Etwas weniger Strafgefangene in NRW

Etwas weniger Strafgefangene in NRW

  • Zahl der Strafgefangenen etwas gesunken
  • Männer dominieren die Statistik
  • Ausländeranteil steigt leicht an

Immer wieder gibt es Berichte über volle Gefängnisse und zu wenig Kapazitäten in den nordrhein-westfälischen Gefängnissen. Da kann es ein wenig für Entspannung sorgen, dass die Zahl der Strafgefangenen leicht gesunken ist.

Zum Stichtag Ende März saßen in NRW 12.670 Menschen in Strafhaft oder Sicherungsverwahrung, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch (30.10.2019) mitgeteilte. Das waren 226 Gefangene oder 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

91,1 Prozent der Gefangenen verbüßten eine Strafe nach Erwachsenen-Strafrecht und 7,7 Prozent eine Jugendstrafe. 1,2 Prozent oder 149 Gefangene befanden sich in Sicherungsverwahrung. 27 Prozent waren im offenen Vollzug.

Ausländeranteil leicht gestiegen

Der Ausländeranteil lag laut dem Statistikamt mit 32,6 Prozent bei knapp einem Drittel und war um 0,6 Prozentpunkte höher als ein Jahr zuvor. Der Frauenanteil lag bei 6,7 Prozent (775 Frauen) und damit auch leicht höher im Vergleich zum Vorjahresniveau.

Nicht enthalten in der Statistik sind Untersuchungsgefangene und Gefangene in den geschlossenen Psychiatrien.

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WDR 5 Westblick - aktuell 25.10.2019 05:09 Min. Verfügbar bis 24.10.2020 WDR 5

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Stand: 30.10.2019, 13:17

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