Bunter Herbst dank Sommersonne in leuchtenden Farben

Wildgänse über dem Phönixsee

Bunter Herbst dank Sommersonne in leuchtenden Farben

Der kalendarische Herbst hat am Mittwoch um 21:21 Uhr begonnen. Nur vom Sommer mag er sich nicht so recht trennen. Meteorologie und Bauernregeln legen nahe: So könnte es erstmal bleiben.

Sommer, welcher Sommer? Erst Hitzewelle, dann Unwetterkatastrophe mit verheerenden Folgen. Vielen Menschen in Nordrhein-Westfalen bleibt die warme Jahreszeit in keiner guten Erinnerung - dabei trifft gerade im Juli, August und September normalerweise so viel Sonnenlicht auf unsere Haut, dass die Glückshormone verrückt spielen.

Aber was ist schon normal? Immerhin wird der Herbstanfang von reichlich Sonnenstrahlen beglückt. Doch aus Bauernregel-Sicht ist das kein gutes Omen: "Ist im Herbst das Wetter hell, bringt es Wind und Winter schnell." Und auch zu hohe Temperaturen sollten demnach kein Grund zur Freude sein, denn: "Ist der Herbst warm und fein, kommt ein scharfer Winter rein."

Es bleibt heiter - mit Aussicht auf einen späten Sommer

Die goldene Jahreszeit hat am Mittwoch exakt um 21.21 Uhr begonnen. Dann ist Tag- und Nachtgleiche. Das heißt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sind es exakt jeweils 12 Stunden. Tagsüber fast 12 Stunden Sonne.

Von bunten Blättern und Waldbaden - Fakten zum Herbst

Kürbis auf dem Feld

Das Wort Herbst stammt laut Duden von dem mittelhochdeutschen "herbest" ab. Es bedeutet so viel wie Ernte bzw. "zum Pflücken geeignet".

Das Wort Herbst stammt laut Duden von dem mittelhochdeutschen "herbest" ab. Es bedeutet so viel wie Ernte bzw. "zum Pflücken geeignet".

Alternativ lassen sich Feld und Wald natürlich auch für einen herbstlichen Spaziergang nutzen. Und gesund ist das noch dazu: Studien aus Japan zeigen, dass nach einem Besuch im Wald der Blutdruck niedriger sein kann - und die Zahl der Abwehrzellen höher.

Laut den Japanern ist Joggen allerdings von gestern - zu viel Leistungsdruck. Sie wenden sich vielerorts lieber dem "Waldbaden" zu. Ein Besuch im Herbstlaub wird dann trödelnd oder meditierend verbracht.

Ob nun im Jogging- oder Schneckentempo: In NRW laden einige Orte zu einem Herbstspaziergang ein.

Da wäre beispielsweise das Lanstroper Ei. Der Wasserturm in Dortmund ist schlappe 110 Jahre alt und ein Denkmal aus der Kaiserzeit. Macht sich im Herbstlicht doch nicht schlecht, oder?

Wer es natürlicher mag, kann sich an einen von den vielen Seen in NRW zurückziehen.

Oder das bunte Laub an allen Ecken und Enden bewundern. Das ist schön fürs Auge - und nützlich für die Pflanzen.

In ihren grünen Blättern speichern Baum und Co. Nährstoffe. Sobald es kälter wird, ziehen sie diese in ihren Stamm zurück. So verschwindet das Grün - und übrig bleiben Farben wie Rot und Geld, die ohne den grünen Rückzug nicht hervortreten würden.

Zugegeben, so lange wie im Sommer können wir die Flora nicht genießen. Am 22. September war Tagundnachtgleiche. Heißt für uns: Die Tage werden ab jetzt wieder kürzer als die Nächte. Der kürzeste Tag ist übrigens der 21. Dezember.

Weiter geht es am Donnerstag mit häufigem Sonnenschein bei 18 bis 22 Grad. Ob's so bleibt? Laut Bauernregeln dürfte sich der Herbst von seiner heiteren Seite zeigen.

Das Bild zeigt einen Igel im Laub.

So lässt sich zumindest das Wetter der ersten Septembertage beschreiben - und die geben laut den überlieferten Weisheiten das Programm für den Rest des Herbstes preis. "September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen."

Und auch WDR-Wetterexperte Donald Becker trübt die Hoffnung auf schöne Herbsttage keineswegs. Der Freitag bleibt heiter, der Samstag wird sogar sommerlich. Der Sonntag startet ebenso strahlend - im Laufe des Tages kann es allerdings Gewitter geben.

Am Sonntag ist die Bundestagswahl. In den Bauernregeln findet sich allerdings keine politische Deutung des Wetters.

Stand: 22.09.2021, 21:21

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