Schwarzer beklagt "ungehemmten Frauenhass" im Netz

Junge Frau mit Frauensymbol auf der Wange beim einer "Slutwalk" Demonstration, in Portland, USA, Aufnahme vom 18.09.2016

Schwarzer beklagt "ungehemmten Frauenhass" im Netz

  • Schwarzer: Mehr Schutz vor Hassparolen für Frauen
  • Kritik an sogenannten Männerrechtlern
  • Virtuelle Welt müsse Spielregeln einhalten

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer fordert für Frauen mehr Schutz vor Hassparolen in den sozialen Medien. Gerade Frauen, die zu den meistverfolgten Gruppen gehörten, müssten "vor diesem ungehemmten Frauenhass" geschützt werden, sagte die Chefredakteurin der in Köln herausgegebenen Frauenzeitschrift "Emma" am Samstag (28.01.2017) auf WDR 5.

"Die virtuelle Welt muss dieselben Spielregeln und Gesetze haben wie die reale Welt", forderte die Chefredakteurin des vor 40 Jahren erstmals veröffentlichten Frauenmagazins. Im Internet organisierten sich sogenannte Männerrechtler, Maskulinisten, die Feministinnen für Hexen und Nazis hielten, sagte Schwarzer.

Junge Frauen "lassen sich davon erschüttern"

Die Mitarbeiterinnen der Redaktion "Emma" seien zwar trainiert: "Wir halten das aus, auch wenn das manchmal eklig ist." Aber es gebe eine Menge junger Frauen im Netz, "die lassen sich davon so erschüttern, dass sie ganz verstummen".

Wie relevant ist die Emma noch?

WDR 5 Morgenecho - Interview | 28.01.2017 | 09:09 Min.

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Stand: 28.01.2017, 17:15