Nach heftiger Kritik: Maas stellt sich vor Grönemeyer

Nach heftiger Kritik: Maas stellt sich vor Grönemeyer

  • Grönemeyer hält emotionale Rede gegen Rechtsextremismus
  • Sänger wird in den sozialen Medien dafür attackiert
  • Außenminister Maas verteidigt den 63-Jährigen öffentlich

Eine Äußerung von Herbert Grönemeyer gegen Rassismus hat eine heftige Diskussion im Netz ausgelöst. Bei seinem Konzert am Donnerstag (12.09.2019) in Wien hatte der 63 Jahre alte Musiker eine emotionale Rede gehalten.

Darin sagte er unter anderem: "Ich kannte das nur vom Hörensagen, in Zeiten zu leben, die so zerbrechlich, so brüchig und so dünnes Eis sind. Und ich glaube, es muss uns klar sein, dass wenn Politiker schwächeln, dann liegt es an uns, zu diktieren." Grönemeyer redete sich regelrecht in Rage und rief am Ende dazu auf, "keinen Millimeter nach rechts" zu rücken.

Von "Nazipropaganda" bis Goebbels-Vergleich

Die 14.000 Zuschauer honorierten die Ansage mit tosendem Applaus. Doch das hochgeladene Video der Rede wurde im Netz nicht nur positiv aufgenommen.

Die negativen Kommentare reichten von "verstörend" bis hin zu Vergleichen mit Joseph Goebbels. Kritik gab es auch von Seiten der AfD, die Grönemeyers teilweise herausgebrüllten Aufruf als "Nazipropaganda" bezeichneten.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Unterstützung erhielt Grönemeyer von Außenminister Heiko Maas. Der SPD-Politiker schrieb bei Twitter: "Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen."  

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Grönemeyer hatte sich in der Vergangenheit schon mehrfach öffentlich gegen rechte Ideologien positioniert. In Wien diente die Rede als Anmoderation zu seinem Song "Fall der Fälle", der ebenfalls vor den Gefahren des Faschismus warnt.

Stand: 15.09.2019, 17:22

Aktuelle TV-Sendungen