Geht doch: Die guten Nachrichten der vergangenen Woche

 Bei Sonnenaufgang fährt ein junger Mann mit dem Fahrrad auf einem Weg.

Geht doch: Die guten Nachrichten der vergangenen Woche

Missbrauchsfälle, Corona, Unfälle, Umweltverschmutzung - die Nachrichten sind voll von negativen Meldungen. Dabei gab es diese Woche auch Gutes zu berichten. Eine kleine Auswahl.

Das Wichtigste gleich zu Anfang: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen sinkt langsam aber stetig. Zwar ist fast das ganze Land noch weit entfernt von einem Inzidenzwert von 50, aber der Trend für NRW ist besser als für den Rest von Deutschland.

Blickt man auf ganz NRW ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen der vergangenen sieben Tage innerhalb der vergangenen zwei Wochen von 170 auf 140 gesunken. Vielversprechend entwickeln sich die Zahlen besonders im Hochsauerlandkreis, in Münster und in den Kreisen Coesfeld, Olpe und Soest. Der "Lockdown light" zeigt offenbar Wirkung.

Videochat mit dem Nikolaus

Auch wenn die Kontaktbeschränkungen über die Feiertage gelockert werden, ein Weihnachten wie in diesem Jahr hatten wir noch nie. Um wenigstens ein bisschen Normalität gerade für die Kinder trotz Corona in der Vorweihnachtszeit zu schaffen, hat sich das Bistum Essen etwas einfallen lassen. Wenn der Nikolaus schon nicht persönlich bei den Kleinen vorbeischauen kann, dann wird er wenigstens per Videokonferenz dazugeschaltet.

Mit dieser Aktion will das Bistum Menschen zusammenbringen, die sich etwa wegen Corona nicht treffen können, und ihnen "ein bisschen Freude schenken", wie es in einer Ankündigung hieß. Und einen Vorteil für den Nikolaus gibt es auch: Keiner kann ihn am Bart ziehen.

Polizei rettet Hunde offenbar vor illegalem Verkauf

Gerade zu Weihnachten werden auch immer wieder Haustiere verschenkt. Oft ist die Devise: Je jünger und süßer die Tiere, desto größer die Freude. Das führt aber dazu, dass illegale Händler beispielsweise Hunde aus dem Ausland nach Deutschland schmuggeln oder die Welpen viel zu jung von ihrer Mutter trennen.

Umso besser, dass der Kölner Polizei gelungen ist, mehrere Hunde - darunter auch vier Welpen - aus einer Kölner Wohnung zu befreien.

NRW hat jetzt eine Tierschutzbeauftragte

Das Land NRW will ohnehin mehr in Sachen Tierschutz unternehmen. Schon vor mehr als einem Jahr hatte Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) angekündigt, dafür den Posten einer Tierschutzbeauftragten schaffen zu wollen. Das ist jetzt geschehen.

Am Dienstag trat Gerlinde von Dehn ihren Posten als erste Tierschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen an. Die Fachtierärztin für Tierschutz arbeite unabhängig und sei Ministerin Heinen-Esser direkt zugeordnet, teilte das NRW-Umweltministerium in Düsseldorf mit. Die Landesbeauftragte soll den ehrenamtlichen und den staatlichen Tierschutz verknüpfen und wird dabei vom Tierschutzbeirat des Landes sowie Fachleuten des Ministeriums unterstützt. Sie soll auch Ansprechpartnerin für Verbände sein und Bürgeranfragen beantworten.

Krankenschwester vermacht ihr Haus dem Museum Folkwang

Die Corona-Pandemie und der erst kürzlich verlängerte "Lockdown light" machen vor allem der Kulturszene große Probleme. Konzerte werden abgesagt, die Kinos haben zu, Theater und Museen bleiben geschlossen. Umso mehr freute sich das Essener Museum Folkwang, als ihr eine ehemalige Krankenschwester nach ihrem Tod ihr Haus vererbte. Der Grund dafür: Die Frau hatte das Museum zu Lebzeiten regelmäßig besucht und es war ihr so ans Herz gewachsen.

Die mit 82 Jahren verstorbene Jutta Franke, die selbst keine Kinder hatte, habe ihr Wohnhaus dem Folkwang-Museumsverein vermacht und verfügt, dieser solle es meistbietend verkaufen, erklärte der Museumsverein diese Woche. Von dem Erlös soll ein Kunstwerk für das Museum gekauft werden. "Die Erbschaft kommt für uns völlig überraschend", sagte der Vorsitzende des Vereins, Ulrich Blank. "Gerne hätten wir die Dame zu Lebzeiten kennengelernt und ihr für ihre außerordentliche Großzügigkeit gedankt."

Neue US-Führung will zurück ins Pariser Klimaabkommen

Auch aus den USA, aus denen in den vergangenen Jahren aus europäischer Sicht häufig Hiobsbotschaften gemeldet wurden, gab es diese Woche positives zu vermelden. In ihrem ersten gemeinsamen Interview bekräftigten der zukünftige Präsident Joe Biden und seine designierte Vize-Präsidentin Kamala Harris erneut, dass sie den Kampf gegen den Klimawandel wieder aufnehmen und dafür dem UN-Klimaabkommen wieder beitreten wollen.

Der noch amtierende US-Präsident Donald Trump hatte schon 2017 angekündigt aus dem Pariser Kliamabkommen auszutreten. Zwei Jahre später - das war der frühstmögliche Zeitpunkt - erklärten die USA ihren offiziellen Austritt, der dann just am 4. November 2020 - dem Tag der US-Präsidentschaftswahl - in Kraft trat.

Stand: 05.12.2020, 12:48

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