Lebensmittel, Energie und Sprit: Der Winter könnte sehr teuer werden

Lebensmittel, Energie und Sprit: Der Winter könnte sehr teuer werden

Die Preise für Lebensmittel, Heizung, Strom und Sprit sind deutlich gestiegen. Verbrauchern droht der teuerste Winter seit Jahren. Tipps, wie Sie sparen können.

Beim Bäcker, beim Obst- und Gemüsehändler oder im Supermarkt: Überall ist es teurer geworden. Auch wenn es bei Tomaten, Eiern oder Brot nur um Cent-Beträge geht - aufs Ganze gerechnet kommt da mit der Zeit einiges zusammen.

Und es sind ja auch nicht nur die Lebensmittel, bei denen die Preise angezogen haben. Auch für Gas, Energie und Sprit müssen Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich mehr zahlen.

Höchste Inflationsrate seit 1993

Was alle beim Bezahlen zurzeit zu spüren bekommen, das bestätigte das Statistische Bundesamt vor Kurzem durch seine Zahlen: Die Inflationsrate für September liegt bei 4,1 Prozent. Das ist die höchste Inflationsrate seit sage und schreibe 28 Jahren.

Wie es dazu kommen konnte? Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum Beispiel sind die Kosten für Rohstoffe in diesem Herbst steil nach oben gegangen. Hinzu kommt, dass nach dem Lockdown der Corona-Krise auf der ganzen Welt in vielen Bereichen Nachholeffekte auftreten. Weil die Nachfrage boomt, sind Engpässe quasi unausbleiblich.

CO2-Steuer ist einer der Gründe für explodierende Energiepreise

Stichwort Energiepreise: Sie explodieren unter anderem wegen der seit Januar erhobenen CO2-Steuer. Aber nicht nur deswegen. Preistreiber ist auch der Umstand, dass die Nachfrage nach Rohöl nach dem Corona-Lockdown stark gestiegen ist.

Im September haben Verbraucherinnen und Verbraucher für Energie im Haushalt und für Kraftstoffe 14,3 Prozent mehr zahlen müssen als im Vorjahr. Experten gehen davon aus, dass die Energiepreise bis mindestens Ende des Jahres hoch bleiben. Zumal wegen des zurückliegenden kalten Winters vergleichsweise wenig vorrätig ist.

Was sich besonders verteuert hat

Zwei Brötchen liegen neben einem 10-Euro-Schein

Lebensmittel waren im August um 4,6 Prozent teurer.

Die hohen und womöglich weiter steigenden Energie- und Benzin- und Dieselpreise wirken sich auch auf die Preise für Essen und Trinken aus. Denn es sind zum Beispiel Lkw-Fahrer, die die Lebensmittel in die Supermärkte und Läden bringen - und für ihre Lastwagen brauchen sie Kraftstoff.

Welche Lebensmittel sich besonders verteuert haben? Die jüngsten Daten hierzu stammen vom Statistischen Bundesamt für August 2021. Demnach weisen für diesen Monat die Preise für Nahrungsmittel ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf. Das hat sich besonders verteuert:

  • Kopfsalat oder Eisbergsalat: plus 34,5 Prozent
  • Tomaten: plus 18,2 Prozent
  • Kartoffeln: plus 16,3 Prozent
  • Eier: plus 12,1 Prozent
  • Toastbrot: plus 10,8 Prozent

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Tipps, wie Sie sparen können

Hier ein paar Tipps, wie man den steigenden Lebensmittelpreisen trotzen kann: Ein Ratschlag lautet zum Beispiel, niemals hungrig einkaufen zu gehen - man kauft dann mehr und viel Unnötiges. Sparen können Sie auch, indem Sie, bevor Sie losziehen, auf digitalem Weg gezielt nach Sonderangeboten suchen. Und: Machen Sie sich einen Einkaufszettel und halten Sie sich strikt daran.

Stand: 09.10.2021, 17:06

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