) sollen die Temperaturen auf Werte von 38 bis 40 Grad klettern. Obst am besten einfrieren und dann lutschen.

Hoch Ulla heizt NRW ein. Dienstag und Mittwoch (25./26.06.2019) sollen die Temperaturen auf Werte von 38 bis 40 Grad klettern. Obst am besten einfrieren und dann lutschen.

Vielleicht auch gekühltes Kleingeld als Erfrischung mitnehmen? Immerhin könnte laut WDR-Wetterexperten in den kommenden 48 Stunden ein Rekord fallen, der seit über 70 Jahren Bestand hat: am 27. Juni 1947 wurde in Köln und Bonn mit 37,9 Grad der Juni-Hitzerekord verzeichnet.

Da kann das Eis gar nicht groß genug sein. Grund für die tropischen Temperaturen in NRW sind ein Hoch über Skandinavien und ein Tief über dem Nordatlantik. Dazwischen strömt heiße bis sehr heiße Luft nach NRW.

Tropisch werden auch die Nächte mit Temperaturen um die 20 Grad. Zum Mittwoch hin können es in aufgeheizten Innenstädten sogar bis 24 Grad werden - lüften sinnlos! Glücklich, wer tagsüber im Schwimmbad planschen kann ...

... oder einen Eisberg findet. In unseren Breitengraden sorgt laut WDR-Wetterexperten Sahara-Staub in zehn Kilometern Höhe für minimale Abkühlung. Die hohen Sandkonzentrationen in der Atmosphäre sorgen dafür, dass die Sonneneinstrahlung geschwächt und es ein bis zwei Grad kühler wird.

Wer sich draußen aufhält: bitte eincremen - mindestens mit Lichtschutzfaktor 15! Die Weltgesundheitsorganisation rät zwischen 11 und 15 Uhr den Aufenthalt im Freien zu vermeiden - zu stark sei die ultraviolette Strahlung.

Auch am kommenden Donnerstag bleibt es sommerlich schön. Dann sinken die Temperaturen aber wieder auf ein normales Sommerniveau mit 26 bis 33 Grad. Immer noch genau richtig für eine kühle Dusche.

Kommentare zum Thema

16 Kommentare

  • 16 Mae 26.06.2019, 18:42 Uhr

    Sag das erneut, wenn die Welt vom Klimswandel untergeht. Ach ne warte, kannst du nicht. Weil die Menschen schon davor von ihm ausgelöscht werden.

  • 15 Mae 26.06.2019, 18:38 Uhr

    Willkommen zum Klimawandel. WIR MÜSSEN WAS TUN. Wacht doch mal alle auf!

  • 14 Harald 25.06.2019, 23:57 Uhr

    Die im Büro arbeiten sind die größten stöhner,die sollen dann mal einen Tag als Maurer oder Dachdecker arbeiten,dann würden sie bestimmt ihre Klappe halten

  • 13 Ben 25.06.2019, 22:06 Uhr

    Deutschland ein Volk der Jammerer. Es regnet, Gejammer die Sonne scheint nicht. Die Sonne scheint, Gejammer es ist warm. 5 Grad plus im Winter, Gejammer sibirische Kälte. Am meisten jammern Leute im Büro. Was sollen Handwerker, Strassenbauarbeiter usw. sagen. Ich hatte am Hochofen gearbeitet bei so einem Wetter. Ca. 60 Grad waren auf der Bühne. Keiner hat gejammert. aber das war auch vor 50 Jahre. Ich habe das sogar überlebt.

  • 12 Kolja Opitz 25.06.2019, 17:48 Uhr

    Klima-Killer hin oder her: Bei 37,2 Grad draußen und einem nicht temperierbaren Büro mit möglicherweise mehr als 30 Grad Innentemperatur könnte ich keiner sinnvollen Tätigkeit mehr nachgehen. Ich sehe ein, dass es das Ziel sein muss, CO2 Emissionen zu verringern bzw. zu vermeiden. Aber dann wird man eher kurz- als mittelfristig einen Großteil aller (Büro-) Gebäude, die älter als 10 Jahre sind, sanieren oder abreißen müssen. Denn die Katastrophe ist bereits da, und man kann ihr kurzfristig nur mit einer Klimaanlage begegnen. Ich mach dann mal noch ein bisschen länger, bei 22 Grad.

