Spezialeinheit GSG9: Seltene Einblicke in die Arbeit

Drei bewaffnete GSG9-Anwärter stehen bewaffnet hintereinander.

Spezialeinheit GSG9: Seltene Einblicke in die Arbeit

  • Seltener Einblick in Eliteeinheit
  • 400 Bundespolizisten in der Einsatztruppe
  • Wichtigste Aufgabe: Leben retten

Sie werden gerufen, wenn es gefährlich wird. Ihr Job: Terroristen, Geiselnehmer oder schwer bewaffnete Kriminelle festnehmen. Die Spezialeinheit GSG9 der Bundespolizei gilt als Deutschlands beste Spezialeinheit. Eingesetzt wird sie im Auftrag des Bundesinnenministeriums.

Einblicke in den Arbeitsalltag und das Leben der Einsatzkräfte sind selten. Das Hauptquartier der Grenzschutztruppe 9 bei St. Augustin gilt als einer der am besten bewachten Orte Deutschlands. Die Story im Ersten durfte ins Innenleben der Spezialeinheit hineinschnuppern.

Leben unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen

Ihre eigene Identität halten die Männer der GSG9 zum eigenen Schutz hinter Masken verdeckt. Etwa 400 gehören zur Einsatztruppe. Frauen gibt es keine in der Eliteeinheit. Untereinander reden sich die Bundespolizisten mit Spitznamen wie "Mopsi" oder "Kalinka" an.

Einer davon verrät, dass es statt einer Work-Life-Balance eigentlich nur Work, also Arbeit gebe. Teilweise seien die Einsätze so geheim, dass man auch Zuhause nicht von seinen Erlebnissen sprechen dürfe. Dies führe oft zu schlechter Stimmung, so der GSG9-Bundespolizist "Mopsi".

Nichts für Rambos oder schwache Nerven

Ob tauchen, Fallschirmspringen oder Abseilen aus dem Hubschrauber mit einer 35 Kilogramm schweren Ausrüstung: Die Arbeitseinsätze der GSG9 sind flexibel. Die Einsatztruppe wird gerufen, wenn es gefährlich wird.

Mit jeder Einsatzlage müssen die Elitepolizisten sorgfältig umgehen. Geschossen werde beispielsweise nur, wenn eine unmittelbare Bedrohungssituation vorläge. Die Aufgabe der GSG9 ist dabei vor allem, Leben zu retten. Sie unterstützen andere Behörden wie das Bundeskriminalamt, das Auswärtige Amt oder den Zoll.

Gerufen wird die GSG9 zudem bei Sonderlagen wie Geiselnahmen, Amokläufen oder Terroranschlägen. Auch Auslandsmissionen sind möglich.

Die Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" 02:37 Min. Verfügbar bis 28.06.2022

Nur wenige schaffen es zur GSG9

Um Mitglied der Eliteeinheit zu werden, muss zunächst die Polizeiausbildung und anschließend ein anspruchsvoller Eignungstest durchlaufen werden. Nach Angaben der Bundespolizei bestehen nur zehn Prozent der Bewerber das Auswahlverfahren.

Je nach Eignung wird ein Bewerber dann in einer zehnmonatigen Basis- und Spezialausbildung als Präzisionsschütze, Taucher, Fallschirmspringer oder Sprengstoffexperte ausgebildet.

Stand: 02.12.2019, 08:41

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