Düsseldorfer Gründerpreisträger entwickelt interaktiven Roboter

Gründerpreisträger Jähne mit Roboter Bob

Düsseldorfer Gründerpreisträger entwickelt interaktiven Roboter

Von Thomas Kalus

  • Wettbewerb zeigt die lebendige Start-up-Szene in NRW
  • Gründer haben Gespür für Marktlücken
  • Preisgelder in Höhe von 60.000 Euro

Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart hat am Mittwochabend (22.11.2017) im Düsseldorfer Areal Böhler die besten NRW-Gründer für ihre kreativen Geschäftsideen ausgezeichnet. Mehr als 150 Jungunternehmer hatten sich beworben. Die Bandbreite reichte vom klassischen Maschinenbau über modernes Gastgewerbe bis zu ökologisch-engagierten Digital-Start-ups. Die zehn besten Unternehmen standen in der Endauswahl.

Gründerpreisträger entwickelt intelligente Produkte

Am Ende strahlte Robert Jänisch am meisten: Der Jungunternehmer entwickelt mit seiner Düsseldorfer Ideenschmiede IOX LAB seit 2015 intelligente und vernetzte Produkte aus dem Bereich „Internet der Dinge“. Dabei werden Alltagsgegenstände über das Internet miteinander verbunden. Beispiele: Die Heizung, die automatisch immer die richtige Temperatur einstellt oder die Kaffeemaschine, die anspringt, wenn im Schlafzimmer der Wecker klingelt.

Roboter „Bob“ interagiert mit Menschen

Entwicklungen von IOX LAB: Roboter Bob und Gasflaschen-Waage

Entwicklungen von IOX LAB: Roboter Bob und Gasflaschen-Waage

Jänisch überzeugte die Gründerpreis-Jury vor allem mit einem menschenähnlichen Roboter – genannt „Bob“. Er entstand komplett aus dem 3D-Drucker und reagiert auf Geräusche, kann sich bewegen und mit Menschen interagieren.

Eine andere von Jänisch entwickelte Idee: Ein gedrucktes Poster, dessen Motiv sich je nach Lautstärke und Art der gespielten Musik verändert. Das Geheimnis hinter dem interaktiven Poster ist eine dünne Schablone mit LED-Lampen unter der Oberfläche. Und eine Erfindung für Großindustrie und Freizeit-Griller gleichermaßen: Die Waage, die von außen misst, wieviel Inhalt noch in der Glasflasche ist.

In 30 Tagen von der Idee zum Prototypen

Jung-Unternehmer Jänisch berät und begleitet Kunden von der Ideenfindung bis zur Umsetzung und Integration des neuen Produkts. Sein Anspruch: Innerhalb von 30 Tagen macht das IOX LAB aus der ersten Idee einen Prototypen. Jänisch durfte sich über 30.000 Euro für den ersten Preis freuen.

Green-IT gestaltet das Büro der Zukunft

Zwei aus dem Green-IT-Team aus Dortmund: Thomas Lesser und Jan Schriewer

Zwei aus dem Green-IT-Team aus Dortmund: Thomas Lesser und Jan Schriewer

20.000 Euro gab's für den Zweitplatzierten, das Green IT-Systemhaus aus Dortmund. Die drei Firmengründer Thomas Lesser, Jan Schriewer und André Dohm sagen von sich selbst ganz unbescheiden, dass sie das Büro der Zukunft konzipieren.

Sie bieten ihren Kunden seit fünf Jahren eine Rundumberatung zu nachhaltigen Unternehmensstrukturen und niedrigen Umweltbelastungen. Ihr Grundsatz: Ökonomisch handeln – ökologisch denken. Green-IT vermittelt energieeffiziente und ressourcenschonende Informationstechnik. Mittlerweile zählt das Unternehmen 100 Mitarbeiter.

4-Sterne-Hotel in der Eifel mit sozialem Engagement

Hotel-Inhaberin Manuela Baier freut sich über den 3. Platz

Hotel-Inhaberin Manuela Baier freut sich über den 3. Platz

Den dritten Preis – und damit 10.000 Euro – bekam das Landhotel Kallbach & Kallbach’s Adventure Golf aus dem Eifeldörfchen Hürtgenwald-Simonskall. Inhaberin Manuela Baier konnte die Gründerpreis-Jury durch ein stimmiges Gesamtkonzept aus Hotellerie und Sportangebot überzeugen.

Das 4-Sterne Hotel bietet Raum für Tagungsgäste wie Urlauber und beherbergt Familienfeiern oder Betriebsfeste. Gelobt wurde auch das soziale Engagement: Hotel-Chefin Baier bietet unter anderem geflüchteten Menschen Hilfestellung bei der Integration in den Arbeitsmarkt. Mehrere Flüchtlinge machen eine Ausbildung im Hotel.

Minister lobt Kreativität und Gespür für Marktlücken

Logo Gründerpreis 2017

Logo Gründerpreis 2017

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart sagte bei der Preisverleihung: Der Landes-Gründerpreis spiegele die lebendige Start-up-Szene in Nordrhein-Westfalen wider. Er lobte vor allem das große Gespür der Gründer für Marktlücken und innovative Lösungen.

Stand: 22.11.2017, 20:12