Landesweiter Warntag: Warum gibt es noch Sirenen?

Archiv:  Eine Sirene ist auf einem Dach in Köln zu sehen.

Landesweiter Warntag: Warum gibt es noch Sirenen?

Der Kalte Krieg ist längst vorbei - trotzdem findet am Donnerstag der erste Warntag des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Alte und neue Sirenen und Lautsprecher werden um 10 Uhr morgens ordentlich Lärm machen.

Der Kalte Krieg ist längst vorbei - trotzdem findet am Donnerstag (06.09.2018) der erste Warntag des Landes Nordrhein-Westfalen statt. Alte und neue Sirenen und Lautsprecher werden um 10 Uhr morgens ordentlich Lärm machen. Diesmal soll die Bevölkerung nicht vor möglichen Luftangriffen gewarnt werden, sondern sich an die Warntöne gewöhnen, die zum Beispiel auf Unwetter, Überschwemmungen und Großbrände aufmerksam machen könnten, wie das Innenministerium erläutert.

Neben den Sirenen wird auch die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, getestet. Über die App können Nutzer Gefahrenmeldungen für ihren aktuellen Standort beziehen.

Was tun bei Sirenenalarm?

Heutzutage sollte man nicht in den Keller oder Luftschutzbunker fliehen, sondern sich über die Herkunft der Gefahr informieren.

Dafür wird die Bevölkerung gebeten, das Radio einzuschalten oder im Internet auf der Homepage der Stadt oder Gemeinde nachzusehen.

Deswegen gibt es immer noch Sirenen

Fernsehen, Radio und Internet können zwar schnell über Gefahren berichten, sind aber nicht immer eingeschaltet.Auch wenn das Handy nachts auf lautlos gestellt ist, kann der Lärm einer Sirene dennoch zumindest die Anwesenheit einer Gefahr in der Nähe signalisieren und Betroffene aus dem Schlaf wecken.

Deshalb installieren viele Kommunen nun wieder Sirenen, obwohl der Bund nach 1990 das bis dato flächendeckende Sirenensystem aufgegeben hat. 20 Millionen Euro hat sich das Land NRW den Wiederaufbau des Sirenennetzes kosten lassen, hieß es beim Innenministerium in Düsseldorf.

Die drei Warntöne der modernen Sirene

Den normalen Warnton der Sirene kennen manche aus Weltkriegsfilmen: Ertönt ein an- und abschwellender Dauerton, wird allgemein gewarnt. Erklingt hingegen ein monotoner Dauerton, bedeutet das Entwarnung. Der dritte, spezifische Alarm der Feuerwehr zeichnet sich durch ein zweimal unterbrochenes Signal aus.

Stand: 05.09.2018, 16:45

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