Trotz Trockenheit: Landwirte ernten mehr Getreide

Weizenernte in Soest

Trotz Trockenheit: Landwirte ernten mehr Getreide

  • Landwirte ernten 3,8 Millionen Tonnen
  • Schwierige Lage durch Trockenheit
  • Weniger Sommergerste angebaut

In diesem Jahr wurden in NRW bislang über 3,8 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Wie die Landesstatistiker am Mittwoch (21.08.2019) mitteilten, wurden damit 8,7 Prozent mehr Getreide eingefahren als noch 2018. Obwohl die Monate Juni und Juli besonders heiß und trocken waren, fiel die Ernte damit besser als im Vorjahr aus.

Mehr Getreide trotz Trockenheit

Landwirt Andreas König ( links) und Burkhard Schröer GF Landwirtschaftlicher Kreisverband Soest (rechts)

Landwirt Andreas König (links) und Burkhard Schröer vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Soest

Für die Landwirtschaft bleibt die Lage aber angespannt. Die Erträge liegen aufgrund der schwierigen Witterungsverhältnisse das vierte Jahr in Folge unter 8 Tonnen pro Hektar. Zum Vergleich: Im Spitzenjahr 2014 waren es knapp 9 Tonnen je Hektar.

Vor allem bei Weizen und Gerste war der Ertrag in diesem Jahr aber besser als im vorigen, sagt Andreas König, Landwirt aus Bad Sassendorf: "Bei mir selber war die Ernte relativ gut. Wir sind überrascht, dass die Natur das hingekriegt hat."

Landwirte bauen weniger Sommergerste an

Die Landwirte in NRW haben bereits auf die klimatischen Veränderungen reagiert und in diesem Jahr deutlich weniger Sommergerste angebaut. Diese Gerste wird erst im Frühjahr des Erntejahres ausgesät, hier zeichnete sich bereits eine ähnliche Trockenperiode wie im Vorjahr ab.

Die Bilanz der Getreideernte 2019 in NRW

WDR 5 Westblick - aktuell 21.08.2019 05:39 Min. Verfügbar bis 20.08.2020 WDR 5

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Stand: 21.08.2019, 18:32

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