Gehaltsplus kostet NRW fünf Milliarden Euro mehr

Stapel mit Euromünzen und sichtbarem Bundesadler auf einer stehenden Münze

Gehaltsplus kostet NRW fünf Milliarden Euro mehr

  • Mehr Geld für Angestellte im öffentlichen Dienst und Beamte
  • Tariferhöhung kostet NRW mehr als fünf Milliarden Euro
  • Laschet: Honorierung in Zeiten des Fachkräftemangels wichtig

Die Tariferhöhung für die Angestellten im öffentlichen Dienst und die Beamtenschaft in Nordrhein-Westfalen kostet das Land bis Ende 2021 mehr als fünf Milliarden Euro. Das teilte das NRW-Finanzministerium mit. 2019 stünden knapp 970 Millionen Euro Mehrausgaben an, 2020 knapp zwei Milliarden und 2021 rund 2,4 Milliarden Euro, so das Ministerium. Rund die Hälfte der Summe entfalle auf die NRW-Beamten.

Lohnplus für Beamte

Das Land hatte am Freitag (22.03.2019) mitgeteilt, dass die Tariferhöhung der Angestellten im Öffentlichen Dienst um insgesamt acht Prozent zwischen 2019 und 2021 auch für die NRW-Beamten gilt. Das Tarifergebnis werde "eins zu eins auf Beamte, Richter und Versorgungsempfänger übertragen", hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Düsseldorf gesagt.

Worum ging es in den Tarifverhandlungen?

WDR 5 Profit - aktuell 20.12.2018 01:51 Min. Verfügbar bis 20.12.2019 WDR 5

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Parallel zum Öffentlichen Dienst bekommen damit auch die Staatsdiener in NRW rückwirkend zum 1. Januar 3,2 Prozent mehr Geld. Weitere 3,2 Prozent extra fließen zum 1. Januar 2020 und noch einmal 1,4 Prozent zusätzlich zum 1. Januar 2021.

Laschet: Große Wertschätzung

Die Einigung mit der Arbeitnehmerseite sei "Ausdruck der großen Wertschätzung für unsere Beamtinnen und Beamten", hatte Laschet gesagt. In Zeiten des Fachkräftemangels sei die Suche nach qualifiziertem Personal schwer, daher seien gute Bedingungen auch bei der Honorierung besonders wichtig.

Gewerkschaften: Erster Schritt

Die Gewerkschaften hatten die Tarifeinigung verhaltener aufgenommen. Für Lehrkräfte gebe es "noch Luft noch oben", meinte die Vizevorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) in NRW, Jutta Endrusch. Laut Gewerkschaft der Polizei (GdP) in NRW ist mit dem Tarifabschluss der "längst überfällige große Befreiungsschlag" nicht gelungen. Es sei aber "ein erster Schritt, um den öffentlichen Dienst als Arbeitgeber wieder attraktiv zu machen", sagte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens.

Stand: 23.03.2019, 10:01

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