Museum Folkwang richtet Fokus auf NS-Raubkunst

18.06.2019 Essen: In der Installationsansicht "Prometheus Bound" schauen sich Besucher die Bilder von Barnett Newman "Prometheus Bound" von 1952 (l), "Persens" 1941 von Max Beckmann (r) und die Skulptur "Eve" 1881 von Auguste Rodin an.

Museum Folkwang richtet Fokus auf NS-Raubkunst

  • Museum Folkwang betreibt intensive Herkunftsforschung
  • NS-Raubkunst steht im Fokus
  • Traditionsreiche Sammlung wird neu präsentiert

Was ist Provenienzforschung? Was steckt hinter den Stichworten NS-Raubkunst und Kolonialismusdebatte? In seiner neuen Dauerausstellung richtet das Museum Folkwang in Essen besonderes Augenmerk auf die seit vielen Jahren betriebene Herkunftsforschung. Das Museum widmet ihr erstmals einen eigenen Raum.

Bei einigen Werken geben kleine Tafeln Hinweise zur Sammlungsgeschichte. Eine Farbskala verrät dabei auf einen Blick, welchen Klärungsbedarf es bei bestimmten Werken noch gibt, die zwischen 1933 und 1970 in den Besitz des Museums kamen.

Das Museum wird ab Herbst in einer einjährigen Untersuchung bei weiteren 102 Gemälden und Skulpturen prüfen, ob es sich um NS-Raubkunst handelt. Die traditionsreiche Sammlung des Museums wird ab Freitag (21. 06.2019) neu präsentiert. Gezeigt werden 578 Werke in 24 Räumen.

Die Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Fotografien sind jetzt thematisch zusammengestellt und nicht mehr chronologisch. Zum offiziellen Start gibt es ein 24-Stunden-Bürgerfest.

Stand: 20.06.2019, 18:15

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