Soll ich mich gegen Grippe impfen lassen?

Grippeimpfung – die wichtigsten Fragen Servicezeit 31.10.2019 03:18 Min. UT Verfügbar bis 31.10.2020 WDR Von Sabrina Mann

Soll ich mich gegen Grippe impfen lassen?

  • Grippeimpfung für Menschen ab 60, Schwangere und chronisch Kranke
  • Herbst ist der beste Zeitpunkt für Impfung
  • Wirksamkeit der Impfung liegt bei knapp 50 Prozent

Die Grippesaison hat begonnen, aktuell gibt es 19 bestätigte Fälle in NRW. Das teilte das Landeszentrum für Gesundheit NRW am Montag (28.10.2019) mit.

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

  • Personen über 60 Jahren
  • Schwangere ab der 14. Woche
  • chronisch Kranke, die z.B. an Herz-, Atmungs-, Stoffwechsel-, Immun- oder Organkrankheiten leiden
  • Bewohner von Alters- und Pflegeheimen
  • medizinisches Personal
  • Personen in Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr
  • Personen, die mit möglichen Risikopersonen zusammenleben

Das empfiehlt die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut (RKI). Auch sollen sich Personen impfen lassen, die direkten Kontakt mit Geflügel und Wildvögeln haben. Die Impfung schützt zwar nicht vor der Vogelgrippe, kann so aber schwerwiegende Doppelinfektionen vermeiden.

Wann sollte man sich impfen lassen?

Das RKI empfiehlt eine Impfung im Oktober oder November. Bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist, vergehen zehn bis 14 Tage. Die Influenzawelle hat in den vergangenen Jahren in Deutschland meist nach der Jahreswende begonnen. Wer es im Herbst versäumt hat, kann sich auch zu einem späteren Zeitpunkt impfen lassen, selbst wenn die Grippewelle schon läuft.

Wie wirksam ist der Grippe-Impfstoff?

Da sich die Grippeviren ständig verändern, ist die Effektivität der Impfung geringer als die von anderen Impfungen. Laut RKI-Schätzungen lag die Wirksamkeit in der Saison 2017/18 bei 48 Prozent. Von der Impfung solle man sich durch die niedrige Wirksamkeit dennoch nicht abschrecken lassen. Studien zeigen, dass eine Grippeerkrankung bei geimpften Personen milder und mit weniger Komplikationen verläuft.

Nachdem jahrelang mit einem Dreifachimpfstoff geimpft wurde, schreibt der Gemeinsame Bundessausschuss seit April 2018 eine Vierfachimpfung vor, die gegen je zwei Subtypen des Influenza A- und des Influenza B-Virus wirken soll. Diese Impfstoffe waren in der vergangenen Saison teilweise vergriffen. Das zuständige Paul-Ehrlich-Institut hat daher die Anzahl der Impfdosen für die aktuelle Saison deutlich erhöht. Statt 15,7 Millionen wie im vergangenen Jahr sind nach Institutsangaben bislang über 18 Millionen Dosen freigegeben.

Neuer Impfstoff gegen Grippe

WDR 5 Quarks - Topthemen aus der Wissenschaft 15.10.2019 07:32 Min. Verfügbar bis 14.10.2024 WDR 5 Von Christina Sartori

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Stand: 28.10.2019, 14:00

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