Ein Schild mit der Aufschrift "Geflügelpest Sperrbezirk"

Kamp-Lintfort: Geflügelpest-Verdacht bestätigt

Stand: 19.04.2022, 10:50 Uhr

Gewissheit am Niederrhein: Auf einem Hof in Kamp-Lintfort ist die Geflügelpest jetzt nachgewiesen. Vergangene Woche waren nach Verdachtsfällen Zehntausende Tiere getötet worden.

Nachdem vergangene Woche bekannt wurde, dass fast 44.500 Puten in einem Putenmastbetrieb in Kamp-Lintfort wegen des Verdachts auf Geflügelpest getötet werden mussten, gibt es jetzt Gewissheit: Der Verdacht hat sich bestätigt. In allen dem Friedrich-Löffler-Institut eingesandten Proben wurde die Geflügelpest vom Typ H5N1 diagnostiziert. Das gab am Dienstag der Kreis Wesel bekannt.

Kontrollen in Schutz-und Überwachungszonen

Weiter teilte der Kreis mit, die Maßnahmen im betroffenen Betrieb seien zwischenzeitlich so weit vorangeschritten, dass von keiner Gefahr mehr für andere Betriebe auszugehen ist. Die amtlichen Tierärztinnen und Tierärzte der Kreisverwaltung Wesel hätten inzwischen mit den vorgeschriebenen klinischen Kontrollen in den Geflügelbetrieben in der 3-Kilometer-Schutzzone und anschließend in der 10-Kilometer-Überwachungszone begonnen.

Sollten keine weiteren Fälle auftreten, wird nach 21 Tagen die Schutzzone Teil einer Überwachungszone, die wiederum nach weiteren neun Tagen aufgehoben wird.

Keine Gefahr für Menschen

Bundesweit gab es in diesem Winter zahlreiche Ausbrüche der Geflügelinfluenza. Im Kreis Wesel war bereits im Dezember eine gemischte Geflügelhaltung in Hamminkeln betroffen. Außerdem gab es mehrere Fälle von toten Wildvögeln im Kreisgebiet mit der Erkrankung. Nach allen bisherigen Erkenntnissen geht von der Geflügelpest keine Gefahr für Menschen aus. Aus dem betroffenen Betrieb in Kamp-Lintfort seien auch keine Lebensmittel in Umlauf, betonte vergangene Woche der Kreis.

Über dieses Thema haben wir am 12.04.2022 um 19.30 Uhr im WDR-Fernsehen in der Sendung "Lokalzeit Duisburg" berichtet.

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