Grillen in Leverkusen wegen Brandgefahr verboten

Bei "Einweg-Grills", die direkt auf dem Boden stehen, ist immer Vorsicht geboten.

Grillen in Leverkusen wegen Brandgefahr verboten

  • Stadt Leverkusen schließt ihre öffentlichen Grillflächen
  • Anlass ist zweithöchste Graslandbrandstufe
  • Plätze in Düsseldorf und Duisburg bleiben offen

Die Hitzewelle der vergangenen Tage verhagelt den ersten NRW-Bürgern die Grillsaison - zumindest an öffentlichen Plätzen. Die Stadt Leverkusen hat am Freitag (28.06.2019) ein Grillverbot für die vier dafür vorgesehenen Flächen verhängt. Grund sei die Brandgefahr wegen der anhaltenden Trockenheit.

Die Entscheidung habe man getroffen, weil für das Leverkusener Stadtgebiet die Graslandbrandstufe vier, die zweithöchste von insgesamt fünf Stufen, gemeldet worden sei. Von den vier besagten Plätzen abgesehen ist das Grillen in Leverkusen auf öffentlichen Flächen - etwa Parks - grundsätzlich nicht erlaubt.

Keine Grillverbote in Düsseldorf und Duisburg

Andere Städte in NRW halten sich mit Grillverboten noch zurück. So stehen den Düsseldorfern die Grillplätze in den Freizeitparks Heerdt, Niederheider Wäldchen und Ulenbergstraße noch zur Verfügung. Auch in Duisburg war am Freitag noch nicht geplant, die kostenfreien Grillflächen an Toeppersee, Uettelsheimer See, Lohheidesee und im Erholungspark Biegerhof zu sperren.

Das mag sich allerdings am Wochenende ändern, da das Löschen eines Grills jederzeit angeordnet werden kann, und NRW am Samstag und Sonntag wieder zwei besonders heiße Tage bevorstehen: "Der Warnhinweis ist angebracht, weil erfahrungsgemäß etwas passiert", sagt WDR-Wetterexperte Dirk Thiele.

Ein Blick auf den Brandgefährdungsindex des Deutschen Wetterdienstes verheiße nichts Gutes. Für das Grasland herrsche in NRW am Samstag fast flächendeckend Warnstufe vier, und am Sonntag gelte sie überall. Die Waldbrandgefahr erreiche dann sogar die höchste Warnstufe.

Grillen auf Rheinwiesen wird geduldet

Entwarnung sei für Dienstag zu erwarten, prognostiziert Thiele. Das Wetter werde dann wechselhafter - weniger Sonne, niederigere Temperaturen und vereinzelte Schauer weisen auf der Stufenleiter des Brandgefägrdungsindexes den Weg nach unten.

Was das Grillen an nicht eigens dafür ausgewiesenen Plätzen betrifft, ist übrigens immer Vorsicht geboten. So weist eine Sprecherin der Landeshauptstadt darauf hin, dass offenes Feuer und Grillen ohnehin in vielen Grünflächen des Stadtgebietes verboten sei, zum Beispiel in allen Landschafts- und Naturschutzgebieten. Dies beträfe auch die bei Grillfreunden sehr beliebten linksrheinischen Rheinwiesen. Dort werde das Grillen im Kiesbett bis jetzt allerdings geduldet.

Kommentar: Dem Grillen entsagen?

WDR 4 Zur Sache 28.06.2019 02:00 Min. Verfügbar bis 27.06.2020 WDR 4

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Stand: 28.06.2019, 19:05

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