Fragen und Antworten zu E-Scootern

Symbolbild: E-Scooter

Fragen und Antworten zu E-Scootern

  • Welche Regeln gelten für E-Scooter?
  • Diskussion über Nachhaltigkeit
  • Keine Helmpflicht trotz Gefahren

Seit Mitte Juni sind die E-Scooter in NRW nicht nur auf der Straße, sondern auch in den Schlagzeilen. Zuletzt durch den Ausflug eines 28-jährigen E-Scooter-Fahrers auf die A46 bei Erkelenz.

Welche Regeln gibt es für E-Scooter, wie sinnvoll und gefährlich sind sie? Fragen und Antworten.

Was ist erlaubt?

E-Scooter dürfen überall fahren, wo auch Fahrräder erlaubt sind. Also auf Radwegen oder auf der Straße, wenn es keine Radwege gibt. Gehwege sind dagegen tabu. Da E-Scooter maximal 20 Kilometer in der Stunde schnell sein dürfen, sind sie wie Fahrräder auf der Autobahn nicht erlaubt.

In mehreren NRW-Städten gibt es zudem Verbotszonen, in denen die Roller nicht gefahren und nicht geparkt werden dürfen.

Was ist sinnvoll?

E-Scooter können ein Baustein bei der Veränderung von Mobilität in unseren Städten sein, besonders in Kombination mit öffentlichem Nahverkehr. Im Vergleich zu Autos können sie helfen, Platz in Städten zu sparen.

Kritiker weisen aber darauf hin, dass die neuen Verkehrsmittel in der Masse auch Raum brauchen. Außerdem müssen Leih-Roller erfahrungsgemäß schon nach wenigen Monaten ausgetauscht oder im Ausland verschrottet werden, was Fragen zur Nachhaltigkeit aufwirft. Die Entsorgung der Akkus sei ebenfalls problematisch. Um die Akkus der Leih-Scooter aufzuladen, werden sie mit dem Auto eingesammelt und zu einer Ladestation gebracht, was sich negativ auf die Ökobilanz auswirkt.

Was ist gefährlich?

"Bei den E-Scootern ist das Hauptproblem, dass die Fahrer eine relativ instabile Körperposition haben", sagt Christopher Spering, Leiter der Sektion Prävention der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie. Zusammen mit unterschiedlichen Schwerpunkten bei Gerät und Fahrer führe dies zu einem "sehr hohen Verletzungspotenzial", so Spering.

Eine Helmpflicht gibt es nicht, auch wenn Zahlen aus den USA belegen, dass bei Unfällen besonders der Kopf gefährdet ist.

Fazit:

Wer E-Scooter fahren will, sollte helfen, Verbote zu vermeiden und die Lebensdauer der Roller zu verlängern: Eine angemessene und rücksichtsvolle Nutzung im Verkehr und beim Abstellen kann dazu beitragen.

Studenten in Recklinghausen testen E-Scooter im Vergleich zu Pedelecs 02:36 Min. Verfügbar bis 01.07.2020

Stand: 02.07.2019, 10:27

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