Finanzielle Unterstützung für Freifunk-Vereine

Finanzielle Unterstützung für Freifunk-Vereine

Von Moritz Börner

  • Das Land gibt 150.000 Euro
  • Die Zahl der kostenlosen Freifunk-Hotspots steigt
  • WLAN per Richtfunk in Düsseldorf

Umsonst WLAN für alle, das ist die Idee, die hinter Freifunk steht. Bei dem Verein kann jeder mitmachen und sein WLAN zu Hause als Hotspot der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Mittlerweile gibt es im ganzen Land unzählige Hotspots, in fast jedem Ort.

Eines der ambitioniertesten Freifunk-Projekte entsteht in Düsseldorf. Dort wird eine alte Fabrikhalle zu einem Bürogebäude für Start-up-Unternehmen und Freiberufler umgebaut. Die Halle überragt ein ehemaliger Montageturm, auf den eine Glasfaserleitung verlegt wurde.

WLAN per Richtfunk

Vom Turm soll schon bald Internet per Funk in vier verschiedene Stadtteile gesendet werden. In diesen Tagen wird eine Richtfunkantenne montiert, die schnelles Internet zum Beispiel zum Carlsplatz in der Düsseldorfer Altstadt oder zu einer Einkaufsstraße im Stadtteil Gerresheim sendet.

20.000 Euro kostet das Projekt. Das Geld kommt vom Land, mit rund 150.000 Euro insgesamt fördert die Landesregierung den Freifunk. Ein Schritt in die richtige Richtung, findet Freifunker Michael Theine-Dimt: "Dass die Politik das gefördert hat, das ist super. Wir haben die Möglichkeit zu zeigen, was alles möglich ist."

Keine Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern

Die Freifunker sehen sich nicht als Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern. Die hohen Datenmengen, die alltäglich benötigt werden, kann das Freifunk-Netz nicht einmal annähernd bereitstellen. Das Angebot richtet sich vor allem an diejenigen, die sich Handyverträge mit großem Datenvolumen nicht leisten können, zum Beispiel Schüler, Hartz IV-Empfänger oder Asylbewerber.

Während Freifunk in den Großstädten also eine Ergänzung zum bestehenden Angebot ist, ist er auf dem Land, wo das Mobilfunknetz oft sehr schwach ist, mitunter die einzige Möglichkeit, in der Öffentlichkeit schnelles Internet zu empfangen. Auch deswegen will Nathanael Liminski, der Chef der NRW-Staatskanzlei den Freifunk weiter fördern: "Gerade im ländlichen Raum kann es helfen, wenn Bürger sich selber zusammentun, und ihr Dorf versorgen."

Stand: 16.02.2018, 09:45

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