Weniger Manipulationen an Geldautomaten

Hand tippt ein Pin einer EC-Karte an der Tastatur eine Geldautomaten

Weniger Manipulationen an Geldautomaten

  • Datenklau an Geldautomaten in NRW deutlich abgenommen
  • 48 Fälle statt 70 im Vorjahreszeitraum
  • Neue Technik ersetzt anfälligen Magnetstreifen

In Nordrhein-Westfalen sind deutlich weniger Fälle von Datenklau an Geldautomaten bekannt geworden. Von Januar bis Dezember 2018 manipulierten Kriminelle bisher 48 Mal Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummern (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Das teilte das Unternehmen Euro Kartensysteme, ein Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen, am Samstag (12.01.2019) mit.

Im selben Zeitraum 2017 waren noch 70 Fälle bekannt geworden. Das entspricht einem Rückgang von 31 Prozent. Beim sogenannten Skimming werden Türöffner in Bankfilialen gefälscht oder Tastaturen an Geldautomaten manipuliert.

Neue Technologie erschwert Betrug

Für den Rückgang der Fälle wird eine neuartige Technologie verantwortlich gemacht, die leicht kopierbare Magnetstreifen ersetzt und die Karte bei jedem Gebrauch auf Echtheit prüft.

Die Stadt mit den meisten Angriffen bleibt Berlin. Hier wurden Geldautomaten 343 Mal manipuliert. Experten vermuten, dass die Datendiebe es dort auf die relativ leicht kopierbaren Kreditkarten ausländischer Touristen abgesehen haben.

"Skimming"-Opfer bekommen Schaden ersetzt

In Deutschland müssen Opfer von Skimming normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit ihrer Bankkarte und PIN umgegangen.

Stand: 12.01.2019, 11:29

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