Straßenkarneval: So finden Jecke in Not Hilfe

Karneval und Alkohol

Straßenkarneval: So finden Jecke in Not Hilfe

Von Susanne Schnabel

  • Anlaufstellen für Jecke in Not ab Weiberfastnacht
  • Unterstützung per Telefon, neue Apps und Helfer vor Ort
  • Aufklärungskampagnen in den Karnevalshochburgen

Allgemein

Selbstverständlich sind für Menschen, die Hilfe suchen, die Mitarbeiter von Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Ordnungsamt ansprechbar.

Darüber hinaus gibt es in vielen Städten die Kampagne "Luisa ist hier!" gegen sexuelle Belästigung. Frauen und Mädchen können sich mit der Frage "Ist Luisa hier?" an das Personal in Kneipen wenden.

Die Begleit-App WayGuard bietet die Möglichkeit, sich über eine Geo-Lokalisierung virtuell auf dem Heimweg begleiten zu lassen. In Gefahrensituationen kann man über die App einen Notruf auszulösen.

Die Bonner Ex-Karnevalsprinzessin Alexandra Roth warnt mit ihrer Kampagne "NO! K.O." mit Flyern, Pins und Armbändern vor K.O.-Tropfen. Sie war selber bereits betroffen.

Düsseldorf

Die Frauenberatungsstelle Düsseldorf bietet über die Karnevalstage jeweils von 12 bis 14 Uhr eine Notfallsprechstunde an der Talstraße 22-24 an. Eine telefonische Erstberatung ist jederzeit unter 0211 / 68 68 54 möglich.

Köln

"EDELGARD mobil" ist eine Anlaufstelle für Frauen und Mädchen in Köln. Geschulte Beraterinnen hören ihnen zu und besprechen die nächsten Schritte nach einer Belästigung, Nötigung oder Vergewaltigung. Bis Aschermittwoch ist das Team an der Herz-Jesu-Kirche am Hohenstaufenring jeweils von 20 bis 1 Uhr, Weiberfastnacht schon ab 11 Uhr.

Die Beraterinnen sind dann auch über die Telefonnummer 0221 / 221-27777 erreichbar. Mit der "Edelgard map" finden Frauen den nächstgelegenen "Edelgard-schützt-Ort". Davon gibt es 140 in der Stadt.

40 Streetworker betreuen Jugendliche dieses Jahr nicht nur am Fischmarkt, sondern auch im Bereich des Zülpicher Platzes.

Präventionsprojekt "Edelgard" gegen sexuelle Übergriffe Frau tv 13.02.2020 02:59 Min. UT Verfügbar bis 13.02.2021 WDR Von Franziska Hilfenhaus

Münster

Das "Voll ist out"-Zelt steht an Rosenmontag im Rathausinnenhof neben dem DRK-Zelt: In bewährter Kooperation kümmern sich Rotes Kreuz und "Voll ist out"-Helfer um alkoholische Notfälle und besorgte Angehörige.

Die "Partyguides" der Beratungsstelle Frauen-Notruf sind an Weiberfastnacht und Rosenmontag in Münster unterwegs und verteilen Partypacks mit Infomaterial zu sexueller Belästigung und K.O.-Tropfen. Zudem ist am Donnerstag das Begleittelefon "sumt" freigeschaltet, mit dem sich Mädchen und Frauen sicher nach Hause begleiten lassen können.
sumt: 0800 / 835 3878
Frauennotruf Münster: 0251 / 34443

Bonn

Der "Bonner Event Sprinter" der Ambulanten Suchthilfe ist wieder unterwegs: Weiberfastnacht an der Rheinpromenade Beueler Ufer, Karnevalssamstag an der Friedlandstraße und Rosenmontag an der Adolfstraße. Jugendliche sind eingeladen, sich hier auszuruhen, zu quatschen oder sie bekommen Hilfe in Not.

Frau hält Infokarte der Kampagne "Nein heißt Nein!" in der Hand

Gilt nicht nur im Karneval: "Nein heißt Nein"

Bereits im dritten Jahr gibt es die Kampagne "Nein heißt Nein". Polizei und Stadt verteilen 4.000 mehrsprachige Klappkarten mit praktischen Tipps und Kontaktdaten von Notfall-Ansprechpartnern.

Wichtige Telefonnummern:
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 08000 / 116 016
Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt: 0228 / 635 524
Frauenzentrum Troisdorf: 02241 / 722 50

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Stand: 19.02.2020, 10:33

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