    Antworten (2)
    • Didi 25.06.2019, 19:16 Uhr

      Lasst doch mal die Kirche im Dorf. Wer von euch Gutmenschen hat sich mal Gedanken darüber gemacht, wieviel CO2 wirklich in der Atemluft vorhanden ist? Unsere Regierung schaufelt 40 Milliarden-Gräber um gegen die CO2-Emission etwas zu tun. Das die Umwelt selber gute 94% der 0,0038% des CO2 in der Umwelt selbst produziert, lasst ihr Gutmenschen gerne außen vor. Da wird gefaselt von Verboten von SUVs und weiteren Quatsch. Das ist doch Öl in das Feuer der selbsternannten Klimaschützer. Und wer zahlt am Ende die Zeche? Der wehrlose Autofahrer... oder glaubt ihr dass die E-Mobilität an dem Klimawandel und der Ressourcenverschwendung etwas ändern wird?

    • Florian Müller 26.06.2019, 11:35 Uhr

      Der Unfug hört einfach nicht auf: das Klima ist weltweit zu sehen. Dass es jetzt bei uns mal richtig heiß ist, hat nun wirklich nichts mit dem Klimawandel zu tun, sondern mit einer besonderen Wetterlage, die es immer schon mal gegeben hat und durchaus auch noch wesentlich heißer und stabiler als die jetzige - zum Beispiel im Sommer 2003.

  • 11 Achim 25.06.2019, 17:37 Uhr

    Der Tag heute sollte uns eigentlich spätestens zeigen, dass der Klimawandel auch bei uns in Deutschland angekommen ist. Aber letzendlich tut ausser der Jugend (Fridays for Future)wenig, die Bundesregierung so gut, wie garnichts. RWE baut weiter Braunkohle ab und darf auch Wälder roden. Aber letzendlich sind all diese Gedanken dahin, wenn wir Morgen wieder mit unserem Auto in die City fahren uns von einem VW-Konzern und anderen verarschen lassen und glauben das ein E-Auto wirklich unweltfreundlicher ist, da der Strom ja aus der Steckdose kommt. Das die Lithium Akkus nach 5 oder mehr Jahren Sondermüll sind, ist eine andere Sache. Spätestens in den Sommerferien steigen wir alle wieder in den Flieger und denken nicht mehr darüber nach. Also beschwert euch nicht über die hohen Temperaturen.

  • 10 ©Georg K. 25.06.2019, 17:04 Uhr

    hallo zusammen. .aktuell sind es hier in ?Bottrop - Eigen 36,6 Grad und nachher wird gegrillt.

  • 9 Focussierung auf Banalitä 25.06.2019, 17:02 Uhr

    Ein Nachrichtenticker zu den Temperaturen! Wie niveaulos wird WDR.de noch?

  • 8 Markus W. 25.06.2019, 15:49 Uhr

    So langsam wird mir diese Hitze schon wieder zu viel. Sommer und Badewetter ist in Ordnung, aber das heute geht gar nicht. In 10 Jahren sind es den ganzen Sommer über 50 Grad im Schatten und dann bricht in Deutschland alles zusammen. NEIN DANKE ??????

  • 7 marco müller 25.06.2019, 15:16 Uhr

    hallo,hier in wuppertal aktuell 34 grad im schatten und die gefühlte temperatur 40 grad laut wetterstation...so fühlt es sich aber auch in der sonne mindestens an..aber dann im einkaufszentrum gelandet herrliche kühle...schade dass man nicht dort übernachten kann,so wie es die finnen uns schon einmal vorgemacht haben...lg

  • 6 Stefan U. 25.06.2019, 15:14 Uhr

    Zwar nicht ganz DWD-konform, doch mein Thermometer zeigt in Gelsenkirchen in 2 m Höhe ordentliche 35°C - im Schatten natürlich. Da wir hier in den letzten Jahren immer mehr Grünflächen (trotz Nordsternpark) eingebüsst haben, dürfte es in den Straßen noch 3-4° wärmer sein. Doch das ist alles noch nichts gegen die "Brüllsommer" 2003 und '06, als es tagelang selbst nachts nie unter 25°C waren.

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