Herkulesstaude wuchert in NRW

Bärenklau vor blauem Himmel

Herkulesstaude wuchert in NRW

  • NRW kämpft gegen wuchernde Riesenpflanze
  • Giftige Herkulesstaude verdrängt heimische Pflanzen
  • Gefräßige Schafe und Nacktschnecken im Einsatz

Sie ist wieder da und wächst den Menschen in NRW langsam über den Kopf. Die Herkulesstaude, auch Riesen-Bärenklau genannt, ist eine eingeschleppte Art, die nicht nur heimische Pflanzen verdrängt, sondern auch für Menschen gefährlich werden kann.

Giftiger Pflanzensaft

Erst Anfang Juni warnte die Bezirksregierung Düsseldorf vor dem blühenden Giganten, dessen Pflanzensaft bei Berührung verbrennungsähnliche Hautreizungen hervorrufen kann.

Tierischer Appetit auf Giftpflanze

Zwei Schafe geben sich einen Kuss

Schafe fressen Bärenklau

Entlang von Wegen versuchen Städte und Bezirksregierung, die Pflanzen durch Mähen oder Beweidung in Schach zu halten. Schafe können zum Beispiel ohne Gefahr die Stiele und Blätter abnagen. Naturschützer zerhacken Pflanzen, Freiwillige schneiden Tausende Samenstängel ab, um sie später zu verbrennen. Doch diese Methoden sind allesamt zeitintensiv und aufwendig.

Die Mitglieder eines Bonner Angelvereins setzen im Kampf gegen den Bärenklau an der Sieg jetzt auf tierische Helfer. Die Männer schneiden die Pflanzen einfach nur ab - den Rest erledigen innerhalb weniger Wochen gefräßige Nacktschnecken.

Pflanzensamen vom Zar

Ursprünglich kommt der Riesen-Bärenklau aus dem Kaukasus. 1815 schenkte der russische Zar Alexander I. dem Fürsten von Metternich eine Vase mit Samen. Die Pflanze gelangte in die Treibhäuser des Fürsten und später als Zierpflanze an den englischen Königshof. Sie verbreite sich schnell, als Förster sie in den Wäldern ansiedelten, um dem Wild Deckung zu geben, und Imker sie wegen ihrer vielen Pollen für die Bienen anpflanzten.

Stand: 16.06.2018, 20:00