"Unvergessen": Reaktionen auf den Tod von Reporter Gerd Ruge

Ruge und Thomas Roth

"Unvergessen": Reaktionen auf den Tod von Reporter Gerd Ruge

"Ein großartiger Journalist, ein großartiger Mensch": Mit Worten wie diesen reagieren Persönlichkeiten auf den Tod von Reporter-Legende Gerd Ruge.

Er sei eine Reporter-Legende, einer der Großen seiner Branche. Das sagen nicht nur Kolleginnen und Kollegen über Gerd Ruge, der am Freitag mit 93 Jahren verstarb. Eine Auswahl an Reaktionen zum Tod des WDR-Journalisten.

"Er war der informierteste Beobachter in Moskau, den ich kennengelernt habe." Thomas Roth, ehemaliger ARD-Korrespondent und Wegbegleiter Ruges

Wegbegleiter Thomas Roth: Ruge war ein "großer Humanist"

Er war "für mich der größte Kenner der Sowjetunion", sagt Thomas Roth dem WDR zum Tod von Gerd Ruge. Die beiden Journalisten des Westdeutschen Rundfunks leiteten in verschiedenen Zeiten das ARD-Studio in Moskau und waren enge Wegbegleiter.

Ob in Moskau oder Washington – er habe immer mit den großen Politikern dieser Welt zu tun gehabt, so Roth. "Aber er hat sich immer auch für die einfachen Menschen interessiert." Er sei ein "großer Humanist" und ein "Journalist mit Haltung" gewesen.

WDR-Intendant Tom Buhrow: "Ruge gehört zu den großen Reporterpersönlichkeiten"

"Gerd Ruge gehört zu den großen Reporterpersönlichkeiten der ersten Stunde. Profunde Analysen, präzise Interviews und die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge leicht verständlich zu erklären, das zeichnete ihn aus", sagte der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant, Tom Buhrow.

Tom Buhrow und Gerd Ruge beim Deutschen Fernsehpreis 2014

Tom Buhrow und Gerd Ruge beim Deutschen Fernsehpreis 2014

"Unvergessen bleiben seine zahlreichen Auslandsreportagen und Reiseberichte. Das Publikum hat ihn dafür geliebt. Für viele nachfolgende Journalist:innengenerationen war er Vorbild und Orientierung", so Buhrow. "Ich werde seine sympathische und bescheidene Art vermissen."

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"Da geht ein ganz Großer!"

Tina Hassel und Gerd Ruge

"Weltspiegel"-Moderatoren: Tina Hassel und Gerd Ruge

"Was für ein Verlust!", twitterte die heutige Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel. "Da geht ein ganz Großer! Weltgewandt, mutig, unbestechlich und immer voller Humor und Wärme den Menschen um ihn herum zugewandt." Hassel und Ruge moderierten beide das ARD-Auslandsmagazin "Weltspiegel".

Als Leiter des WDR-Studios Bonn und WDR-Chefredakteur habe Ruge "die Medienlandschaft in unserem Land mitgeprägt", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). "Durch seinen Weitblick und seine Leidenschaft für den Beruf hat er uns einmalige Einblicke ermöglicht und uns die Welt damit ein Stück nähergebracht. Er stand für einen Qualitätsjournalismus, der auch heute noch Vorbild und Maßstab ist", so Laschet.

"Eine traurige Nachricht", twitterte Katarina Barley (SPD), Abgeordnete und Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments. "Gerd Ruge war über so viele Jahre das kenntnisreiche und sympathische 'Auslandsgesicht' der ARD".

"Er war ein großartiger Journalist, ein großartiger Mensch!" Ulrich Deppendorf, ehemaliger Leiter und Chefredakteur des ARD Hauptstadtstudios Berlin

"Er war ein großartiger Journalist, ein großartiger Mensch!", twitterte Ulrich Deppendorf, früherer Studioleiter und Chefredakteur Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio. "Unvergessen seine Berichte aus Moskau."

"Mit Gerd Ruge geht eine Reporterlegende", schrieb der frühere ZDF-Journalist und ehemalige Programmdirektor des Ersten, Volker Herres, bei Twitter.

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"Ein großer Kollege!", twitterte Ralf Schuler, Leiter der Parlamentsredaktion der "Bild". "Einer, der zu den Leuten ging, in der letzten Hütte Sibiriens mit Menschen über ihr Leben sprach, immer nah dran und neugierig auf die Welt da draußen …"

Stand: 16.10.2021, 19:38

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