Klimaschutz ohne Schwänzen: Fridays for Future in den Ferien

Ein Schüler mit dem Schild "Schützt unsere Umwelt" in Köln

Klimaschutz ohne Schwänzen: Fridays for Future in den Ferien

Von Claudia Wiggenbröker

  • Düsseldorfer Ortsgruppe plant Kundgebungen vor Landtag
  • Sommerkongress in Dortmund
  • Köln beendet einwöchigen Streik

Die Schülerproteste Fridays for Future haben für Diskussionen gesorgt: Zwar bekamen die Teilnehmer viel Lob dafür, dass sie sich für das Klima einsetzen - häufig stand aber auch der Vorwurf im Raum, dass die Demos als Anlass zum Schuleschwänzen genutzt werden. Nun beginnen die Sommerferien. Gehen die Proteste weiter?

Kundgebungen vor dem Landtag

"Es ist nicht das Ziel, zu schwänzen. Deshalb setzen sich viele Schüler auch in den Ferien für das Klima ein", sagt Lukas Mielczarek von der Düsseldorfer Fridays for Future-Gruppe. Der Auftakt für die Sommerferien soll eine Demonstration am Freitagmittag (12.07.2019) sein.

Demos wird es danach aber nicht viele geben, bisher sei nur eine nach der Hälfte der Sommerferien geplant. "Aber wir sind jeden Freitag präsent: Es werden Kundgebungen vor dem Landtag stattfinden", erzählt Mielczarek. Seine 14-jährige Mitstreiterin Tara ergänzt, dass auch Workshops geplant seien. "Zum Beispiel 'Veganer werden leicht gemacht' oder 'Weniger Plastik im Alltag'."

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Weder Hemmschwelle noch Langeweile

Ob das Ferienprogramm genauso erfolgreich werde wie die bisherigen Aktionen, sei schwierig einzuschätzen. "Natürlich sind viele im Urlaub", meint die 14-Jährige. "Aber jetzt ist auch die Hemmschwelle weg, zu schwänzen. Und es ist eine gute Freizeitbeschäftigung."

Auch in Münster wird es jede Woche eine Aktion geben. "Wir machen weiter wie in der Schulzeit", sagt Carla Reemtsma von der dortigen Ortsgruppe. Demnach soll wöchentlich eine 24-stündige Mahnwache und einmal pro Monat eine Demo stattfinden.

Sommerkongress in Dortmund

Ein Höhepunkt in NRW dürfte der Sommerkongress in Dortmund sein, der vom 31. Juli bis 04. August stattfindet. Dort sind Workshops und Diskussionen geplant, beispielsweise mit dem Vorsitzenden der Wirtschaftsweisen Christoph M. Schmidt.

In Köln beendet die "Fridays for Future"-Bewegung am Freitag indes einen Dauerstreik: Eine Woche lang hatten Schüler vor dem Kölner Rathaus campiert. Die Kölner lobten bereits bei Twitter das Engagement ihrer Bremer Mitstreiter in den Ferien.

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Stand: 12.07.2019, 10:20

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