NRW-Grüne planen Parteitag am Hambacher Forst

Luftaufnahme Hambacher Forst und Tagebau

NRW-Grüne planen Parteitag am Hambacher Forst

Von Nina Magoley

  • NRW-Grünen planen Parteitag am 7. Oktober am Hambacher Forst
  • Signal an RWE gegen die geplanten Rodungen
  • Zelt für 200 Teilnehmer

Eigentlich sollte der Kleine Parteitag der NRW-Grünen am 7. Oktober im Bochumer "Jahrhunderthaus" stattfinden. Doch angesichts der drohenden Rodung des Hambacher Waldes hat der Landesvorstand nun beschlossen, den Parteitag an die Abbaukante des Tagebaus zu verlegen.

Zelt auf BUND-Grundstück

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) besitze dort ein Grundstück, das die Grünen nutzen dürfen, erklärt Parteisprecher Oliver Koch auf WDR-Nachfrage. "Etwas weniger komfortabel, als gewohnt", soll das Treffen in einem Zelt stattfinden. 80 Delegierte zählen zum sogenannten Landesparteirat, mit insgesamt rund 200 Teilnehmern rechnen die Grünen.

Polizisten vor Baumhaus im Hambacher Forst

Polizisten vor einem Baumhaus im Hambacher Forst

Mit dieser Entscheidung wolle man "ein deutliches Signal an RWE, Landes- und Bundesregierung senden", sagt die Landesvorsitzende Mona Neubaur: "Setzt die geplanten Rodungen aus!" Damit, dass RWE im Oktober mit der weiteren Rodung des Hambacher Forst beginnen will, bedrohe der Energiekonzern "ganz konkret das Gelingen der Berliner Kohle-Kommission". Die berät bis Ende Oktober darüber, ob Deutschland früher aus der Braunkohleverstromung aussteigen soll als, wie bisher geplant, 2045.

Die jetzigen Rodungen würden "auf dem Rücken von Polizistinnen und Polizisten" geschehen, sagt Neubaur und appelliert gleichzeit nochmal an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), Verantwortung "für gesellschaftlichen Frieden und einen gesamtgesellschaftlichen Konsens" zu übernehmen.

Wie schützenswert ist der Hambacher Forst?

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 06.09.2018 07:14 Min. WDR 5

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Stand: 08.09.2018, 17:02

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