Klimaschwankungen: "Nicht mehr natürlich erklärbar"

Symbolbild: Die Erde und globale Erwärmung

Klimaschwankungen: "Nicht mehr natürlich erklärbar"

  • Gängiges Argument: Klimawandel gab es schon immer
  • Schweizer Forscher widerlegen Behauptung
  • Noch nie stiegen die Temperaturen überall gleichzeitig

Es ist eine Binse, dass sich das Klima immer ändert. Dem widerspricht auch kein Forscher. Dennoch haben Wissenschaftler der Universität Bern das häufige Argument von Klimawandel-Skeptikern nun weitgehend entkräftet. Früher hätten sich die warmen Klimaperioden nie überall gleichzeitig ereignet, während der aktuelle Klimawandel auf 98 Prozent der Erdoberfläche messbar sei.

"Das ist eine wichtige Studie, die eins der gängigsten Argumente der Klimawandel-Skeptiker widerlegt - nämlich, dass es Klimawandel immer gegeben habe und dass er eine ganz natürliche Erscheinung sei. Das stimmt nicht: Die heutige Art von Klimawandel, der überall auf der Welt auftritt und dabei sich noch rasend schnell entwickelt, den gab es eben nicht in den vergangenen 2.000 Jahren", WDR-Wissenschaftsredakteur Lorenz Beckhardt.

"Was wir zurzeit erleben, ist so extrem schnell, dass man das einfach nicht mehr mit natürlichen Faktoren erklären kann." Der Anstieg der Temperaturen seit einigen Jahrzehnten habe "wirklich eine völlig neue Qualität", sagt der Kieler Klimaforscher Mojib Latif gegenüber tagesschau.de.

Allerdings: Ob das die Klimawandel-Skeptiker überzeugt, ist fraglich. Ihr wohl prominentester Vertreter sagte im Januar, als eine extreme Kältewelle den Mittleren Westen der USA im Griff hatte: "Was zur Hölle ist los mit der globalen Erwärmung. Bitte komm' schnell zurück, wir brauchen dich!", spottete US-Präsident Donald Trump auf Twitter.

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Stand: 25.07.2019, 10:04

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